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Neuigkeiten/Pressemitteilungen

Bessere Startbedingungen ins Maschinenbaustudium

Abschluss-Workshop des Hochschultransferprojektes Maschinenhaus des VDMA an der Fakultät Maschinenbau -  Übergabe des Teilnahmezertifikats VDMA-Initiative, Foto: HTW Dresden/Peter Sebb

Abschluss-Workshop des Hochschultransferprojektes Maschinenhaus des VDMA an der Fakultät Maschinenbau - Übergabe des Teilnahmezertifikats VDMA-Initiative, Foto: HTW Dresden/Peter Sebb


27.04.2017 Am 27. April fand an der HTW Dresden die Abschlussveranstaltung des Maschinenhaus-Transferprojekts statt.

Die Hochschule und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ziehen eine positive Bilanz ihres gemeinsamen Projekts und überraschen mit einer grundlegenden Änderung im Studienablauf: „Wir haben die erstmalige Einführung eines Moduls mit dem Arbeitsnamen 'Studienkompetenzen' geplant. Es soll ab dem Wintersemester 2018/2019 im Rahmen einer Neufassung der Studien- und Prüfungsordnung in Kraft treten“, verkündet Studiendekan Prof. Gunther Naumann. „Es geht uns darum, die Studienanfänger noch intensiver zu begleiten, um sie einerseits für das Ingenieurstudium zu motivieren, sie aber andererseits in Selbstorganisation und Eigenverantwortung zu stärken.“

Für einen reibungslosen Übergang an die Hochschule

In einer ersten Gesprächsrunde mit Verantwortlichen, Lehrenden und Studierenden im Juli 2016 erfassten Experten des VDMA und des Hochschulberatungsinstitut HIS-Hochschulentwicklung den Status quo und analysierten die Modulhandbücher des Studiengangs. Ihre Erkenntnisse spiegelten sie in einem Reflexionsworkshop an die Hochschule zurück. Thilo Weber, Referent für Bildungspolitik und Projektleiter Maschinenhaus beim VDMA, berichtet: „Der Übergang an die Hochschule hat sich als wichtiges Handlungsfeld herauskristallisiert. Passend dazu hatte die Hochschule das Ziel, die Studieneingangsphase, die Studien- und Prüfungsordnung und das Curriculum zu überarbeiten.“

An die Hand und in die Pflicht nehmen

Wichtig war der Hochschule, ein für alle Erstsemester verpflichtendes Angebot und damit gleiche Startbedingungen zu schaffen – unabhängig davon, mit welchen Bildungsvoraussetzungen sie an die Hochschule kommen. In dem eng getakteten Curriculum war es nicht einfach, zusätzliche Veranstaltungen unterzubringen, an anderer Stelle musste zugunsten des zusätzlichen Moduls gekürzt werden. „Das war eine Herausforderung, denn alle anderen Lehrinhalte sind ebenfalls wichtig“, sagt Studiendekan Naumann. „Ich bin stolz darauf, dass sich alle Beteiligten kompromissbereit gezeigt haben.“ Im zukünftigen Einstiegsmodul engagieren sich neben vielen Lehrenden auch Studierende der höheren Semester, um den Erstsemestern die Freude am Maschinenbaustudium vorzuleben und sie zu motivieren. Mit fakultativen Tutorien begleiten sie die Lehrveranstaltungen der Lehrkräfte. Thilo Weber lobt die Innovation der Hochschule Dresden: „Ich bin von der Gratwanderung, die alle Akteure vollführen, beeindruckt. Sie nehmen die Studieneinsteiger gleichermaßen an die Hand und in die Pflicht.“

Intensiv-Sprachkurse für internationale Studierende

Ein weiterer Schwerpunkt des Transferprojekts der HTW Dresden war die Einbindung internationaler Studierender, die es an die Fakultät für Maschinenbau zieht. Sie werden traditionell an der Fakultät sehr eng betreut und erhalten seit kurzem eine intensivierte Deutschausbildung in Zusammenarbeit mit dem Sprachenzentrum der HTW Dresden. Das Konzept sieht vor einen Intensiv-Sprachkurs im Sommer vorzuschalten und die Sprachausbildung auch im laufenden Semester aufzustocken. „So ermöglichen wir den Studierenden einen besseren Übergang zum regulären Lehrbetrieb“, betont Naumann. Auf diesem Gebiet sammelt die Fakultät derzeit erste Erfahrungen.

Über das Maschinenhaus – die VDMA-Initiative für Studienerfolg

Das Maschinenhaus als Campus für Ingenieurinnen und Ingenieure besteht aus zwei Phasen: Gemeinsam mit dem Partner, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung, wurde das theoretische Fundament gelegt. In der ersten Phase wurden die Studienbedingungen in den Fachbereichen und Fakultäten des Maschinenbaus und der Elektrotechnik analysiert. Daraus entstand das Referenzmodell für gute Lehre, das mithilfe einer Befragung aller Hochschulen weiter ausgearbeitet wurde. Phase zwei läuft seit 2013. Mit mehreren VDMA-finanzierten Beratertagen an Hochschulen im gesamten Bundesgebiet gelangt die Theorie in die Hochschulpraxis. Eine Toolbox mit den erfolgreichsten Maßnahmen, Indikatoren und Instrumenten übersetzt das Konzept für die Praxis. Im „Erfahrungsaustausch (ERFA) Maschinenhaus“ kommen Fachleute von Hochschulen zwei- bis dreimal jährlich zusammen, um über aktuelle Fragen rund um das Thema Qualitätsmanagement und Lehre zu diskutieren. Darüber hinaus vergibt der VDMA im Jahr 2017 zum dritten Mal den mit 150.000 Euro dotierten Hochschulpreis. Er honoriert Konzepte für die Erreichung von mehr Studienerfolg und setzt damit ein Zeichen für die Bedeutung der Lehre an den Hochschulen. Zur Preisverleihung am 9. Mai 2017 werden u.a. die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, und die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, erwartet.

http://www.vdma.org/maschinenhaus  

 

Kontakt VDMA

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e.V.

Thilo Weber

thilo.weber@vdma.org

 

Kontakt HTW Dresden

Fakultät Maschinenbau

Prof. Dr. Gunther Naumann

gunther.naumann@htw-dresden.de