1. Hauptnavigation
  2. Inhalt der Seite

Neuigkeiten/Pressemitteilungen

BIM-konforme Erfassung des Dresdner Hauptbahnhofs

Studierende lernen das Vermessungsprojekt „BIM-konforme Erfassung des Dresdner Hauptbahnhofs“ kennenStudierende lernen das Vermessungsprojekt „BIM-konforme Erfassung des Dresdner Hauptbahnhofs“ kennenStudierende lernen das Vermessungsprojekt „BIM-konforme Erfassung des Dresdner Hauptbahnhofs“ kennen

Bildquellen: N. Zeibig, EPV-GIV mbH


20.04.2018 Studierende lernen das Vermessungsprojekt vor Ort und aus erster Hand kennen.

In den Jahren 2001 bis 2007 erfolgte die letzte große Sanierung des Dresdner Hauptbahnhofs. Diese umfasste die Hochgleise in der Nord- und der Südhalle sowie die stählerne Tragkonstruktion der großen Bahnhofshalle. Anstelle eines Glasdaches wurden die Bogenträger mit einem äußerst robusten Membrandach (Teflon-Dach aus Glasfaser) bespannt. Der Entwurf stammte vom Stararchitekten Norman Foster. Inzwischen ist die Zeit an der Dachhaut nicht spurlos vorübergegangen. Aktuell steht in den kommenden zwei Jahren eine Fortsetzung der Sanierung des Hauptbahnhofs an. Diese umfasst neben einer Reparatur der Dachhaut (Verbesserung der Hallendachentwässerung) primär die Sanierung der sog. Tiefgleise in der Mittelhalle. Es liegt auf der Hand, dass dafür im Zeitalter des digitalen Bauens modernste Technologien bereits bei der Erfassung zum Einsatz kommen. Ein großes Dresdner Vermessungs- und Ingenieurbüro hat den Auftrag erhalten, den Bahnhof vollständig messtechnisch zu erfassen und zu modellieren. Mittels modernster Verfahren wird das umgesetzt.  Auf dieser Grundlage wird anschließend eine Modellierung des Bahnhofs erfolgen. Das im Ergebnis vorliegende BIM-Modell bildet schließlich die Grundlage für die nachfolgenden Planungs- und Bauarbeiten.

Die Firma Europrojekt Verkehr – Gesellschaft für Ingenieurleistungen im Verkehrswesen mbH (EPV-GIV) aus Dresden demonstrierte für eine Gruppe von Studierenden des 6. Semesters (Bachelorstudiengang Vermessung/Geoinformatik) vor Ort eindrucksvoll die Herausforderungen, die dieser Auftrag an die Firma stellt. Für die Außenarbeiten kommt primär ein 3D-Laserscanner von Leica und ergänzend ein Unmanned Aerial Vehicle (UAV) zum Einsatz Dieser umfangreiche Auftrag erfordert eine gute Vorbereitung und eine ausgefeilte Logistik, davon zeugen z. B. die vielen, im Bahnhofsbereich sichtbaren Passpunkte. Für die Planung der Arbeiten müssen etliche Randbedingungen beachtet werden, dazu zählt u. a. die Berücksichtigung von zeitweiligen Sichtbehinderungen durch Züge (Fahrplankenntnis). Nach einer ausführlichen Vorstellung des Projekts und der Messtechnik im Königspavillon wurden auf Bahnsteig 17 weitere Erläuterungen zu den geplanten Arbeiten gegeben.

An dieser Stelle bedankt sich die Fakultät Geoinformation ausdrücklich für die Möglichkeit, dass das Projekt vor Ort durch Mitarbeiter der Firma erläutert wurde.

Jörg Zimmermann