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Bäume an Trockenheit anpasssen: Promotion von Anne Dressler

Anne Dreßler hat ihre Promotion erfolgreich verteidigt. Berteut wurde die kooperative Promotion von Prof. Andreas Roloff (TU Dresden) und Prof. Petra Scheewe (HTW Dresden) durchgeführt.
Foto: Dressler

Anne Dreßler (2.v.l.) hat ihre Promotion erfolgreich verteidigt. Berteut wurde die kooperative Promotion von Prof. Andreas Roloff (TU Dresden) (3.v.l.) und Prof. Petra Scheewe (HTW Dresden) (4.v.l.). Die dritte Gutachterin der Arbeit war Professorin Traud Winkelmann (Naturwissenschaftliche Fakultät der Leibniz Universität Hannover).


27.08.2019 In Zeiten, in denen die Auswirkungen des Klimawandels immer deutlicher spürbar werden, haben Grünflächen, vor allem die Bäume in Städten eine wichtige Bedeutung. Sie prägen nicht nur das Stadtbild, sondern sie sind Schattenspender, haben eine Abkühlungswirkung, verbessern die Luftqualität und sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Allerdings leiden sie besonders unter den häufiger werdenden Dürreperioden. Eine frühzeitige Anpassung von Baumschulware an Trockenheit könnte das Ausfallrisiko bei Neupflanzungen verringern und langlebige, vitale und widerstandfähige Bäume hervorbringen.

Wie das gelingen kann, untersuchte Anne Dreßler in ihrer Dissertation „ Anpassung an Trockenheit – Einfluss unterschiedlicher Bewässerungsstrategien auf die Trockenheitstoleranz junger Gehölze“. Die Gartenbauingenieurin prüfte, ob durch unterschiedliche Bewässerungsstrategien die Anpassung an Trockenheit bei verschiedenen Gehölzarten im Jugendstadium beeinflusst werden kann. In einem Feldversuch bewässerte sie fünf verschiedene Baumarten für zwei Jahre mit drei unterschiedlichen Methoden und setzte sie im folgenden Jahr Trockenheit aus.

Die Wissenschaftlerin wählte die Baumarten Gewöhnliche Eberesche (Sorbus aucuparia), Feld-Ahorn (Acer campestre), Sommer-Linde (Tilia platyphyllus), Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum) und Schwarzpappel (Populus nigra Italica‘). Diese kultivierte sie jeweils mit optimaler Wasserversorgung, geringer bis keiner Bewässerung und zeitweiser Bewässerung. Um festzustellen, ob eine Anpassung an Trockenheit bei unterschiedlichen Bewässerungsvarianten erfolgt, erfasste und bewertete sie verschiedene Wachstumsparameter und physiologische Parameter.

Tatsächlich reagierten die Gehölze unterschiedlich auf Wassermangel in der Jugendphase. Generell könnte das Umpflanzen jüngerer Gehölze an den Endstandort von Vorteil sein. Auf lange Sicht sind arten- bzw. sortenspezifische Bewässerung zur Steigerung der Trockenheitstoleranz wünschenswert.

Die Verteidigung der Gartenbauingenieurin fand an der Fakultät Umweltwissenschaften der Technischen Universität Dresden in Tharandt statt. Die Arbeit wurde als kooperative Promotion an der TU Dresden unter der Betreuung von Professor Andreas Roloff (Fakultät Umweltwissenschaften) und an der HTW Dresden unter Betreuung von Professorin Petra Scheewe (Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie) durchgeführt. Die dritte Gutachterin der Arbeit war Professorin Traud Winkelmann (Naturwissenschaftliche Fakultät der Leibniz Universität Hannover).

Kontakt

Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie

Prof. Dr. Petra Scheewe

petra.scheewe@htw-dresden.de