1. Hauptnavigation
  2. Navigation des Hauptbereiches
  3. Inhalt der Seite

Gleichstellung


Obwohl die Gleichstellung von Männern und Frauen im Rahmen des sogenannten "Gender Mainstreaming" normativ vielfach verankert wurde, klafft bis heute zwischen gleichstellungspolitischen Zielen und gesellschaftlichen Realitäten eine große Lücke. Gleichstellungspolitik legitimiert sich:

Durch eine tatsächliche Ungleichbehandlung von Frauen und Männern

"Im Durchschnitt verdienen Frauen in Deutschland pro Stunde rund 25 Prozent weniger als Männer. So steht es in Studien der Europäischen Union, der Industrieländerorganisation OECD, des Statistischen Bundesamts. In kaum einem anderen Industrieland ist der Abstand so groß, nirgendwo so dauerhaft, in den vergangenen 30 Jahren hat er sich kaum verringert." (Die ZEIT vom 06.03.2008)

Durch die Annahme, dass die Ungleichheiten nicht biologisch sondern strukturell und somit modifizierbar sind

"Das isländische '3+3+3-Modell' beschert dem Land nicht nur eine der höchsten Frauenbeschäftigungsquoten (78 Prozent) sowie eine Steigerung der Fertilitätsrate (von 1,93 auf 2,03 Prozent): Rund 80 Prozent der isländischen Männer gehen in Elternzeit." (vgl. Der Standard vom 20.03.2006)

Durch die Annahme, dass die freie Entscheidung Benachteiligter selbst unter Bedingungen der (juristischen) Gleichberechtigung nicht gewährleistet ist

"Sechs amerikanische Managerinnen der Dresdner Bank haben in New York Klage wegen sexueller Diskriminierung eingereicht: Sie fordern gleiches Geld und gleiche Chancen." (Die ZEIT vom 01.06.2006)

Aktualisiert: 13.02.2017  |  Autor: E. Hartmann