Forschungsbereich Gartenbau & Landschaftsbau

Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie

Forschung im Gartenbau & Landschaftsbau

Resistenzerschließung aus Fragaria vesca für die Erdbeerzüchtung

Früchte von Fragaria vesca
Christiane Rose
Fragaria vesca
Ablauf der In-vitro-Vermehrung von F. vesca
Christiane Rose
In-vitro-Vermehrung von F. vesca
In-vitro-Kultur von F. vesca
Christiane Rose
F. vesca in der In-vitro-Kultur

Die Kultivierung von Erdbeeren ist mit einem großen Produktionsrisiko verbunden: Zum einen werden kommerzielle Erdbeersorten von diversen Schadorganismen befallen, zum anderen bedarf der Erdbeeranbau einer Zusatzbewässerung, die sich durch die Trockenstressanfälligkeit der Kultur ergibt.
Durch die Verwendung resistenter Sorten mit verbesserter Standortanpassung werden Pflanzenschutzmittelanwendungen reduziert und Wasserressourcen geschont. Die aufgrund des Trichtereffektes genetisch verarmten Kultursorten können durch die Nutzung mannigfacher Genressourcen wilder Arten stark profitieren. Dazu soll das genetische Potenzial heimischer Fragaria vesca-Akzessionen evaluiert werden.
Es ist bekannt, dass eine Resistenz gegen Colletotrichum acutatum in F. vesca vorliegt. Ebenso gibt es Erfahrungsberichte, welche auf das Potenzial von F. vesca hinsichtlich einer Trockentoleranz deuten. Im Rahmen der Promotion werden resistente Genotypen ermittelt und mit entsprechenden mutationszüchterischen Methoden für die Sortenzüchtung auf oktoploidem Kreuzungsniveau erschlossen.

Das Promotionsvorhaben wird von Frau Prof. Dr. Drewes-Alvarez (HTW Dresden, Fakultät LUC) und Herrn Prof. Dr. Geilfus betreut (Humboldt-Universität zu Berlin, Fachgebiet Controlled Environment Horticulture). Finanziell wird das Projekt durch ein Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert. Die wertvolle Genetik wird u.a. durch Saatgut der WEL-Gendatenbank zur Verfügung gestellt.
 

Kontakt


Genbank für Pelargonium-Akzessionen

Im Fachgebiet Zierpflanzenbau wird eine Pelargonien-Sammlung erhalten, die als Forschungsobjekt und zur Unterstützung der Lehre dient. Die Pelargonium-Sammlung stammt von Prof. Dr. Frank Pohlheim (ehem. Humboldt-Universität zu Berlin). Vor seiner Emeritierung hat er die Sammlung 2018 an die HTW Dresden übergeben. Seit dem 01.04.2018 ist die HTW damit gattungsspezifischer sammlungshaltender Partner des Teilnetzwerks Pelargonium der Genbank für vegetativ vermehrte Zierpflanzen. Die Sammlung besteht aus ca. 50 Pelargonium-Akzessionen, u.a. Mutationen von Pelargonium x hortorum 'Kleiner Liebling'. Es gibt Material mit unterschiedlichen Ploidiestufen und unterschiedlichen Blüten- und Blattformen.

Pelargonium x hortorum ꞌKleiner Lieblingꞌ: Links Ausgangsform, rechts eine Mutante mit gestörter Chlorophyllsynthese in der L2 (zweite Schicht, aus der die Blattbildung erfolgt)
Marlen Hennig 2010
Pelargonium x hortorum ꞌKleiner Lieblingꞌ: Links Ausgangsform, rechts eine Mutante mit gestörter Chlorophyllsynthese in der L2 (zweite Schicht, aus der die Blattbildung erfolgt)

Fachgebiet Obstbau und Baumschule

Forschungsarbeiten, u.a. im Rahmen von Abschlussarbeiten:

  • Anzucht und Qualität von Gehölzen über Samen unter verschiedenen Bedingungen (Zusammenarbeit mit der Forstbaumschule Graupa)

  • Anzucht von Gehölzen über Stecklinge / Steckhölzer

  • Versuche zur generativen Vermehrung von Populus tremula L.

  • Austriebs- und Triebwachstumsverhalten von Gehölzen in Abhängigkeit vom Rodezeitpunkt

  • Erhöhung der Trockenheitstoleranz junger Bäume durch frühzeitige Anpassung während der Anzucht (abgeschlossenes Promotionsprojekt mit der TU Dresden – evtl. Folgearbeiten)

  • Untersuchung der Regenwurmpopulation in Obstanlagen

  • Resistenzuntersuchungen im System Fragaria sp. – Verticillium dahliae


Garten- und Landschaftsbau


> Gartenbau-Studium an der Fakultät LUC