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Neuigkeiten/Pressemitteilungen

Archaeonautic: Semi-autonome Unterwasserdokumentation im Mondsee

Das Archaeonautic-Team besuchte bereits zum vierten Mal die UNESCO-Weltkulturerbestätte Mondsee in Österreich. Foto: HTW Dresden

Das Archaeonautic-Team besuchte bereits zum vierten Mal die UNESCO-Weltkulturerbestätte Mondsee in Österreich. Foto: HTW Dresden


23.04.2018 In der vergangenen Woche besuchte das Archaeonautic-Team bereits zum vierten Mal die UNESCO-Weltkulturerbestätte Mondsee in Österreich.

Carmen Löw und Cyril Dworsky vom Kuratorium Pfahlbauten begleiteten die Untersuchungen wissenschaftlich und ermöglichten exklusive Zugänge zu den Unterwasserwelten des Mondsees, der 5000-6000 Jahre alte Siedlungsreste beherbergt, die nur unter Wasser erreichbar sind.

Im Vorfeld wurden bereits wichtige Fortschritte für eine reibungslose, semi-autonome Unterwasserdokumentation in den Laboren der HTW Dresden erreicht, die nun im Mondsee unter realen Bedingungen getestet werden sollten. Darauf vorbereitet hatte sich das Team in ersten kleinen Trainingstauchgängen in den gefluteten Steinbrüchen in Kamenz.

Im Rahmen der aktuellen Dokumentationskampagne wurde erneut ein größerer Abschnitt des Areals aufgenommen. Aus den gewonnenen Videodaten wird im Anschluss ein 3D-Modell der Unterwassersituation erstellt. Unterstützung erhielt das Team durch Ketill Gunnarsson, der die Fahrten aus der Luft dokumentierte und ebenfalls Videodaten für ein späteres Geländemodell sammelte. Neben der kabellosen Lösung wurden die für die semi-autonome Steuerung notwendigen Module getestet. Das Mini-U-Boot Manio fuhr einige Abschnitte das erste Mal vollständig autonom und machte dabei seine Aufnahmen unter Beobachtung des Teams. Schnorchler begleiteten Manio bei seinen Tauchfahrten, um im Bedarfsfall eingreifen zu können. Die gewonnenen Daten werden zeigen, ob der nächste Einsatz bereits eine komplette Dokumentationsfahrt erlaubt.

Über das Projekt

Seit 2016 arbeitet das Kuratorium Pfahlbauten gemeinsam mit der Forschergruppe Archaeonautic von der HTW Dresden zusammen. Das erklärte gemeinsame Ziel ist die Entwicklung eines semi-autonomen Mini-U-Boots auf Basis bereits vorhandener Hardware, das sich für Sondierungstauchfahrten von potentiellen Fundstätten aber auch regelmäßigen Monitoring-Aufgaben einsetzen lässt.

Ziel ist es, eine für die Denkmäler sichere und effiziente Technik zu entwickeln, die es zukünftig auch „Citizen Scientists“ ermöglicht, am Schutz der Pfahlbausiedlungen in ganz Österreich mitwirken zu können. www.pfahlbauten.at

Weitere Informationen zum Projekt: www.archaeonautic.de

Kontakt

Fakultät Informatik/Mathematik

Prof. Marco Block-Berlitz

block@htw-dresden.de