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Neuigkeiten/Pressemitteilungen

Eckbert-II bei Mondschein auf Mondseefahrt

Eckbert-II auf Mondseefahrt
05.04.2017

Das Archaeonautic-Team hat die Dokumentation der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Pfahlbauten in Österreich wieder aufgenommen. Auf Einladung des Kuratoriums Pfahlbauten wurden die prähistorische Pfahlbaustation "See" im Mondsee mit einer ausgereifteren Variante des Mini-U-Boots Eckbert-II vom 30.03. bis 02.04.2017 dokumentiert. Ziel der gemeinsamen Arbeit ist die Entwicklung eines semi-autonomen Mini-U-Boots, das unter Bürgerbeteiligung später Monitoringaufgaben übernehmen soll. So können beispielsweise Änderungen des Kulturerbes schneller festgestellt und entsprechend reagiert werden. Sicherheitsaspekte bei der Dokumentation finden dabei genauso Beachtung, wie eine einfache Bedienung des Systems.

Das Mini-U-Boot Eckbert-II wird speziell für Sondierungs- und Dokumentationsaufgaben von archäologischen Fundstellen an der HTW Dresden und der FU Berlin entwickelt. Momentan sind U-Boot und Pilot durch ein 100-Meter langes Kabel verbunden, was einen zusätzlichen Taucher erfordert, der das Kabel kontrolliert und damit die Navigation erleichtert. Obwohl die Wetterbedingungen mit sonnigen 22 °C wieder sehr gut waren, blieben die Wassertemperaturen etwas unter 7 °C. Bei der Entwicklung des semi-autonomen Mini-U-Boots soll später auf das Kabel verzichtet werden. Dann kann das gesamte Team die Dokumentation live vom Ufer aus beobachten und kontrollieren.

Bei der Dokumentation kamen bei den sieben Tauchgängen drei Kameras vom Team GoPro-Hero 4 zu Einsatz. Jede Kamera nahm dabei Videos mit einer Auflösung von 1080p in 30fps auf. Zusammengenommen wurden damit Videodaten in der Größenordnung von über 300 GB gesammelt. Neben den Dokumentationstauchgängen bei Tag wurde auch ein weiterer Tauchgang in der Nacht durchgeführt. Dabei wird untersucht, ob der Einsatz von künstlicher Beleuchtung einen entscheidenden Vorteil gegenüber Tagaufnahmen hat. Durch die Lichteinstrahlung der Sonne auf die Wasseroberfläche entstehen sogenannte Kaustikeffekte, die zu Strukturen auf dem Boden führen können. Diese Strukturen müssen später durch die 3D-Rekonstruktionssoftware kompensiert werden.

In den kommenden Tagen und Wochen werden die aufgenommenen Daten ausgewertet und die Ergebnisse u.a. auf der Projektwebseite präsentiert.

www.pfahlbauten.at

www.archaeonautic.de