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Verzicht auf Schnabelkupieren

Bundeseinheitliche Bewertung des Verzichts auf das Schnabelkupieren bei Legehennen (Dissertation im Rahmen eines BLE-Projektes)

Bearbeitung:             Ruben Schreiter

Laufzeit:                    09/2015 – 04/2018

Betreuung:

  • Prof. E. von Borell (Institut für Agrar- und Ernährungswirtschaft, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg)
  • Prof. M. Klunker (HTW Dresden)
  • Dr. K. Damme (Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft, Kitzingen)

 

Projektziel

Der Verzicht auf nicht kurative Eingriffe bei Legehennen (Schnabelkupieren) wird vom Tierschutz gefordert, in einigen EU Staaten (z.B: Österreich) auf freiwilliger Basis eingeführt und vom Bundesland Niedersachsen ab Ende 2016 obligatorisch vorgeschrieben. Es ist unumstritten, dass der Verzicht auf das Schnabelkupieren das Produktionsrisiko erhöht und durch Verhaltensanomalien wie Federpicken oder Kannibalismus bedingte Verluste, verstärkt auftreten.

Diese Verhaltensstörungen haben einen multifaktoriellen Hintergrund. Ein Verzicht der Legehennenhalter auf das Schnabelkupieren setzt daher voraus, dass ein Konzept zur Risikominimierung entwickelt wird. Dazu ist eine valide Datenerfassung von möglichst vielen Betrieben und Durchgängen mit Schnabel kupierten und nicht kupierten Legeherden notwendig. Hierbei müssen bundeseinheitliche Parameter erfasst werden, um anschließend durch eine gemeinsame varianzanalytische Auswertung den Effekt verschiedener Genetiken, Futterregime, Lichtprogramme etc. schätzen zu können. Durch die gleichzeitige Ermittlung der Leistungsdaten und Produktionskosten sollen Tierschutzindikatoren eruiert werden, die nicht in antagonistischer Beziehung zur Ökonomik stehen, sondern den Landwirten helfen, ihren Bestand ohne Medikamenteneinsatz und mit geringeren Verlusten zu managen.

Aktualisiert: 15.02.2017