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Fabrikplanung/Fabrikbetrieb

Die Lehrveranstaltungen der Professur "Fabrikplanung/Fabrikbetrieb" vermitteln das Rüstzeug, wie eine Fabrik geplant, organisiert und gesteuert werden muss, damit sie die vorgegebenen Ziele optimal erfüllen kann. Die Professur deckt somit auch wichtige Inhalte des Produktionsmanagements ab.

Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass in einer Fabrik komplexe Wechselwirkungen zwischen Technik, Organisation, Betriebswirtschaft und den beteiligten Menschen bestehen. Ziele, Anforderungen und Erwartungen wirken oft in unterschiedliche, teilweise sogar gegensätzliche Richtungen und müssen vom Planer und Produktionsmanager bei der Gesamtlösung berücksichtigt werden. Im betrieblichen Alltag („Fabrikbetrieb“) muss der Produktionsmanager dann außerdem auf viele stochastische (zufallsabhängige, nicht planbare) Einflüsse (z. B. Maschinen- und Personalausfälle, Terminänderungen usw.) reagieren. Alles das erfordert neben umfangreichem Fachwissen auch ausgeprägte Fähigkeiten zur Kommunikation, zur Teamarbeit und zum Projektmanagement.


Studenten des 7. Semesters bei der Team-Arbeit zum Fabrikplanungsbeleg: Planung einer Fabrik zur Herstellung von Getrieben mithilfe der 3D-Fabrikplanungssoftware visTABLE®touch

 

Die Professur "Fabrikplanung/Fabrikbetrieb" vertritt folgende Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums "Produktionstechnik":

  • Projektmanagement
  • Produktionsplanung und -steuerung
  • Produktionslogistik I und II
  • Fabrikplanung I und II
  • Simulation (Produktion und Materialfluss)  (fakultativ)

Weiterhin wird für den Bachelor-Studienang Wirtschaftsingenieurwesen innerhalb einer Vertiefungsrichtung die Lehrveranstaltung "Fabrikplanung" angeboten.

Gegenstand der Lehrveranstaltung "Projektmanagement" (4. Semester) sind die Grundlagen zur Planung, Organisation und Steuerung vorwiegend technischer Projekte. Im begleitenden rechnerunterstützten Praktikum wird unter Nutzung von MS-PROJECT® der Neubau einer Produktionshalle grob geplant.

 

Die Lehrveranstaltung "Produktionsplanung und -steuerung" (4. Semester) vermittelt die Grundlagen des Fachgebietes, die dann im Praktischen Studiensemester bereits im Industriebetrieb angewendet werden können. Dies wird von einem rechnerunterstütztem Praktikum begleitet, in dem jeder Studierende an einem ERP-System (z. Z. "PPS2000®" der Fa. Tecware) die Produktionsdaten eines Industriebetriebes aufbaut, Kundenaufträge abwickelt sowie Werkstattaufträge plant, einsteuert und abwickelt.


Ungeplante Einflüsse und Störungen stellen hohe Anforderungen an die Produktionsplanung und -steuerung. Für die Untersuchung, Bewertung und Optimierung solcher dynamischen und stochastischen Systeme wird heute häufig die Simulation als Methode eingesetzt.

 

Inhalt der Lehrveranstaltung "Produktionslogistik" sind Technik und Organisation von Transport-, Umschlag-, Lager- und Kommissionierprozessen. Produktionslogistik I (6. Semester) behandelt die technischen Systeme (Technische Logistik). Schwerpunkte von Produktionslogistik II (7. Semester) sind das Design produktionslogistischer Systeme (Logistikkonzepte) und die Steuerung der Produktion mit verschiedenen Verfahren („klassisch“, „lean“, „advanced“).

 

In der Lehrveranstaltung "Fabrikplanung" (6. und 7. Semester) werden grundlegende Kenntnisse zu Inhalten der Fabrikplanung und zur Planungssystematik vermittelt. Großen Raum nehmen außerdem die Schnittstellen zu anderen Fachplanern (z. B. Architekten, Bauingenieuren, Fachplanern für Technische Gebäudeausrüstung u. v. a. m.), die Beachtung der Anforderungen aus gesetzlichen Vorgaben (z. B. Arbeitsstätten-Verordnung, Bauordnung und Arbeitsschutz-Vorschriften) sowie spezielle Gestaltungsaspekte (z. B. Beleuchtung, Raumklima, Ressourceneffizienz) ein.

Im Praktikum "Fabrikplanung" (7. Semester) wenden die Studierenden das erworbene Wissen im Rahmen eines umfangreichen Team-Belegs an. Jedes Team hat als Projekt eine kleine Fabrik (Produktionsstätte) für ein vorgegebenes Produkt zu planen. Bereits während des Semesters sind Zwischenergebnisse auf Meilenstein-Beratungen zu präsentieren und zu verteidigen. Am Ende des Semesters ist die komplette Dokumentation abzugeben und eine Abschluss-Präsentation für das Projekt zu halten.

Neben anderen Software-Werkzeugen nutzen die Studierenden hierzu vor allem die Fabrikplanungssoftware "visTABLE®" der Fa. Plavis - ein Baustein auf dem Weg zur "Digitalen Fabrik".

 

Gegenstand der fakultativen Lehrveranstaltung "Simulation“ (Modellierung und Simulation von Produktions-und Materialflussprozessen, 7. Semester) sind die Grundlagen der Bedienungstheorie und der diskreten ereignisorientierten Simulation. Die Simulation ist ein weiteres wichtiges Werkzeug im Konzept der "Digitalen Fabrik". Die Studierenden modellieren mithilfe der Simulationssoftware "ProModel®" selbständig kleine Anlagen bzw. Prozesse. Durch Auswertung der Simulationsläufe und systematische Experimente können grundlegende Zusammenhänge erkannt und Vorstellungen zur möglichen Nutzung der Simulation im Planungsprozess gewonnen werden

Aktualisiert: 14.12.2017