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Neuigkeiten/Pressemitteilungen

Mondsee-Trainingslager mit Manio und Sturm Herwart

Mondsee

Mondsee


06.11.2017

Bei der dritten Dokumentationsreise zur Pfahlbaustation „See“ im Mondsee in Österreich, sollte sich unser neues Mini-U-Boot bereits selbst lokalisieren und eine 3D-Modell der Unterwassersituation bereits live erstellen. Aus der geplanten Dokumentationsreise wurde durch Sturm Herwart allerdings eher ein Trainingslager für Team und U-Boot.

Die Vorbereitungen im FIITS in Dresden liefen in den letzten Wochen hervorragend und vielversprechend: Dennis Wittchen hatte die Echtzeit-3D-Rekonstruktion im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelt und erfolgreich abgeschlossen. Die sehr guten Ergebnisse der Bachelorarbeiten von Vitali Drazdovich (Generierung synthetischer Unterwasserwelten) und Artem Dyadichkin (Image-Degradation) sind ebenfalls ein fester Bestandteil der Unterwasser-Simulation, die für Trainingszwecke im Vorfeld verwendet wurden. Team und Hardware standen also bereit für die dritte Reise an den Mondsee.

Am Mondsee angekommen konnten wir das U-Boot mit einer Spannweite von drei Metern zunächst aufbauen, vorbereiten und auf seinen Namen „Manio“ taufen. Manio ist der Protagonist in einer Kinderbuchreihe, die rund um den Mondsee spielt. Doch dann kamen die ersten Ausläufer des Sturms mit Regen und Hagel. Dem U-Boot selbst machte das Wetter natürlich nichts aus, aber die sensible Technik am anderen Ende des Kabels (Laptops und U-Boot-Steuerung) musste in unseren Transporter wechseln. Dort steuerte Prof. Marco Block-Berlitz das U-Boot unter den wachsamen Augen des ganzen Teams. Während Niklaas Görsch die Kommunikation von der Basis im Transporter zu den Akteuren am und im Wasser koordinierte, konnte Benjamin Gehmlich das U-Boot bei hohen Wellen zunächst gut unterstützen und brauchbare Aufnahmen machen. Es war aber schnell klar, dass „Manio“ dem Sturm nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Wir mussten abbrechen.

Über Nacht bauten dann unsere Bastelspezialisten Michael Bommhardt und Hilmar Bochmann das U-Boot um. Mit kompakteren Ausmaßen von nun nur einem Meter bot es eine geringere Angriffsfläche. Obwohl der Sturm stärker als am Vortag war, konnte sich „Manio“ am zweiten Dokumentationstag wesentlich besser halten und das geplante Areal komplett dokumentieren. Benjamin Gehmlich war auch an diesem Tag wieder stundenlang im kalten Wasser und hatte ein wachsames Auge auf die Arbeiten des U-Boots. Abends wurden die Vorarbeiten, der aktuelle Stand und die weiteren Schritte im Rahmen eines Vortrags zusammen mit Cyril Dworsky im Bauernmuseum dem bunten Publikum präsentiert. Weitere Ergebnisse werden auch bei der Konferenz CHNT in Wien am 08.11.2017 präsentiert.

Abschließend lässt sich sagen, dass in den zwei intensiven Tagen am Mondsee wertvolle Erkenntnisse für das Projekt und die zukünftigen Pläne gesammelt wurden. Schwächen im Ablauf und dem Setup wurden aufgedeckt und können nun für die weiteren Dokumentationen verbessert werden.
Herzlichen Dank an das Kuratorium Pfahlbauten, das uns die Dokumentationen am Mondsee ermöglichen und unsere Projektarbeit kompetent begleiten.

http://www.pfahlbauten.at/blog