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Monitoring der Stützmauer in Obervogelgesang

Scantachymeter Trimble SX10

Scantachymeter Trimble SX10

Stützmauer Obervogelgesang

Stützmauer Obervogelgesang

Seit Mitte der 1990er Jahre muss das ca. 1,8 km lange Stützbauwerk an der DB-Strecke Schöna – Dresden regelmäßig auf Standfestigkeit geprüft werden. Die Basis für die Überwachungsmessungen unserer Fakultät bildet eine Diplomarbeit (2009). Damals wurde eine komplette Erfassung der Stützmauer durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der DB Netz AG wurden die Aufgabenstellung abgestimmt, die geodätischen Grundlagen (Festpunktnetz, Bezugssystem etc.) übernommen bzw. neu festgelegt und eine Netzmessung durchgeführt. Genutzt wurde bei dieser Nullmessung die Trimble VX Spatial Station mit ihrer Tachymeter- und Scanning-Funktion. Aller zwei Jahre erfolgte seitdem durch Studierende das Monitoring (Messung und Auswertung). Im Ergebnis konnte bisher stets eine grundlegende Stabilität nachgewiesen werden, auch wenn einzelne Steine oder Steinverbünde eine geringe Dynamik aufweisen. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse wurden kleinere Instandsetzungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Im Jahr 2017 wurde nun das Festpunktfeld erweitert und neu ausgeglichen, um eine höhere Genauigkeit und bessere Anschlussbedingungen zu schaffen.

Auswertung mit Trimble Real Works

Auswertung mit Trimble Real Works

Die eigentliche Messung der Mauer wurde dieses Mal mit dem neuen Scantachymeter Trimble SX10 erfolgreich durchgeführt. Die Erfassung der Mauer konnte 10mal schneller, und dazu noch genauer, erfolgen. Die erhobenen Scan-Daten des kompletten Bauwerks können nun direkt zur eigentlichen Deformationsanalyse in der Software Trimble Real Works ausgewertet werden. Im Ergebnis liegen u. a. Ansichten der Mauer, sowie die Oberflächeninspektion einer Pfeilerfläche vor. Damit sind Verformungen bzw. Schadstellen schneller erkennbar. Auf der Grundlage der Ergebnisse kann die Sanierung der wichtigen Strecke im oberen Elbtal noch besser koordiniert werden (https://bauprojekte.deutschebahn.com/p/oberes-elbtal).

Die nächste Überwachungsmessung wird 2019 nach Abschluss aller Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

Tobias Ehme und Pascal Poßner

 

Aktualisiert: 14.11.2017