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Prof. Bernd Neander


Zur Person:

Von 1981 bis 1985 Studium der Visuellen Gestaltung an der HfG Schwäbisch Gmünd. Nach kurzer Assistenzzeit ab 1986 bis 1995 regelmäßige Lehraufträge für Gestaltungsgrundlagen in verschiedenen Studiengängen an der HfG Schwäbisch Gmünd und von 1993 bis 1994 am damaligen neugegründeten Fachbereich Gestaltung der HTW Dresden. Parallel ab 1986 Büro für Gestaltung mit Auftraggebern aus Wirtschaft / Kommunen / Kultur mit Projektschwerpunkten Unternehmenskommunikation / Ausstellungsgestaltung.

Seit 1995 Professur für zwei- und dreidimensionale Grundlagen der Gestaltung am Fachbereich Gestaltung, jetzt Fakultät Design der HTW Dresden. Beteiligt an der Hochschulselbstverwaltung als Vorsitzender des Prüfungsausschusses, (auch Dekan, Prodekan, Studiendekan) und ständiges Mitglied im Fakultätsrat. Ansonsten Gutachten, Vorträge, Veröffentlichungen, Mitarbeit im Jurys, Gremien, Kommissionen usw …


Zur Lehre:


Schwerpunkte der Lehre an der Fakultät Design sind Grundlagen der Gestaltung, Projektentwicklungen im Zusammenspiel mit Kooperationspartnern, Erkundungen in intermedialen Blickfeld und die Begleitung von Abschlussarbeiten.

Für mich erfordern gerade die Gestaltungsgrundlagen eine andere Strukturierung der Lehre als bisher, bedingt durch Erweiterungen von gestalterischen Kategorien wie Zeit und Bewegung oder Navigation und Orientierung im Raum und eine für das traditionelle Vorstellungsvermögen unglaubliche Entwicklung der Simulierbarkeit von Entwurfs- und Darstellungsprozessen und deren physischer Reproduktion.

So verstehe ich Gestaltungsgrundlagen nicht als ein horizontales basisbildendes Modell, sondern vertikal orientiert entlang der Entwicklungsstufen im Studienverlauf. Hier besteht überall die Gelegenheit (und Notwendigkeit) - abgekoppelt von den spezifischen Bedingungen problemlösungsorientierter Aufgaben - Schnittstellen für erweiterte programmatische, konzeptionelle oder experimentelle Kompetenz- und Erfahrungsvermittlungen zu generieren.

Statt die Grundlagenausbildung in traditioneller Weise weiter fächerartig zu verschulen, sollte sie deshalb mehr als variables Modell definiert sein, auf dem - entlang von Schnittstellen - die unterschiedlichsten (gestaltungs-)praktischen und (gestaltungs-)theoretischen Konzepte als Fertigkeiten, wie als Wissen transferiert werden können. Nicht zeitlich gebunden in einem statischen Modell, sondern auf zukünftige Entwicklungen und Anforderungen dynamisch reagierend, durch Hinzufügen oder Abkoppeln von Schnittstellen zu jeweils relevanten Wissensfeldern und ästhetischen Kompetenzen.

Für Studierende ist es eine wichtige Erfahrung, Sinn und Zweck jeglichen gestalterischen Handelns zu hinterfragen und dabei die Überschneidungen zwischen grundlagenorientierten Aufgabenstellungen und realitätsnahen Problemstellungen zu reflektieren. Dazu gehören auch selbstkritische Blicke auf allzu verführerische Gestaltungsroutinen und Templates im digitalen Workflow, die schnell dazu führen können, die Studierenden in Ihrer kreativen Entwicklung zu entmündigen und anspruchsloses „Convenience Design“ zu legitimieren.

Auch sollten sich Lehrende zunehmend von ihrer traditionellen Rolle verabschieden und zusätzlich in Funktionen hineinfinden, die mehr Moderation und Wissensmanagement bedeuten, als die heute noch übliche Form der Unterweisung. Kongeniale Partner hierfür sind allerdings Studierende, die sich dazu initiativ, selbstständig und eigenverantwortlich positionieren.







Aktualisiert: 26.06.2019