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Sexuelle Belästigung


Sexuelle Belästigung im Studium und am Arbeitsplatz zu thematisieren, stellt für die Betroffenen oft ein großes Problem dar, gerade weil die Spannbreite ihrer Formen groß ist. Als sexuelle Belästigung gelten:

  • sexuell herabwürdigender Sprachgebrauch
  • entwürdigende Bemerkungen oder Witze über Personen, ihren Körper, ihr Verhalten oder ihr Intimleben
  • Gesten und nonverbale Kommentare mit sexuellem Bezug
  • verbale, bildliche oder elektronische Präsentation pornographischer oder sexistischer Darstellungen sowie das Kopieren, Anwenden oder Nutzen von entsprechenden Computerprogrammen auf hochschuleigenen EDV-Anlagen
  • unerwünschte Berührungen oder körperliche Übergriffe
  • unerwünschte Aufforderung oder Nötigung zu sexuellem Verhalten
  • Verfolgung und Nötigung mit sexuellem Hintergrund


Den Betroffenen fällt es häufig sehr schwer zu entscheiden, ob die von ihnen empfundene Kränkung bzw. Verletzung des Schamgefühls nicht doch eher auf eine zu hohe persönliche Empfindlichkeit zurückzuführen ist. Dabei werden Tatbestände, die eindeutig als sexuelle Belästigung einzustufen sind, oftmals unter den Teppich gekehrt - sehr zu Lasten der Betroffenen, die sich der Situation in den meisten Fällen nicht dauerhaft entziehen können.

Die Definition der EU-Kommission "Zum Schutz der Würde von Frauen und Männern am Arbeitsplatz" bringt Licht ins Dunkel, hier heißt es:

"Das wesentliche Merkmal einer sexuellen Belästigung ist die Tatsache, dass sie von der betroffenen Person unerwünscht ist; die einzelnen Menschen müssen selbst bestimmen, welches Verhalten für sie akzeptabel ist und welches Verhalten sie als beleidigend empfinden."

D.h. alle sexuell bestimmten Handlungs- und Verhaltensweisen, die von der betroffenen Person als entwürdigend, verletzend oder unerwünscht wahrgenommen werden und deshalb von ihr zurückgewiesen wurden, fallen eindeutig unter den Begriff der sexuellen Belästigung. Als besonders schwerwiegend sind sexuelle Belästigungen zu werten, die unter Ausnutzung von Abhängigkeitsverhältnissen am Arbeitsplatz und im Studium erfolgen.

Die Gleichstellungsbeauftragte ist in Fällen von sexueller Belästigung die richtige Ansprechpartnerin an der Hochschule. Sollte Ihnen als StudentIn oder MitarbeiterIn sexuelle Belästigung widerfahren sein, so wenden Sie sich bitte entweder an die Gleichstellungsbeauftragte Ihres Fachbereichs oder an die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten können sie beraten, wie in Ihrem speziellen Fall verfahren werden soll. Selbstverständlich werden solche Gespräche streng vertraulich verhandelt und führen nur bei Ihrem Einverständnis zu weiteren Schritten.

Aktualisiert: 02.03.2017  |  Autor: E. Hartmann