Entwickelt werden ein Konzept und eine Technologie für die nachhaltige Erfassung von Campus-Infrastrukturdaten. Die prototypische Umsetzung erfolgt am Beispiel der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Dies umfasst die Datensammlung, die Bestandssystematisierung, die sichere Verwaltung in Datenbanken und die nutzergerechte Bereitstellung im Netz.

3D-Campus-Modell City Campus HTW Dresden
Im Zeitalter der Digitalisierung sind alle mit dem Campus einer Hochschule verbundenen infrastrukturellen Prozesse ohne das Vorliegen exakter, vollständiger und zuverlässiger Daten in computerbasierter Form nicht mehr denkbar. Sie begleiten die Teile des Campus über alle Phasen eines globalen Lebenszyklus. Dies ist umso wichtiger, je nachhaltiger und damit langfristiger die mit dem Campus verbundenen Prozesse organisiert sind. Betroffen davon sind die Bereiche Außenanlagen, Gebäude, Gebäudeausrüstung und Raumausstattung. Insbesondere sollen Daten zum Wasser-, Energie-, Grünanlagen- und Raummanagement berücksichtigt werden, die für nachhaltigkeitsrelevante Projekte von Bedeutung sind.

Die Digitalisierung tangiert Maßnahmen des Neubaus, des Umbaus, der Wartung, der Pflege, des Betriebes, der Planung, der Entscheidungsfindung, der Integration und der Präsentation. Die Primärdaten für diese Maßnahmen befinden sich in technischen Zeichnungen und CAD-Modellen sowie zugehörigen textlichen und tabellarischen Dokumenten oder fallen im laufenden Betrieb an.
Die Grundlagen für das Vorhaben wurden in dem vom SMWK 2009 bis 2010 geförderten Projekt „V3CIM“ geschaffen, das exemplarisch Campus-Infrastrukturdaten erfasste und diese als Basis für eine 3D-Modellierung verwendete.
Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Oertel
Fakultät Informatik/Mathematik
Tel. 0351 / 462 21 33