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Neuigkeiten/Pressemitteilungen

Neue Verbundprojekte stärken europäische Ausrichtung der Forschung

Seit April läuft an der HTW Dresden der Projektverbund „EUProfil - Profilierung der EU Forschungsschwerpunkte“.

Seit April läuft an der HTW Dresden der Projektverbund „EUProfil - Profilierung der EU Forschungsschwerpunkte“. Foto: Greg Montanti/pixabay.com


20.05.2019 Seit April läuft an der HTW Dresden der Projektverbund „EUProfil - Profilierung der EU Forschungsschwerpunkte“. Der Verbund besteht aus sechs mehrjährigen Forschungsprojekten und vier Anschubprojekten. Diese sollen wichtige Impulse für eine europäische Ausrichtung der Forschung an der HTW Dresden geben.

„Wir planen mittelfristig die verstärkte Nutzung der EU-Forschungsrahmenprogramme.“, so der Prorektor für Forschung und Entwicklung, Professor Knut Schmidtke. „Um den Anforderungen nach einer europäischen Ausrichtung der Forschung inhaltlich entsprechen zu können, wollen wir fachliche Schwerpunkte setzen. Dazu haben wir die Forschungsbereiche Digital Systems und Natural Resources ausgewählt, in denen wir zukünftig eine verstärkte europäische Ausrichtung anstreben.“ Diese Schwerpunkte werden in den folgenden Verbundprojekten besonders angesprochen.

Modulares Bauen: Ermüdungsverhalten von Betonfertigteil-Trockenfugen

Professor Thomas Bösche (Bauingenieurwesen) und Professor Wolffried Wehmann (Geoinformation) haben es sich zum Ziel gesetzt, die nächste Generation von (Brücken)-bauwerken langlebiger, effizienter und somit ressourcenschonender zu konzipieren, indem sie das modulare Bauen bei Brücken genauer untersuchen.

AFM-Simulation biologischer Zellen

Professor Sebastian Aland (Informatik/Mathematik) und Professor Ekkehard Kullig (Maschinenbau) beschäftigen sich mit Zellmechanik. Mithilfe von Rasterkraftmikroskopie können schon heute Messungen durchgeführt werden, die Zelltypen und ihren Gesundheitszustand ermitteln. Um die Messergebnisse besser als bisher auswerten zu können, entwickeln sie eine Simulation des bisher rein biophysikalischen Verfahrens.

Pflanzenkomplementarität: Nutzen für die Landwirtschaft der Zukunft

Professor Arne Cierjacks erarbeitet gemeinsam mit Professor Holger Landmesser, Professorin Marina Vogel und Professor Knut Schmidtke (Landbau/Umwelt/Chemie) Handlungsmöglichkeiten für eine biodiversitätsfreundliche Landwirtschaft. Hierzu werden morphologische, ökophysiologische und biochemische Reaktionen ausgewählter Nutzpflanzen (z. B. Sommerweizen) auf die Veränderung der biologischen Vielfalt bestimmt, um Artenkombinationen auszumachen, die sich positiv bzw. nicht negativ auf den Ertrag auswirken.

Grüne Gabionen

Professor Henning Günther und Professorin Kathrin Harre (Landbau/Umwelt/Chemie) nehmen die Natur als Vorbild: Schwimmende Pflanzen und Vegetationsstrukturen sind besonders resistent gegenüber klimatischen Ereignissen wie Fluten oder Dürre, da ihre Wurzeln nicht im Boden verankert sind. Um solche lebenden Inseln auch künstlich anzulegen, ist eine bestimmte Festigkeit und Durchwurzelung der Pflanzen notwendig. Polymerschäume könnten hier anstelle von Kunststoffen oder Metallen eingesetzt werden.

Taktiles Sehen

Professor Gunther Naumann (Maschinenbau) und Professor Georg Freitag (Informatik/Mathematik) erforschen die Möglichkeit, den Tastsinn als Alternative zum Sehen einzusetzen. Ziel ist es, die Machbarkeit einer taktilen Datenschnittstelle für die Informationsweitergabe zu analysieren. Diese soll den Menschen ohne visuelle Ablenkung mit Information versorgen.

Untersuchung der Eignung von Schallabsorptionsmessungen zur Charakterisierung poröser Festkörper

Professorin Rhena Krawietz (Maschinenbau) und Professorin Grit Kalies (Landbau/Umwelt/Chemie) wollen ein neues Vorgehen bei der Charakterisierung von porösen Festkörpern erforschen. Während aktuelle Methoden die Festkörper verändern oder zerstören, wollen sie mittels Schallabsorption eine nicht-invasive und zugleich umweltschonende Methode schaffen.

Der Projektverbund wird mit rund 940.000€ Euro vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) im gefördert und läuft bis Ende 2021.

Kontakt

Prorektorat Forschung und Entwicklung

Forschungskoordinator

Conrad Schmidt

conrad.schmidt@htw-dresden.de