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Informationen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM)

Im Juni 2013 wurde vom Personalrat und der Hochschulleitung der HTW Dresden die Dienstvereinbarung zum BEM auf der Grundlage des Sozialgesetzbuches IX (§84, Absatz 2) unterzeichnet.

 

Damit verpflichtet sich der Arbeitgeber, Arbeitnehmer, die länger als sechs Wochen im Jahr erkrankt sind, aktiv zu unterstützen.

Ansprechpartner für Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Angelika Ludwig Rechenezentrum
Raum Z 154A
Telefon Hausapparat 3529
E-Mail ludwig@rz.htw-dresden.de
Christiane Richter Fakultät Geoinformation
Raum M 528A
Telefon Hausapparat 2936
E-Mail christiane.richter@htw-dresden.de

Was ist das und wo steht es?

"Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist Teil der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinem Beschäftigten. Es ist das gemeinsame Ziel der Dienststelle, des Personalrates und der Schwerbehindertenvertretung, die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit und -motivation zu steigern. Dadurch soll eine möglichst dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht werden. Das BEM beruht auf Freiwilligkeit, Dialog und Konsens und hat keinerlei sanktionierenden Charakter. Es basiert auf der Grundlage des § 84, Abs. 2 des Sozialgesetzbuches (SGB) IX." Quelle: Präambel unserer DV der HTW mit dem Personalrat.

Praxisleitfaden für Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

Entscheidet sich der Arbeitnehmer für ein erstes BEM-Gespräch, so können im Rahmen dieses und folgender Gespräche auch weitere Personen, wie z.B. Betriebsrat/Personalrat, Betriebsarzt, Sozialbetreuung oder andere Vertrauenspersonen daran teilnehmen. Auch hierüber entscheidet der Mitarbeiter.

 

Ziel der Rückkehrgespräche ist es, dem Beschäftigten die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, eine erneute Erkrankung aufgrund derselben Ursachen zu verhindern und somit den Arbeitsplatz zu erhalten. Es soll in diesem Rahmen gemeinsam mit dem Arbeitgeber danach geschaut werden, ob es möglicherweise auch Ursachen im Arbeitsumfeld gibt, die dazu geführt haben, dass er erkrankt ist.

Arbeitsplatzbedingte Ursachen könnten z.B. sein:

  • Überlastung durch Arbeitsmenge,
  • permanenter zeitlicher Druck,
  • viele Überstunden,
  • zu starre Arbeitszeitgestaltung,
  • schlechte Arbeitsorganisation,
  • Konflikte mit Kollegen (Mobbing),
  • Konflikte mit Vorgesetzten (Bossing),
  • resultierende psychische Belastung
  • schlechte ergonomische Verhältnisse am Arbeitsplatz oder
  • permanente einseitige körperliche Belastung.

Beginn des Verfahrens

Entsprechend der Angebote des Anschreibens nimmt der Betroffene zuerst Kontakt zu einer Person des Vertrauens (§ 5) auf. In einem Klärungsgespräch werden insbesondere folgende Inhalte besprochen:

  • Ziele des BEM und den weiteren möglichen Ablauf des Verfahrens
  • Ursachenklärung zur Erkrankung, insbesondere deren Auswirkung auf Leistungseinschränkung/en im Arbeitsleben (körperlicher und psychischer Art)
  • Vertraulichkeit des Gesprächs, Umgang mit Krankheitsdiagnosen und -prognosen, Datenschutz
  • Erste Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten bei der Integration ins Arbeitsleben
  • Bei Bedarf Unterstützungsangebot bei der Beantragung eines Grades der Behinderung, Hinweise zu Formen der Teilzeitbeschäftigung und Erwerbsminderungsrente
  • Hilfen externer Rehabilitationsträger zur Beschäftigungsförderung
  • Erarbeitung erster Vorschläge zur Unterstützung des beruflichen Wiedereinstieges
  • Klärung der Fortführung des BEM.

Nimmt der Betroffene das Angebot zur Fortsetzung des betrieblichen Eingliederungsmanagements an, erhält er über den Arbeitgeber eine Einladung zum Präventionsgespräch.

Fakten

35,9 % der erkrankten Erwerbstätigen sind chronisch oder langzeitkrank

  • Hohe arbeitsbedingte (Mehrfach-)Belastungen als wesentliche Risikofaktoren chronischer Erkrankungen und Behinderungen
  • Belastende und gering qualifizierte Tätigkeiten mit geringen Handlungsspielräumen korrelieren mit hohen AU-Zeiten und Erwerbsunfähigkeitszahlen
  • Arbeitsbedingte Belastungen werden häufig unterschätzt bzw. verdrängt

Mehr als zwei Drittel der chronisch Kranken sind zwischen 40 bis 65 Jahre alt

  • Personenkreis mit überproportional hohem Rehabilitationsbedarf
  • Alterung der Belegschaft hat Erhöhung chronischer Erkrankungen zur Folge
Aktualisiert: 21.08.2017  |  Autor: K. Werner