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Neuigkeiten/Pressemitteilungen

neues Forschungsprojekt "Verlassene Städte in der Steppe"

Das buddhistische Shankh-Kloster in der zentralen Mongolei

Das buddhistische Shankh-Kloster in der zentralen Mongolei hat seit seiner Gründung 1647 eine wechselhafte Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau erlebt und ist einer der Forschungsschwerpunkte des neuen Projekts.


21.06.2019 Mit Geoinformationen lassen sich neue Erkenntnisse über verschiedene Facetten des urbanen Lebens in der frühneuzeitlichen Mongolei gewinnen.

Die Abwanderung der Menschen vom Land in größere Zentren, aber auch die gewaltsame Zerstörung von Siedlungen und Städten sind Phänomene, die die Weltgeschichte seit vielen tausend Jahren prägen. Parallel dazu entstehen schrumpfende und gänzlich verlassene Städte, sogenannte Lost Cities, vergessene Orte in ländlichen Regionen, deren ursprüngliche Bedeutung unterschiedlich fortwirken kann. Auch in der von nomadischer Lebensweise geprägten Mongolei finden sich solche verlassenen urbanen Plätze.

Das Projekt „Verlassene Städte in der Steppe: Rolle und Wahrnehmung religiöser und militärischer Zentren in der nomadisch geprägten Mongolei“ kontrastiert buddhistische Klostersiedlungen mit vermutlichen Militärlagern mandschurischer Besatzer während der Qing-Dynastie (1616-1911). Es will neue Erkenntnisse über verschiedene Facetten des urbanen Lebens in der frühneuzeitlichen Mongolei gewinnen und untersuchen, wie sie das kulturelle Gedächtnis über mehrere Generationen hinweg bis in die heutige Zeit prägen.

Das ethnoarchäologische Forschungsprojekt wird von der Christian-Albrechts-Universität zur Kiel (CAU) unter Leitung von Prof. Dr. Henny Piezonka zusammen mit unserer Fakultät (Prof. Dr. Martin Oczipka) und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften (Prof. Dr. Chuluun Sampildonov) betrieben. Es wird von der Gerda-Henkel-Stiftung im Rahmen des Förderschwerpunktes „Lost Cities – Wahrnehmung von und Leben mit verlassenen Städten in den Kulturen der Welt“ gefördert.

bearbeitete Fassung einer Mitteilung der Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel