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Master

Der Masterstudiengang Produktgestaltung dient der Weiterentwicklung der bereits angelegten Kompetenzen für kreative Leistungen und Entwurfshandlungen im Bereich der Produktentwicklung, Neuproduktfindung sowie der Vermarktung von Produkten und Diensten, welche in der Regel grundlegend während eines Bachelorstudiums mit Schwerpunkt und Profil Produktgestaltung heraus gebildet worden sind.

Der Studiengang ist auf vier Semester ausgelegt. Im zweiten Semester findet als ein Schwerpunkt der Ausbildung ein Kooperationsprojekt statt, bei dem Kompetenzen entwickelt werden zur Bildung von Innovationsnetzwerken zwischen Forschung, Gestaltung und Herstellung, sowie Fähigkeiten, als Gestalter komplexe Bedingungsgefüge und Teams bei Produktentwicklungen zu überschauen, zu organisieren und zu moderieren.

Im dritten Semester und in der Masterarbeit sollen vor allem Kompetenzen zur Entwicklung von Strategien komplexer Neuproduktfindungen und Markenentwicklungen, sowie der Implementierung von Produkten und Diensten in Märkte erworben werden. Am Ende des Studiums sollen die Studierenden in der Lage sein, selbstständig ein Gestaltungsbüro mit dem Schwerpunkt Produktdesign zu führen oder entsprechende Abteilungen in Design- und Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen zu leiten.


Kooperationsprojekt


Studierende: Konstantin George, Benedikt Seifert, Thomas Theling, Module D441 und D442


Das Kooperationsprojekt erstreckt sich über zwei Semester. In einem einführenden Seminar werden Kontakte zu Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen aufgenommen und eine kooperativ zu bearbeitende Konzeptstudie mit Forschungscharakter aufgesetzt. Im nachfolgenden Semester wird dieses Konzept durchgearbeitet und soweit möglich prototypisch umgesetzt.

Der Schwerpunkt des Moduls liegt in der interdisziplinären Entwicklung innovativer Anwendungen, die seitens der Gestalter wesentlich kulturell und seitens der Partner wesentlich technisch inspiriert ist. Bei Unternehmen heißt dies oft, Design als eigenständige Kompetenz in Innovationszusammenhängen, die ansonsten eher von technisch-wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen dominiert sind, einzubringen. In Forschungszusammenhängen ergeben sich oft hochinteressante Projekte, bei denen Grundlagenforschung in angewandte Studien transformiert wird.

Im Laufe der Jahre haben sich viele erfolgreiche Projekte und ziemlich feste Partnerschaften zwischen Industrieunternehmen oder Forschungseinrichtungen (z.B. Fraunhofer- und Leibnizinstitute) und der Fakultät Gestaltung ergeben.


Entwurf


Masterarbeit David Köhler, Modul D410


In dieser Masterthesis wurde eine Zukunftsvision des Pflegesessels entwickelt. Ein spezieller Fokus wurde auf demente Pflegebedürftige und die Anforderungen der Tagespflege gelegt. Eine wesentliche Anforderung stellt die notwendige und geforderte Liegeposition dar. Diese ist als wichtig zu betrachten, da die Besucher einer Tagespflege nur selten ein eigenes Pflegebett für die Mittagsruhe haben. Ziel war die Vereinfachung des Transfers zwischen Sessel und Stuhl oder zwischen Sessel und Bett. Die Lehne lässt sich nach unten klappen und anschließend das Polster entfernen, und der Pflegebedürftige kann mit Hilfe der Kinästhetik ins Bett bewegt werden. Mit seinen neuartigen Ansätzen vereint dieser Sessel aktuelle Erkenntnisse aus Wissenschaft, Medizin, Forschung und Technik. 2016 war der Entwurf für den Sächsischen Staatspreis für Design, in der Kategorie "Nachwuchsdesign", nominiert.


Information Design (Neu: Iterative Designprozesse)


Studierende: Marcel Ebert und Jirko Spinger, in Kooperation mit Studierenden der Fakultät Medieninformatik und Architektur, Modul D452


Ziel des Moduls ist es, ein Verständnis für die Wahrnehmung des Menschen in einem digitalen Umfeld zu erlangen sowie Denkmodelle und Praktiken des User Experience Design zu erfahren. Die Studierenden lernen Navigations- und Interaktionskonzepte sowie Orientierungs- und Ordnungssysteme zu entwickeln. Ein wichtiger Fokus ist dabei, die ästhetischen Qualitäten der Benutzeroberfläche zu gestalten.

Das aktuelle Entwurfsprojekt „Smart Resident“ ist als interdisziplinäres Seminar der Fakultäten Architektur, Gestaltung und Medieninformatik konzipiert und im Kontext eines Forschungsprojektes an der HTW Dresden „Digitale Medien und Partizipation an Stadtentwicklungsprozessen“ angesiedelt. Im Seminar werden Möglichkeiten des Einsatzes digitaler Medien bei Beteiligungs- und Partizipationsprozessen im Kontext der Campusentwicklung untersucht und prototypisch realisiert.


Entwerfen in komplexen Zusammenhängen


Studierender: Marcel Ebert, Modul D404


Werte entwickeln sich in Zusammenhängen und Auseinandersetzungen des subjektiven Erlebens des Einzelnen mit sozio-kulturell sowie technisch-ökonomisch vorgegebenen Wertnormen. Gerade Gestalter entwickeln in diesem Spannungsfeld eine Kompetenz, die notwendig ist, um eigene Positionen entwickeln und argumentativ vertreten zu können.

Im Rahmen zweier Wahlkomplexe mit den Schwerpunkten Mensch-Maschine-Interaktion bzw. Nachhaltiges Produktdesign wird eine gestalterische Aufgabenstellung individuell recherchiert, analysiert, konzeptionell entwickelt und ausgearbeitet.

Wesentliche Ziele sind die Entwicklung von Kompetenzen in der Entwurfsplanung, Entwurfsdurchführung und Bewertung vor dem Hintergrund gesellschaftlich und kulturell inspirierter Problemstellungen.

Die Abbildung zeigt konzeptionelle Skizzen zur Neugestaltung einer Duscharmatur, bei der sparsame Wasserverwendung und Joy of Use vorteilhaft miteinander verknüpft werden sollen.


Neuproduktfindung (Neu: Design und Innovation)


Studierender: Konstantin George, Modul D407


Das Verständnis für Innovation im Kontext von Gesellschaft, Märkten und Unternehmen sowie die Weiterverarbeitung von neuen Erkenntnissen im Entwurfsprozess, sind die Kompetenzen, die im Modul in besonderer Weise entwickelt werden.

Das Modul ist als integrative Fallstudie angelegt, bei der Aspekte des Produkt- und des Kommunikatiosdesigns von Beginn an abgestimmt aufeinander bearbeitet werden. Dabei soll ein Designprojekt durchgeführt werden, das sich mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen und daraus resultierenden Entwurfsthemen auseinandersetzt und die Neuartigkeit eines Entwurfs thematisiert.

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind breit gefächert und können neuartige Entwürfe für Produkte wie auch die Gestaltung digitaler Services und Marketingmethoden umfassen.


Synästhetische und intermediale Erkundungen


Studierende des 2. Semesters MA Produktgestaltung, Modul D 372


In diesem Modul werden formale und strukturelle Phänomene aus gestaltungsrelevanten Bereichen in unterschiedlichen kulturellen, medialen oder rezeptiven Zusammenhängen untersucht und mittels Differenzierung, Überlagerung, Verknüpfung oder Transfer in andere kontextuelle Bedingungen oder mediale Ebenen hinsichtlich gestalterischer Zielsetzungen verarbeitet.
Das Projekt trans for motion beschäftigte sich experimentell mit dem Prinzip der morphologischen Transformation als Mittel zur Illusionierung von Bewegung. Basierend auf allgemeinen Erkenntnissen zur „Trägheit des Auges“  entstanden 2- und 3dimensionale ringförmige Objekte, die bei Rotation und gleichzeitigem Stroboskoplicht in korrekter Frequenz verschiedene Bewegungsmuster von Vogel- und Fledertieren, Seehasen, Quallen, Ameisen, Tausendfüsslern, einer Seeanemone usw. erzeugen konnten. Die Objekte wurden im CAD konstruiert, in Cinema 4D auf ihre Funktion überprüft und im Rapid Prototyping erstellt.


Natur und Design


Studierende: Victoria Palm, Modul D405


Die Natur ist ein Fundus scheinbar idealer Formen. Als Basis für Untersuchungen im produktgestalterischen Kontext dienen die Prinzipien, welche den natürlichen "Konstruktionen" Effizienz und Anpassungsfähigkeit verleihen.
Mit der Zielstellung, eine integrierte Bauweise nach dem Natur-Vorbild auch im Entwurf von Produkten vorzusehen, finden Beobachtungen und Erkenntnisse z.B. zur Morphologie von Insekten, aber auch zu spezifischen Materialien (Metallgedächtnisdraht IWU Dresden) Anwendung.
Erste Ergebnisse experimenteller Arbeiten zeigen Studien zu elastischen dreidimensionalen Strukturen, zu Querschnitt- und Längenveränderung zylindrischer Objekte und dynamischer Pneus.
In diesem Zusammenhang wird die Nutzung parametrischer Software (Grasshopper) zu einem zunehmend bestimmenden Faktor im Entwurfsprozess.


Designkritik

Designkritik

 

Im Modul Designkritik werden die Kriterien vermittelt, an denen Gestaltungsqualität und -innovation gemessen werden.
Im Vorlesungsteil werden zentrale Begriffe wie „Entwerferhabitus“ oder  „ästhetische Innovation“ eingeführt, im Übungsteil erstellen die Studierenden differenzierte Analysen von Designobjekten.
Ziel der Lehrveranstaltung ist, das Wahrnehmungsvermögen und die Urteilsfähigkeit in Bezug auf Designleistungen - über den persönlichen Geschmack hinaus - zu schulen.


Aktualisiert: 24.05.2017