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Prüfen

Prüfungen nehmen eine zentrale Rolle im Semesterablauf und im Leben der Studierenden ein. Sie bestimmen über Studienerfolg (oder -misserfolg) und geben dem Studierenden Hinweise darauf, wo er steht. Viele Studierende lernen dann, wenn die Prüfungsphase näher rückt, eben weil Prüfungen meist in Form summativer Prüfungsformen zum Semesterende durchgeführt werden.

Mit Prüfungen lässt sich das Lernverhalten der Studierenden sehr stark beeinflussen. Indem Sie bereits während des Semesters den Wissensstand überprüfen, wird ein kontinuierlicheres Lernverhalten bei den Studierenden ermöglicht. So wissen auch Sie rechtzeitig, wo noch Verbesserungen oder Wiederholungen notwendig sind. Die Prüfungsform und deren Gestaltung hängt dabei eng mit den Kompetenzen zusammen, die bei den Studierenden aufgebaut werden sollen. D.h. sie sollten nur das überprüfen, was Sie auch vorher gelehrt haben (also die gesetzten Lehrziele überprüfen) und dabei auf das Kompetenzniveau achten (siehe auch Kompetenzorientierung).


Prüfen im Semesterverlauf

Für das s.g. formative Prüfen im Semesterverlauf gibt es verschiedene Prüfungsformen, z.B.:

  • Online-Tests
  • Vorträge
  • Blog-Beiträge
  • Portfolio-Arbeit
  • Aufgaben nach dem Peer-Review-Verfahren

Online-Tests

Um dem Studierenden oft die Gelegenheit zu geben, zu überprüfen wie sein Lernstand ist, können Online-Tests eingesetzt werden. Vorteil: einmal vorbereitet erfolgt die Auswertung automatisch. Nachteil: nicht jedes Kompetenzniveau ist elektronisch abprüfbar.

Ansprechpartner

Dipl. Inf. (FH) Jana Halgasch, Prof. Ralph Sonntag

Neben den üblichen summativen Prüfungsformen (Klausur, mündliche Prüfung) gibt es alternative Prüfungsleistungen, die verstärkt Eingang in Module und Lehrveranstaltungen finden. Diese Prüfungsformen bieten einen gewissen Gestaltungsfreiraum und können studienbegleitend abgelegt werden. Das hat für den Studierenden den großen Vorteil, dass er schon außerhalb des Prüfungszeitraums Kenntnis über seinen Lernstand erreicht.

Alternative Prüfungsleistungen an der HTW Dresden

Welche Prüfungsformen Ihnen zur Verfügung stehen, sollten Sie in der Prüfungsordnung des jeweiligen Studiengangs nachlesen. 

  • Referate sind selbstständige mündliche Darstellungen theoretischer und/oder experimenteller Ergebnisse mit Hilfe geeigneter audio-visueller Medien vor einem Publikum ggf. mit anschließender Fachdiskussion.
  • Entwurfsprojekte sind umfangreiche schriftliche und/oder zeichnerische Einzel- oder Gruppenarbeiten mit Projektdokumentation und ggf. öffentlicher Verteidigung der Ergebnisse.
  • Belege sind kurze schriftliche Ausarbeitungen zu einzelnen Aufgabenstellungen eines Moduls als Hausaufgabe oder selbstständige schriftliche Arbeiten ohne Beschränkung der Hilfsmittel, in denen theoretische und/oder experimentelle Erkenntnisse eines abgeschlossenen Teilgebietes zusammengefasst, ausgewertet und diskutiert werden.
  • Computerprojekte erfordern umfangreiche Anwendung von Software ggf. Einschließlich Auswertung und Diskussion derselben.
  • mündliche Leistungskontrollen sind im Gegensatz zu den komplexeren Mündlichen Prüfungen Vorträge und/oder die Beantwortung von Fragen zu kleineren inhaltlich begrenzten Lerneinheiten, welche einzeln oder in Gruppen mit einer Dauer zwischen 10 und 30 Minuten durchgeführt werden.
  • schriftliche Leistungskontrollen und Tests sind im Gegensatz zu den komplexeren schriftlichen Prüfungen schriftliche Abfragen meist kleinerer inhaltlich begrenzter Lerneinheiten von maximal 90 Minuten Dauer.
  •  computergestützte Prüfung ist eine an einem PC durchgeführte Prüfung, bei der mittels einer Software Aufgaben zu den in der Modulbeschreibung vorgesehenen Themenfeldern vom Studierenden bearbeitet werden, z. B. Erstellung von 2D oder 3D-Zeichnungen.
  • Praktikumsbelege sind Belege, in denen die im praktischen Studiensemester eigenständig erarbeiteten Erkenntnisse zusammengefasst, ausgewertet und diskutiert werden.

Kompetenzorientiert prüfen

Nicht alle Prüfungsformen sind geeignet, um bestimmte Kompetenzen abzuprüfen. An folgender Grafik kann sich bezüglich der Passfähigkeit von Kompetenzen und Prüfungsart orientiert werden.


Ansprechpartner

MA Alexandra Seifert

Es gibt vielfältige Gründe für zu hohe Durchfallquoten, auf jeden Fall müssen diese individuell analysiert werden. Eventuell lässt die Evaluation der Lehrveranstaltung Rückschlüsse auf mögliche Gründe zu.

Tipps für die Planung und Durchführung der Lehrveranstaltung

In den MINT-Fächern sind die Durchfallquoten meist höher. Gründe dafür sind oft in den unterschiedlichen Vorkenntnissen der Studierenden, deren Motivation für ihr Studienfach und deren Selbstorganisation zu finden. Mit einer auf Studienerfolg ausgerichteten Planung der Lehrveranstaltung können die Studierenden in ihrem Lernprozess unterstützt werden: 

  • Motivierende Elemente berücksichtigen 
  • Studierende in den Lehrveranstaltungen aktivieren
  • unterschiedliche Lernertypen ansprechen 
  • Lernerfolg studienbegleitend messen 
  • Vielfältige Methoden einsetzen

Prüfungen überarbeiten?

Wichtig bei der Planung von Prüfungen ist immer, die Lernziele der Studierenden im Auge zu behalten. Ist die Prüfungsform und die Prüfungsmethodik nicht genügend auf die zu überprüfenden Kompetenzen und Inhalte der Veranstaltung abgestimmt, kann es vorkommen, dass die Prüfung nicht die Kompetenzen prüft, die durch die Veranstaltung aufgebaut worden sind.

Hier lohnt sich eine genaue Analyse des Lernprozesses im Sinne des Constructive Alignement. Das Constructive Alignement ist kein Allheilmittel, nimmt aber verstärkt den Lernprozess des Studierenden in den Blick und gibt eine Orientierung zur optimalen Planung einer Lehrveranstaltung.  

Ansprechpartner

Prof. Ralph Sonntag, Dipl. Inf. (FH) Jana Halgasch

Aktualisiert: 16.10.2017  |  Autor: Jana Halgasch