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Sexuelle Diskriminierung, sexistische Äußerungen


Sexuelle Diskriminierung oder sexistische Äußerungen in Arbeitszusammenhängen oder Lehrveranstaltungen lassen sich noch schwerer orten als sexuelle Belästigung. Viele Frauen sind so an sexistische Bemerkungen in ihrem Umfeld gewöhnt, dass sie diese als Lappalien abtun, obwohl sie sich dabei sehr unwohl fühlen. Gerade in Studienrichtungen bzw. Arbeitsfeldern, die männlich dominiert sind, weht oftmals noch ein antiquierter sexistischer Wind.

In Meyers Taschenlexikon wird der Begriff "Sexismus" wie folgt definiert:
"Sexismus, in Analogie zum Begriff Rassismus gebildete Bezeich­nung für die wertende Annahme, dass sich Frauen von Männern auf Grund ihrer biologischen Unterschiede auch in ihrem Denk­en und Handeln unterscheiden und verschiedene geistige und seelische Eigenschaften besitzen. Sexismus bildet die ideolo­gische Grundlage für die Diskriminierung und Unterdrückung des weiblichen durch das männliche Geschlecht."

Äußerungen, die Frauen die Fähigkeit absprechen, bestimmten Gedankengängen zu folgen, bestimmte Tätigkeiten auszuüben oder sie gar an "ihre eigentliche Bestimmung als Frau" erinnern, mögen zwar humorig gemeint sein, offenbaren aber eine paternalistische Weltanschauung, die auf Stereotypen und Vorurteilen basiert und Frauen als gleichberechtigte Mitmenschen negiert. Bei denjenigen, die solchen Äußerungen ausgesetzt sind, bleibt die berechtigte Befürchtung, dass die derart zur Schau gestellte Einstellung nicht nur verbale Seitenhiebe, sondern auch konkrete materielle Nachteile mit sich bringen kann.

Es ist festzuhalten, dass sich nicht nur Männer, sondern auch Frauen sexistisch verhalten können: indem sie sich der gleichen Vorurteile bedienen wie Männer und die sexistischen Strukturen mittragen. In der Regel sind allerdings doch zumeist Frauen Opfer des verbalen, nonverbalen und vor allem des institutionellen Sexismus.

Sollten Sie ZeugIn oder AdressatIn solcher "Verbalattacken" geworden sein, wenden Sie sich bitte an die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule oder Ihres Fachbereichs. Bei der Schaffung eines angenehmen Arbeits- und Studienklimas, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt an einem Strang ziehen, sind wir auf Ihre Mitarbeit angewiesen.

Aktualisiert: 02.03.2017  |  Autor: E. Hartmann