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Bachelor

Der Bachelorstudiengang Produktgestaltung dient der Ausbildung gestalterischer, ingenieurwissenschaftlicher, intellektueller und kommunikativer Kompetenzen für kreative Leistungen und Entwurfshandlungen im Bereich der Produktentwicklung, Neuproduktfindung sowie der Vermarktung von Produkten und Diensten.

Der Studiengang ist auf sechs Semester ausgelegt. Im vierten Semester findet ein mindestens 16 wöchiges Praktikum vorzugsweise im Ausland statt. Die ersten vier Semester dienen der Einführung in das Berufsfeld und in das Tätigkeitsspektrum, das aktuell von Produktgestaltern erwartet wird. Sie machen bekannt mit kooperierenden Berufs-, Wissenschafts- und Handlungsfeldern und vermitteln grundlegende ästhetische, intellektuelle und ingenieurwissenschaftliche Kompetenzen, die für das Entwurfshandeln, seine Darstellung und Kommunikation unerlässlich sind.

Im fünften und sechsten Semester werden in komplexer angelegten Projekten sowie in der Bachelorarbeit die zielführende Integration der erworbenen Kompetenzen trainiert, die den Absolventen einen Einsatz als Mitarbeiter von Gestaltungsbüros im Bereich des Produktdesigns und der Markenentwicklung ermöglichen sollen.


Modul System Struktur


Studierende: Michael Braun und Oleg Klaus, Modul System Struktur, Modul D112


In diesem Modul wird reflektiert, inwieweit neben formalen auch systemische Kategorien in komplexen Formationen oder Konstruktionen, in beweglichen oder starren Stabstrukturen, Mengenverpackungen, modularen Baukastensystemen oder Umhüllungen, eine Ankoppelung dieser Spezifika  an Entwurfsprozesse mit realitätsnahen Problemstellungen offerieren. Die gestalterische Relevanz von zunächst theoretischen und zweckfreien Sachverhalten wird überprüft und kultiviert, um sie dann in geeignete überschaubare Projektarbeiten zu integrieren. Der Tensegrity Tisch ist eine Studienarbeit, deren Besonderheit in der Konstruktion und in der Materialverwendung liegt. Schwerpunkt der Arbeit ist eine Stabwerkskonstruktion des Untergestells, bei dem sich die Stäbe untereinander nicht berühren sollen und nur durch Edelstahlseile über Zugkräfte miteinander verbunden sind.
Dieses bewährte Prinzip ermöglicht eine technisch und optisch interessante Konstruktion, die hohe Stabilität bei geringem Gewicht ermöglicht. Durch die freundliche und kooperative Unterstützung der Fa. Lignotube in Dresden und die Bereitstellung der innovativen „lignoTubes“ war es möglich, einen gebrauchsfähigen Prototypen in Originalgröße zu bauen.


Produkt und Poesie


Studierende: Marie-Josephine Eckloff, Modul D262


Sich mit dem Thema der Poesie im Bereich der Produktwelt zu beschäftigen, zeigt Wege auf, die „Sprache der Dinge“ zu verstehen. Dabei geht es um die Analyse einer „Grammatik“, in deren Rahmen die Ergebnisse formal-plastischer Entscheidungen, Aspekte stofflicher Qualitäten, aber auch Verhaltensdynamiken und Anmutungsqualitäten Zeichenfunktion erhalten. In der gestalterischen Anwendung dieser Ordnung liegt das Potenzial für Strategien, eine Kultur des Umganges mit den uns umgebenden Dingen zu entwickeln.

So thematisiert das Projekt SpielArt die Möglichkeiten, die sich aus der individuellen Übersetzung traditioneller, aber auch moderner Brettspiele ergeben. Im Ergebnis stehen Konzepte, die durch die Finesse ausgewählter Materialien sowie einer sorgfältigen Ausführung im Detail den Bedeutungsgehalt des Spieles sowie die Ebenen sinnlicher Erfahrungen erweitern. Nicht nur altbekannte Spiele erscheinen in neuem Licht, es werden auch Interaktionsräume für Nutzer unterschiedlichen Alters oder kultureller Herkunft geschaffen.


Design und Emotionen


Studierender: Michael Braun, Badarmatur, Modul D261

 

Dieses Modul befasst sich mit den emotionalen Qualitäten von Objekten bezüglich deren Erscheinung und in Auseinandersetzung mit ihrem Gebrauch. Erkenntnisse aus der Emotionsforschung liefern den Hintergrund für relativ harte Gestaltungsfaktoren. Erörtert werden evolutionsbedingte Aspekte ebenso wie kulturelle Konnotationen oder solche, die in Zusammenhang mit dem Objektgebrauch entstehen. Über den Entwurf eines Objektes in diesem Kontext wird den Studierenden ein Repertoire an Mitteln in die Hand gegeben, das sich differenziert in Gestaltungsprozesse einbinden lässt.


Design und Identität


Studierende 1. Semester, Modul D202

 

Der technologische Wandel führt zu einer Digitalisierung der Lebenswelt. Einhergehend hat sich der Produktbegriff erweitert. Lag die Kernkompetenz der Produktdesigner bislang darin, materielle Produkte zu gestalten, kommt es heute zunehmend darauf an, komplexe Formen der Interaktion zwischen Mensch und Produkt sowie die Kommunikation zwischen Hersteller und Zielgruppe aktiv zu gestalten.

Vor diesem Hintergrund werden im Modul wesentliche Kompetenzen im Bereich der visuellen Kommunikation im Sinne einer medienübergreifenden Darstellung vermittelt. Nach einer Einführung in die Denkmodelle und Methoden des Kommunikationsdesigns, werden grundsätzliche Wirkungsweisen von Gestaltungsprinzipien und Designelementen in Übungen erfahren und anschließend in einer Entwurfsaufgabe praktisch angewendet. Wesentlich ist das Entwickeln von Entwurfsvarianten sowie deren Umsetzung im Programm und Anwendungskontext.


Auftraggeber und Prozessmanagement


Studierende: Theresa Pazek und Julia Schmidt, DAB+ Radio Reception, Modul D251

 

In diesem Modul wird als Fallstudie eine Auftragnehmer / Auftraggeber Situation simuliert und vor diesem Hintergrund ein fiktives aber praxisbezogenes Entwurfsprojekt inszeniert. Dieses Szenario beinhaltet neben den eigentlichen Entwurfsanteilen auch die dem Entwurf vorausgehenden vertraglichen und kalkulatorischen Aspekte. Analog zur gestalterischen Praxis wird dann in einem vierwöchigen Kompaktseminar der Entwurfsprozess mit abschließender Präsentation durchgeführt.
Ziel dieses Moduls ist die Konfrontation der Studierenden mit einer möglichst realitätsnahen Entwurfssituation, in der wesentliche Produkt bestimmende Bezugsgrößen als Faktoren für den Entwurf kennen gelernt, experimentell geübt und gemeinsam ausgewertet werden sollen.


Visualisierung von Information (Neu: Design und Narration)


Studierende: Christoph Bels, Georg Jänchen und Philipp Stosch, Modul D207

 

Bildliche Formen der Kommunikation (z.B. Infografiken und Fotos) dominieren die Kommunikation von heute und sprechen die Zielgruppe emotional an. Vor diesem Hintergrund wurde gemeinsam mit den Mitarbeitern der JVA Dresden ein bildlicher Wegweiser zur Orientierung für die ersten Tage in der Haftanstalt entwickelt.

Das Modul umfasst primär die Vertiefung von Kompetenzen im Bereich der Kommunikationsgestaltung im Sinne einer medialen Inszenierung. Die Studierenden erwerben das Verständnis, die konzeptuelle Entwicklung der grafischen Relation von Bild und Text einem Inhalt und einer Aussage verpflichtend zu gestalten.

Nach einer theoretischen Einführung in Aspekte des Storytellings und der grafischen Darstellungsformen werden entlang eines Themas und einer ausgewählten Zielgruppe kommunikative Botschaften formuliert. Die Recherche von Inhalten und die Anwendung inhalts- und nutzerzentrierter Gestaltungsmethoden sind Teil der Projektarbeit.

Aktualisiert: 24.05.2017