Das Wort Taekwondo geht auf Choi Hong-Hi zurück. Es besteht aus 3 Teilen:
Der Ursprung des Taekwondo liegt über 2.000 Jahre zurück. Beweise für Taekyon, die älteste bekannte Form des Taekwondo, ergaben sich aus Deckenmalereien des Muyong-chong, einem Königsgrab aus der Koguryo-Dynastie im Norden Koreas.
Taekyon blieb vorerst ein Privileg der Adligen. Erst in der Yi-Dynastie (1392-1910) erschien ein Taekyon-Buch, welches überall erhältlich war und die Kampfkunst somit einer breiten Bevölkerung zugänglich machte.
Bei der Besetzung Koreas durch Japan (1905-1945) wurde durch die Besetzer die Ausübung der Taekyon-Urformen verboten. Koreanische Patrioten aber versammelten sich in buddhistischen Tempeln und übten die verbotenen Techniken unter der Leitung berühmter Lehrmeister. Diese geheime Ausübung trug wesentlich zur Popularität dieses Kampfsports bei.
Im Korea-Krieg (1950-1953) zeichneten sich mehrere Taekyon-geschulte Einheiten aus. Taekyon wurde deshalb zum festen Bestandteil der militärischen Ausbildung. Es existierten jedoch noch zu viele verschiedene Stile. Erst 1955 schlossen sich die Schulen zusammen und einigten sich auf einen gemeinsamen Namen, der seit 1957 Taekwondo heißt.
"Die Philosophie des Taekwondo beruht auf der Überlegenheit, schwächere Menschen mit Hilfe einer Kraft, unter der Menschlichkeit, Gerechtigkeit, Moral, Weisheit und Glauben zu verstehen ist, zur physischen und damit auch zur psychischen Überlegenheit zu verhelfen."
Choi Hong-Hi
Wie jede Kampfsportart versucht auch Taekwondo Körper und Geist zu vereinen, da "ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnen kann."
Taekwondo ist auch ein Weg des Kampfes gegen sich selbst, gegen den inneren Schweinehund. Es basiert auf hohen moralisch-ethischen Prinzipien wie Achtung und Unverletzlichkeit des Partners bzw. Friedfertigkeit. Es vermittelt in der fairen, rücksichtsvollen Auseinandersetzung mit dem Partner (nicht Gegner!) die Erkenntnis, dass das Weiche (Defensive) oft das Harte (Offensiv-Aggressive) besiegt.
Bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul war Taekwondo lediglich eine Vorführdisziplin. Durch die weltweiten Übertragungen erfuhr dieser Kampfsport aber einen gewaltigen Popularitätsschub. Binnen zweier Jahre (1987-1989) wuchs die Mitgliederzahl um ca. 50%. Weltweit gibt es heute etwa 30 Mio. Aktive im Taekwondo. Trotzdem wurde Taekwondo erst im Jahr 2000 zu einer olympischen Disziplin.
Taekwondo ist heute ein Breitensport für Männer und Frauen aller Altersklassen. Es ist ein Wettkampfsport mit eigenen Regeln, eine Form der waffenlosen Selbstverteidiging und eine ausgezeichnete Erziehungsmethode für Selbstdisziplin, Rücksichtnahme und Leistungsförderung.
Es gibt Vollkontakt-, Leichtkontakt- und Formenwettkämpfe. Gürtelprüfungen dienen als weiterer Trainingsansporn und zur objektiven Einstufung der Leistungen jedes einzelnen Kämpfers.

© Kwon Jae-Hwa
Der nach Kanada ausgewanderte Generalmajor a. D. Choi Hong-Hi trug durch Vorführungen wesentlich zur Verbreitung des Kampfsports Taekwondo in aller Welt bei. 1965 kam er erstmals mit seinem Team zu einer Großveranstaltung nach München. Kwon Jae-Hwa, ein Mann aus seinem Team blieb in München und verbreitete bis 1972 Taekwondo in Deutschland. Er wurde später Bundestrainer.
1968-1981 war Taekwondo eine Sektion des DJB (Deutscher Judobund). Erst 1981 wurde es aus dem DJB herausgelöst und die DTU (Deutsche Taekwondo Union) gegründet.
Quellen:
HSG Lok HTW e.V.
Vorsitzender: Dr. G. Pjater
Gutzkowstraße 22, 01069 Dresden
E-Mail: guenter.pjater@fif.mw.htw-dresden.de
Verantwortlicher für den Hochschulsport:
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Gutzkowstraße 22, 01069 Dresden
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