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Exkursion

Konstruktiver Ingenieurbau (26.09. - 28.09.2017)

Gemäß Tradition der Fakultät Bauingenieurwesen fand sich auch dieses Jahr wieder eine Gruppe von 27 Studierenden (7. Semester und höher), drei Professoren und zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen für eine dreitägige Studienfahrt zusammen.


TAG 1: Nach einer etwa dreistündigen Busfahrt von Dresden nach Gräfenhainichen wurde das erste Ziel, die Firma AMBAU GmbH, erreicht. In einer Präsentation stellte Herr Schoene das Unternehmen kurz vor, welches sich vor allem auf die Fertigung der Türme von Windenergieanlagen spezialisiert hat. Anschließend wurde das Werk besichtigt und wir hatten die Möglichkeit die verschiedenen Bauteile von Windenergieanlagen für den Onshore- und Offshorebereich aus der Nähe zu betrachten. Wir lernten den gesamten Fertigungsprozess von Zuschnitt, über Biegemaschinen, Unterpulverschweißen (UP), Zusammenfügen einzelner Segmente zum Turm, Beschichtung bis zur Endmontage kennen. Danach ging es weiter zur Jugendherberge nach Oldenburg.

TAG 2: Am zweiten Tag stand nach dem Frühstück eine Fahrt zur Firma Niedersachsen Ports in Wilhelmshaven auf dem Programm. Dort hörten wir einen ausführlichen Vortrag über die Firmenstruktur, die größten Bauvorhaben und deren Komplikationen bzw. Lösungen. Es folgte eine Besichtigung der Hafenanlage „JadeWeserPort“, welche durch Sandaufspülung zu einem gigantischen Umschlagplatz für die größten Containerschiffe herangewachsen ist. Nach dem anschließenden Mittagessen, welches freundlicherweise für uns hergerichtet wurde,
begann die Weiterfahrt nach Emden zur Baustelle „Nesserlander Schleuse“ von Niedersachsen Ports. Es folgte ein ausführlicher Vortrag über den Baufortschritt und die Bedeutung dieser Schleuse für den tidenunabhängigen Betrieb des Binnenhafens von Emden. Das Highlight des Tages war die erstmalige Öffnung der neuen Klappbrücke, bei der wir live dabei sein durften. Durch bereits erworbenes Wissen konnte über das statische System, die Lagerung der Brücke und die Bauart rege diskutiert werden. Für die Abendgestaltung gab es eine Tischreservierung im Brauhaus von Oldenburg. In einer geselligen Runde lernten sich die Studierenden und Professoren noch besser kennen.

Nesserlander Schleuse

Klappbrücke an der Nesserlander Schleuse

TAG 3: Das letzte Ziel der Studienfahrt war das Werk der Firma Peiner Träger GmbH. Dort angekommen, musste sich die komplette Gruppe erst einmal mit Sicherheitskleidung ausrüsten. Nach einer kurzen Einweisung gab es auch hier sehr interessante Führungen -zuerst durch das Stahlwerk und anschließend durch das erste Walzwerk (Schwere Trägerstraße STS). Besonders beeindruckend war der Elektrolichtbogenofen mit seinem ca. 3500 Grad heißen Lichtbogen, welcher hörbar und spürbar (durch Vibrationen in der Halle) den Stahlschrott einschmelzt. Aus der Schmelze wird im Stranggussverfahren ein Rohling geformt. Nach einer Stärkung in der Kantine, in die wir von der Firma Peine zum Mittagessen eingeladen wurden, ging es in das zweite Walzwerk (Universalmittelträgerstraße UMIT), wo die Rohlinge durch Erwärmen und Formen zum Endprodukt verschiedener HE-Querschnitte gewalzt werden. Nach der Besichtigung des Walzwerkes fuhr der Bus wieder zurück nach Dresden.
Die Studierenden und der Lehrbereich Konstruktiver Ingenieurbau bedanken sich herzlich bei den Verantwortlichen und beteiligten Mitarbeitern der Unternehmen für die hervorragende Organisation, den freundlichen Empfang und die sachkundigen Führungen, die bedeutend für die praxisgerechte Ausbildung der Studierenden sind.

Verfasst von:
Robert Müller und Lisa Spauke

Aktualisiert: 24.01.2019  |  Autor: D. Schmidt/Chr. Podgorski