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Dipl.-Ing. (FH) Christoph Herrmann

Doktorand im Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Im Jahr 2005 begann ich das Studium des Vermessungswesens an der HTW Dresden. Die forschende Arbeit in der Diplomphase hat mich nachhaltig begeistert. Mit dem Abschluss fiel dann die Entscheidung für den Weg der Promotion nicht schwer. Jedoch ließ sich kurzfristig nach dem Abschluss im August 2009 keine geeignete Doktorandenstelle finden. Ich begann daher ein Praktikum bei der VMT GmbH in Bruchsal. Dort konnte ich Kenntnisse im Bereich Industrievermessung, die ich mir während der Diplomarbeit aneignete, erweitern und vertiefen. Zu den Hauptaufgaben gehörte die Vermessung verschiedenster Bauteile (Schalungen, Gasturbinen, Motorteile) mit Lasertrackern zum Zwecke der Qualitätssicherung.

Durch VMT erschloss sich mir noch ein zweiter Aufgabenbereich in der Praxis: die Tunnelvermessung. Als enger Partner von Herrenknecht, dem Marktführer im Bereich Tunnelvortriebstechnik, ist VMT weltweit an den verschiedensten Tunnelprojekten beteiligt. Das Spektrum reicht dabei von kleinsten Tunneln (Ø 1.2 m) bis hin zu Großtunnel-Projekten (Ø 10 m und mehr), wie dem Gotthard Basistunnel. Die Arbeiten am Tunnel beinhalten u. a. die Vermessung des Grundlagennetzes (Portalnetz), Einbau des Navigationssystems für die Tunnelbohrmaschine und regelmäßige Kontrollmessungen der Tunneltrasse.

Seit März 2010 bin ich als akademischer Mitarbeiter am Geodätischen Institut (GIK) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beschäftigt. Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich. Das Schreiben von wissenschaftlichen Texten, Vorträge auf Tagungen und Konferenzen gehören ebenso dazu, wie die Lehre. Dazu kommen noch verschiedene, projektbezogene Vermessungsaufgaben und natürlich die Dissertation.

Der Weg zur Promotion ist kein leichter, auch weil den Absolventen von Fachhochschulen teilweise noch zusätzliche Leistungen (zusätzliche Prüfungen zum Qualifikationsnachweis) abverlangt werden. Andererseits löst die Aufgabenvielfalt große Begeisterung aus und eröffnet die Chance, eigene Ideen, Methoden und Modelle zu erforschen und aktiv einen Beitrag an der Entwicklung der Geodäsie zu leisten.

Aktualisiert: 24.01.2019  |  Autor: Ch. Herrmann & R. Lehmann