Projekt "ID-Ideal"

Fakultät Informatik/Mathematik

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Projekt ID-Ideal

Sichere Digitale Identitäten für Wirtschaft und Verwaltung

Das Projekt "ID Ideal" wird im Rahmen des Innovationswettbewerbs „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die HTW Dresden ist Konsortialführer, umgesetzt durch die Arbeitsgruppe "Digitale Dienstleistungssysteme". Während der dreijährigen Projektphase, soll der Umgang mit digitalen Identitäten in Wirtschaft und Verwaltung sicherer und einfacher gestaltet werden. Eine besondere Rolle spielt dabei die breitenwirksame Anwendung der erarbeiteten Lösung in verschiedenen Sektoren. Dazu bilden mehrere Kommunen, Industriepartner, Technologieunternehmen sowie ID-Dienste ein Konsortium.

Was ist ID-Ideal?

Der moderne Mensch besitzt im Durchschnitt ca. 70 digitale Identitäten. Sowohl das Management dieser vielen digitalen Identitäten als auch die Hoheit und Sicherheit über die mit diesen Identitäten verknüpften eigenen Daten zu behalten, ist den meisten Menschen nach Stand der Technik unmöglich.

Der Charme der Idee, diese vielen IDs durch eine einzige sichere digitale ID zu ersetzen, steht den folgenden drei Herausforderungen  gegenüber:

  • der technologischen Umsetzbarkeit einer sicheren, vertrauenswürdigen und datenschutzkonformen Lösung
  • der intuitiven Bedienbarkeit dieser Lösung durch Nutzer ohne spezielles technisches Verständnis
  • der Incentivierung von ID-Inhabern und Interaktionspartnern zur Einführung und Nutzung einer solchen Lösung

Das Schaufensterprojekt ID-Ideal wird sich diesen Herausforderungen stellen, fokussiert dabei aber auf das Management sicherer digitaler Identitäten durch den jeweiligen Inhaber der Identität. Es sollen technologische Lösungen erarbeitet und demonstriert werden, die den Inhaber einer digitalen Identität in die Lage versetzen, wieder Herr über seine eigenen Daten zu werden.

Zielstellung

ID-Ideal hat das Ziel, eine Basis für bestehende und künftige digitale Identitätsdienste und breitenwirksame Alltagsanwendungen zu schaffen. Die Basis ist das sogenannte ID-Ideal Trust Framework, es regelt die technische, semantische und rechtliche Interoperabilität von Diensten und Anwendungen. Es soll die Entstehung eines ID-Ökosystems anregen, in dem vielfältige ID-Dienste koexistieren können. Damit wird der übergreifende Austausch digitaler Nachweise möglich, was Vertrauen zwischen den Akteur:innen im digitalen Raum schafft. Die zu erarbeitenden Lösungen bleiben jedoch nicht in der Region, sie sollen das Fundament für eine deutschland- und sogar europaweite Anwendung einer selbst souveränen digitalen Identität bilden. ID-Ideal setzt dabei auf einen methodischen Dreiklang aus einem Regelwerk für Interoperabilität (ID-Ideal Trust Framework), Anreizsystemen für eine breite Nutzung (Datenökonomie, Usability und Geschäftsmodelle) und einer Community für den Transfer (TrustNet – Initiative).

Partner

Das ID-Ideal-Konsortium besteht aus über 40 Kooperationspartnern aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Mobilität, Handel, Industrie 4.0, Energie und Hochschule sowie Technologiepartnern und ID-Diensten. Insgesamt wurden in der Wettbewerbsphase des Innovationsprogramms „Sichere Digitale Identitäten“ 11 Konsortien für sechs Monate gefördert. Aus den entstandenen Umsetzungskonzepten wurden nun drei ausgewählt.

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Kontakt

Gefördert durch:

Gefördert durch BMWI

Förderprogramm

Schaufenster "Sichere Digitale Identitäten"

Konsortialpartner

• Stadt Mittweida, Mittweida
• KAPRION Technologies GmbH, Dresden
• Landeshauptstadt Dresden, Dresden
• Stadt Leipzig, Leipzig
• Jolocom GmbH, Berlin
• evan GmbH, Dresden
• Jungheinrich Aktiengesellschaft, Hamburg
• Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München
• STROMDAO GmbH, Mauer
• SQL Projekt AG, Dresden
• EXXETA AG, Karlsruhe
• European EPC Competence Center GmbH, Köln
• AUTHADA GmbH, Darmstadt
• Hochschule Mittweida, Mittweida

Projektlaufzeit

Mai 2021 - April 2024