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Wissenswertes

Das Modell der Kooperativen Promotion

Nach dem Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz können auch besonders befähigte Absolventen von Fachhochschulen (FH) bzw. Hochschulen für Angewandte Wissenschafte (HAW) in einem kooperativen Promotionsverfahren zur Promotion zugelassen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verfügt die HTW Dresden nicht über ein Promotionsrecht, daher werden derzeit kooperative Promotionsverfahren in Zusammenarbeit mit Universitäten durchgeführt.

Die Modalitäten sind mit der beteiligten Fakultät an der HTW Dresden und der kooperierenden Fakultät abzuklären.

WICHTIG: Das kooperative Modell findet nur Anwendung, wenn es sich um Absolventen von Fachhochschulen handelt. Selbstverständlich gibt es auch Universitätsabsolventen, die in Kooperation mit einer FH/HAW promovieren möchten. Es bedarf dann jedoch nicht des kooperativen Modells, da sie durch den Uni-Abschluss bereits die formalen Zugangsvoraussetzungen erfüllt haben. Es ist jedoch auch hier möglich, eine FH/HAW-Professur als Zweit- oder Drittbetreuer einzubinden.

Arten der Promotion

monografisch

Es handelt sich um ein Einzelwerk in Form eines Buches, das sich einem konkreten Thema widmet und dieses unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der Wissenschaft bearbeitet. Das ist die in Deutschland gängige Art der Dissertationsschrift. Häufig sind die Promovenden fest in ein Forschungsprojekt - meist drittmittelfinanziert - eingebunden.

 

kumulativ

Als Alternative besteht die Möglichkeit, einzelne Aspekte eines Themas in (internationalen) Fachzeitschriften zu publizieren und diese gesammelt als Dissertation einzureichen. Es wird daher auch von einer Publikations- oder Sammeldissertation gesprochen. Dabei hat jede Hochschule mit Promotionsrecht eigene Regelungen, welche Publikationsstandards anerkannt werden. Diese Form der Promotion eignet sich insbesondere für Promovenden, die im Anschluss den wissenschaftlichen Werdegang weiterverfolgen möchten: sie erarbeiten schon frühzeitig eigene Publikationen und können sich in der Fachwelt vernetzen und etablieren.

 

strukturiert

Viele Forschungseinrichtugnen bieten Graduiertenkollges oder Promotionsstudiengänge an, in denen die Promovenden im Rahmen eines Ausbildungsprogrammes eng begleitet werden. Das bedeutet einerseits engen Kontakt zu Betreuern und Wissenschaftspartnern, aber auch fachliche Qualifizierung und persönliche Weiterentwicklung anhand eines festen Fahrplans.

Zulassungsverfahren

Prinzipiell gilt, dass die HTW Dresden kein Promotionsrecht hat und daher der gesamte Verwaltungsablauf an der kooperieren Universität erfolgt.

Zunächst gilt es, einen Uni-Betreuer zu finden, also die passende Professur für Ihr Thema - entweder durch eigene Recherche oder durch Kontaktvermittlung mit Hilfe Ihres HTW-Betreuers.

Informieren Sie sich rechtzeitig über die Promotionsordnung der betreffenden Fakultät. Nicht die Universität im Gesamten, sondern die Fakultäten haben das Promotionsrecht inne. Das heißt, jede Fakultät kann andere Regelungen vorsehen. Es ist wichtig, darauf zu achten, ob und welche Bedingungen es für die Aufnahme einer kooperativen Promotion gibt. In Sachsen gilt, dass Absolventen von Fachhochschulen und Universitäten in Bezug auf Promotionen gleichzustellen sind. Leider kommt es immer noch häufig vor, dass FH-Absolventen - besonders Dipl. (FH) -  Prüfungsleistungen nachholen müssen. Der Umfang ist beispielsweise an die Note des letzten Abschlusses oder den belegten Fachbereich gekoppelt. Versuchen Sie, solche Zusatzleistungen möglichst zu umgehen oder verhandeln Sie.

Sobald die Rahmenbedingungen abgesteckt sind und das Thema konkretisiert wurde, folgt der Antrag auf Zulassung zur Promotion. Dieser erfolgt beim Promotionsausschuss der jeweiligen Fakultät. Es handelt sich dabei um ein regelmäßig tagendes Gremium, das darüber entscheidet, ob ein Thema den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. Bitte berücksichtigen Sie, dass diese Gremien an vielen Hochschulen nur während der Vorlesungszeit tagen und daher inbesondere im Sommer eine Weile aussetzen. Die Bestätigung erhalten Sie in der Regel mittels Zulassungsbescheid, dessen Datum als offizielles Beginndatum Ihrer Promotionszeit gilt, auch wenn Sie vielleicht schon Vorarbeiten in Form von Recherchen geleistet haben.

Im Anschluss folgt der Antrag auf Immatrikulation in einen Promotionsstudiengang. Somit sind Sie als Hochschulmitglied berechtigt, die Einrichtungen der Hochschule zu nutzen und die Vergünstigen, z. B. durch ein Semesterticket, in Anspruch zu nehmen. Es wird der reguläre Semesterbeitrag fällig, so lange Sie promovieren. Bei den meisten Universitäten steht die Einschreibung in einen solchen "Studiengang" in Verbindung mit Qualifizierungsangeboten, dem Zugang zu Graduiertenschulen oder anderen Services, die während der Promotionszeit unterstützen.

Meldung als Promotionsstudent an der HTW Dresden

Wenn Sie an der HTW Dresden promovieren, können Sie sich als Promotionsstudent immatrikulieren. Sie zahlen dabei den Semesterbeitrag in voller Höhe und erhalten einen Studentenausweis.

Vorteile: Nutzung der Hochschulinfrastruktur, Semesterticket, studentische Vergünstigungen, Versicherung

Nachteil: halbjährliche Kostenbelastung

Der Antrag auf Immatrikulation wird von Ihrem betreuenden Professor sowie vom Prorektor für Forschung und Entwicklung unterzeichnet und anschließend im Studentensekretariat eingreicht.

 

Qualifizierung während der Promotion

Die meisten Universitäten bieten im Rahmen von Graduiertenakademien (oder vergleichbaren Einrichtungen) ein Weiterbildungs- und Entwicklungsgebot. Der Nachteil ist dabei häufig, dass sich die Universität in einer anderen Stadt befindet und zusätzliche Zeit- und Kostenaufwände entstehen obwohl die eigentliche Teilnahme kostenfrei ist.

Aktuell ist mit dem Promotionsstudiengang an der HTW Dresden kein Angebot in Bezug auf Qualifizierungs- und Vernetzungsleistungen verbunden. Mit dem Wintersemester 2017/18 soll ein Graduiertenservice aufgebaut werden, der auch an der HTW Dresden Kenntnisse und Kompetenzen im wissenschaftlichen Bereich vermittelt. Bei Anregungen wenden Sie sich gern an promotion@htw-dresden.de

Promotion im Ausland

Möchten Sie mit einem deutschen Abschluss im Ausland pomovieren, sollten Sie unbedingt in Erfahrung bringen, ob die Zusammenwirkung mit einer deutschen Hochschule - insbesondere einer Fachhochschule - möglich ist.

Des Weiteren können Sie sich mit dem jeweiligen Akademischen Auslandsamt bzw. International Office in Verbindung setzen, um weitere Rahmenbedingungen zu klären. Viele Hochschulen bieten besondere Möglichkeiten in Bezug auf das Kennenlernen des anderen Landes, der Stadt und der Hochschule sowie Unterstützung bei sprachlichen Barrieren.

Aktualisiert: 29.06.2017  |  Autor: Prorektorat Forschung und Entwicklung