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Bericht von Alexander Pamler und Sebastian Blumrich

Bericht zum Austauschpraktikum an der Fachhochschule Nordwestschweiz vom 26.05. bis 06.07.2014

Das Praktikum wurde in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik am Sitz der Fakultät in Muttenz im Kanton Basel-Landschaft. Die Vermessung des im Rahmen der Projektwoche als 3D-Modell zu visualisierenden Objektes erfolgte in Schaffhausen. Dabei wurden mit fotogrammetrischen und geodätischen Techniken Oberflächendaten der Festungsanlage Munot erfasst. 

Die Anreise erfolgte individuell am 25. Mai nach Basel, dort wurden von der FH NW Zimmer in der örtlichen Jugendherberge bereitgestellt. Die eigentliche Projektwoche begann am Montag den 26. Mai um 8 Uhr in der Fakultät Geomatik mit einer Vorstellung der Ziele der Projektwoche und einer kurzen Einweisung in die Aufgabenstellung der einzelnen Gruppen. Danach erfolgte die Abreise nach Schaffhausen und dort wiederum eine kurze Ortsbegehung der Festung. In Schaffhausen wurde wiederum eine Unterkunft in der örtlichen Jugendherberge durch die Fakultät bereitgestellt. In den folgenden zwei Tagen wurden die Vermessungsarbeiten in und um die Festung Munot durchgeführt. Dazu wurde zuerst ein Grundlagennetz mittels GNSS bestimmt und Punkte für die Luftbildauswertung visualisiert. Darauf aufbauend wurden mittels Polygonzug Punkte im Inneren der Burganlage bestimmt und vermarkt. Von diesen Punkten aus wurde anschließend mit Hilfe des Leica P20 Scanners und der Totalstation Leica MS50 Scanns der Innenräume angefertigt. Parallel dazu erfolgte eine Befliegung des Objekts mittels der Mikrodrohne eBee der Firma Sensefly. Abschließend erfolgte eine fotogrammetrische Erfassung des Außenbereichs sowie Panoramaaufnahmen des Objektes.

Das verlängerte Wochenende vom 29.05. bis 01.06. stand zur freien Verfügung und wurde in Basel verbracht.

Ab Montag den 02.06. wurde mit der Auswertung der Messdaten begonnen. Dazu wurde zuerst eine Ausgleichung des gemessenen Grundlagennetzes durchgeführt, auf deren Grundlage die Daten der Scanns sowie die ausgewerteten Luftbilder und Außenaufnahmen orientiert wurden. Nach der Orientierung der Bilder wurden daraus Punktwolken erzeugt und diese mit den Scannerdaten zusammengefügt. Die Ergebnisse wurden abschließend am 06.06. in einem Vortrag der einzelnen Gruppen präsentiert.

Insgesamt kann man sagen, dass wir in dieser Zeit einige neue Geräte und Software kennengelernt haben, außerdem musste die gesamte Arbeitsorganisation selbständig gestaltet werden, was bei einem Projekt dieser Größe einige Absprachen erfordert. Bei der Betreuung durch die Hochschule Nordwestschweiz bemerkte man anfängliche Abstimmungsschwierigkeiten aufgrund des Wechsels des für den Austausch verantwortlichen Ingenieurs, die aber durch die Studenten vor Ort sehr gut kompensiert wurden.

Das projektbezogene Arbeiten führt zu einer intensiveren Auseinandersetzung mit den verwendeten Messverfahren, einer Verbesserung der Selbstorganisation und Kommunikationsfähigkeit innerhalb und zwischen den einzelnen Gruppen und steigert die Motivation der Studierenden. Die Möglichkeit solche Projekte durchzuführen würde eine Bereicherung des Studienalltags an der HTW darstellen.

Alexander Pamler und Sebastian Blumrich

Aktualisiert: 24.01.2019  |  Autor: Alexander Pamler und Sebastian Blumrich