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Teilprojekt 5: Resource-Saving Greenhouse

Die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln in Gewächshäusern erfordert einen hohen Energieeinsatz. Etwa ein Drittel aller anfallenden Produktionsmittel sind Aufwendungen für Heizung, Belichtung und weitere technische Einrichtungen. Somit sind die Kosten der angebauten Nahrungsmittel abhängig von den Preisen für Strom, Öl und Gas. Einsparungen in diesen Bereichen sind daher von zentraler Bedeutung, um wirtschaftlicher produzieren zu können und Ressourcen zu schonen.

Ziel des Projekts ist es Maßnahmen zur effizienteren Wasser- und Energieverwendung am Beispiel des Lehr- und Versuchsgewächshauses der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (Abb. 1) am Standort Dresden-Pillnitz zu erarbeiten. Anhand einer IST-Analyse des Lehr- und Versuchsgewächshauses wird die betriebliche Situation auf Schwachstellen untersucht. Das daraus resultierende Einsparpotential soll anschließend energetisch sowie finanziell beurteilt werden. Ebenso werden die Investitionskosten ermittelt, die notwendig wären um Verbesserungsmaßnahmen durchzuführen.


Lehr- und Versuchsgewächshaus der HTW Dresden in Dresden-Pillnitz (Croy 2010)

Weiterhin ist die Realisierung eines Schotterspeichers (luftdurchströmter Gesteinsspeicher) für das Jahr 2012 in Zusammenarbeit mit Prof. Dr.-Ing. Reichel und seinen Mitarbeitern aus dem Teilprojekt 4 „Regenerative Energien“ geplant. Durch hohe Sonneneinstrahlung, besonders in den Sommermonaten, kann in einem geschlossenen Gewächshaus (ohne Lüftung) die Temperatur enorm ansteigen. Die eingestrahlte Energie wird im Inneren durch den Boden, die Pflanzen, die Einrichtung und die Konstruktionsteile absorbiert und in langwellige thermische Strahlung umgewandelt. So wird nicht nur ein Teil der Wärmeenergie gespeichert, sondern auch an die Umgebung abgegeben. Dies führt zu einem Temperaturanstieg im Gewächshaus, welchem man nur mit Lüften entgegen wirken kann (von Zabeltitz 1986). Dieser Gewächshauseffekt tritt nicht nur in den Sommermonaten auf, sondern ganzjährig bei starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Durch den luftdurchströmten Gesteinsspeicher kann am Tag dem Gewächshaus Wärme entzogen und gespeichert werden. Die gespeicherte Wärme kann dann in der Nacht oder an kalten Tagen zum Heizen genutzt werden.

Kontakt

Prof. Dr. agr. Prof. h. c. Fritz-Gerald Schröder

Fakultät Landbau/Landespflege

Tel. 0351 / 462 26 16

schroeder@pillnitz.htw-dresden.de

Autor: N. VöltzLetzte Änderung: 12.04.2012