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Elektronenstrahlbearbeitung von Metall- und Polymerwerkstoffen

In dem interdisziplinären Forschungsprojekt  sollen neue innovative Applikationsmöglichkeiten für die Elektronenstrahltechnologie grundlegend untersucht und so ein wichtiger Beitrag für den Forschungs- und Entwicklungsstandort Sachsen geleistet werden.

Beim Schweißen von Werkstoffkombinationen erweisen sich die unterschiedlichen Metall-Gitterstrukturen, die geringe Mischbarkeit bestimmter Werkstoffe, stark unterschiedliche Wärmeleitfähigkeiten sowie differierende Bauteilquerschnitte der Fügepartner als problematisch. Die Elektronenstrahltechnologie besitzt das Potenzial, diese Mischverbindungen nach den Qualitätsanforderungen der Schweißtechnik zu fertigen. Im Rahmen des Projektes soll durch die Anwendung hochleistungsfähiger Zusatzmodule im Bereich der Ablenktechnik, die nahezu trägheitslose Ablenk- und Fokussierbarkeit des Elektronenstrahls genutzt werden, um die Wirkung einzigartiger Prozesstechniken auf die Qualität der Schweißnaht bzw. Härte- und Strukturierungsverläufe zu untersuchen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Validierung des Messverfahrens der IR-Spektroskopie zur Untersuchung der funktionellen Eigenschaften anhand des Energieeintrages durch die Elektronenstrahltechnologie unter Normalatmosphäre und unter Vakuum beim Härten und Modifizieren von Polymeren.

 

Projektschwerpunkte:

  • Nutzung des Potenzials der Elektronenstrahltechnik zur Entwicklung spezieller Prozesstechniken für die gezielte Beeinflussung des Gefügeaufbaus und der Geometrie der Schweißnaht bzw. des Werkstücks bei der Metallbearbeitung unter Vakuum sowie der simultanen Ausführung mehrerer Fertigungsschritte (z. B. Vorwärmen + Schweißen + Nachwärmen)
  • Untersuchungen zum Einfluss des Energieeintrags durch die Elektronenstrahltechnologie unter Normalatmosphäre und unter Vakuum beim Härten und Modifizieren von Polymeren auf deren Eigenschaften sowie die Validierung der IR-Spektroskopie im Hinblick auf deren funktionelle Eigenschaften
  • Stärkung der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit in Kooperation mit sächsischen KMU, Forschungsinstituten und Hochschulen und der Möglichkeit zur ingenieurstechnischen Qualifizierung
  • Kompetenzerweiterung der Hochschule auf dem Gebiet der Prozessüberwachung mithilfe neuer Analyseverfahren zur Qualitätssicherung bei der Elektronenstrahlbearbeitung unter Atmosphäre und Im Vakuum durch interdisziplinäre Forschung
  • Ausbau der neuen werkstofflichen, fügetechnischen und messtechnischen Lösungsansätze und Ergebnisse durch die Einwerbung von weiteren Drittmittelprojekten

Kontakt

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Eckart

Fakultät Maschinenbau/Verfahrenstechnik

Tel. 0351 / 462 25 23

eckart@mw.htw-dresden.de

 

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Bauer

Fakultät Elektrotechnik

Tel. 0351 / 462 36 05

bauer@et.htw-dresden.de

EBOCAM-Elektronenstrahlanlage HTW Dresden
Autor: N. VöltzLetzte Änderung: 12.04.2012