Open Access Publizieren

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Open Access Publizieren

Die Veröffentlichung Ihrer Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung ist ein wesentlicher Aspekt der täglichen Arbeit. Open Access bedeutet dabei den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet zu gewährleisten. Wenn Sie hierzu Fragen oder Unterstützungsbedarf haben, wenden Sie sich  gern an unser Open-Access-Team!

Die HTW Dresden empfiehlt in ihrer Open-Access-Erklärung ihren Mitgliedern, Open Access zu publizieren und unterstützt sie dabei folgendermaßen:
  • Finanzierung von Veröffentlichungen über den Open-Access-Publikationsfonds
  • (Zweit)Veröffentlichungsmöglichkeit auf dem Publikationsserver Qucosa
  • Teilnahme an den DEAL-Verträgen mit Wiley sowie Springer Nature, sodass den einzelnen berechtigten Autorinnen und Autoren in den allermeisten Fällen keine weiteren Kosten entstehen
  • Beratung und Kurse zum Open-Access-Publizieren
open access
wikimedia

Warum Open Access?

8 Vorteile für AutorInnen

  • Gern zitiert

    Publikationen werden häufiger gelesen und zitiert

  • Gut gefördert

    profitieren Sie von Finanzierungsmöglichkeiten

  • Frei wählbar

    zwischen dem grünen und goldenen Open-Access-Weg

  • Fair geteilt

    stärkt den Wissenstransfer in die Gesellschaft

  • Leicht gefunden

    weltweite Abrufbarkeit ohne Bezahlschranken

  • Oft gewollt

    zunehmend verankert in Förderrichtlinien

  • Vorn dabei

    schneller veröffentlichen und aktiv mitdiskutieren

  • Eng vernetzt

    Ergebnisse einfach teilen in der Community

Wege des Open Access

Open Access erhöht die Reichweite von Forschungsarbeiten – sowohl in der akademischen Welt als auch in der Öffentlichkeit: digital, weltweit und unentgeltlich. Generell wird zwischen dem „goldenen Weg“ und dem „grünen Weg“ des Open Access unterschieden. Beide Varianten werden von der HTW Dresden unterstützt. Nachfolgend finden Sie genauere Informationen zu den verschiednen Wegen des Open Access.

Der goldene Weg kennzeichnet sich durch:

  • Erstveröffentlichung von wissenschaftlichen Publikationen in einer Open-Access-Zeitschrift
  • Qualitätskontrolle durch Peer Review
  • Publikationsvertrag mit dem Verlag
  • häufig Erhebung von Publikationsgebühren - Article Processing Charges (APC) von den Autoren

Eine Übersicht über Open-Access-Fachzeitschriften mit Qualitätskontrolle bietet das Directory of Open Access Journals (DOAJ). Im Directory of Open Access Books (DOAB) kann nach frei zugänglichen Monographien recherchiert werden.

Der grüne Weg kennzeichnet sich durch folgende Aspekte:

  • Wissenschaftliche Arbeiten werden zunächst in einem kostenpflichtigen Format publiziert und erscheinen zusätzlich in einer frei verfügbaren digitalen Version, die zeitgleich oder nach Ablauf einer Embargofrist über institutionelle oder disziplinäre Publikationsserver (Repositorien) abgerufen werden
  • Zweitverwertung durch die Autoren ist nur nach gründlicher Prüfung des Autorenvertrags möglich

Eine gute Übersicht zu den Verlagsvorgaben bietet SHERPA/RoMEO. Gängige Einschränkungen sind: keine Verwendung des Original-PDF, sondern Nutzung des Postprint (=Final Drafts); Hinweis auf Originalpublikation; Embargofrist, z.B. Zweitpublikation erst nach 6-12 Monaten.*

Lassen Sie Ihre Publikationsliste auf eine mögliche Zweitveröffentlichung gern vom Open-Access-Team der HTW Dresden prüfen. Zudem besteht für Sie die Möglichkeit, sich zukünftig Ihr Zweitveröffentlichungsrecht zu sichern, indem Sie dem Verlag lediglich „einfache Nutzungsrechte“ für Ihre Publikation einräumen.
* Begriffserläuterungen (weitere Informationen dazu finden Sie im Article Version Explainer):
Preprint: eine nicht begutachtete wissenschaftliche Arbeit, Nutzungsrechte liegen beim Autor
Postprint: letzte Version nach dem Peer-Review-Prozess ohne verlagseigene Formatierung, nicht identisch mit der Verlagsversion

Die HTW Dresden betreibt die Publikationsplattform Qucosa auf der momentan vor allem wissenschaftliche Beiträge und Abschlussarbeiten zu finden sind. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite Publizieren mit Qucosa.
Eine Übersichtsliste über weitere Repositorien finden Sie im Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR).
 

  • Angebot verschiedener Verlage, einzelne Artikel aus traditionell kostenpflichtigen Zeitschriften freizukaufen, die dann sofort Open Access zugänglich sind
  • Verwendung verschiedener Bezeichnungen für den hybriden Weg, wie z.B. Open Choice, Open Select und teilweise auch - missverständlich - „Open Access“ oder sogar „Gold Open Access“ wie bei Elsevier

Der hybride Weg ist generell umstritten, da verglichen mit den üblichen Article Processing Charges (APC) von Gold Open Access-Zeitschriften, die anfallenden Gebühren meist unverhältnismäßig teurer sind und die Institutionen doppelt für hybride Veröffentlichungen zahlen, wenn die Bibliothek die Zeitschrift bereits subskribiert hat. In vielen Fällen ist zudem eine Zweitveröffentlichung im Sinne des Grünen Open Access möglich, so dass gründlich abgewogen werden sollte, ob eine hybride Open-Access-Veröffentlichung wirklich notwendig ist. Der hybride Weg des Open Access wird aus den vorgenannten Gründen von der HTW Dresden nicht gefördert. Eine Abrechnung über die DEAL-Verträge ist hingegen möglich.

Finanzierung von Open Access

Open Access ist nicht kostenlos. Mit der zunehmenden Akzeptanz von Open Access bilden sich immer neue Geschäftsmodelle aus. Prinzipiell stehen Ihnen an der HTW Dresden folgende Finanzierungmöglichkeiten für Ihre Open-Access-Veröffentlichung zur Verfügung:

Die HTW Dresden bietet ab dem Jahr 2020 einen Publikationsfonds an, um die Veröffentlichung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften zu fördern. Aus dem Fonds können Publikationsgebühren (sog. Article processing charges, APC) übernommen werden, die bei der Veröffentlichung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften in vielen Fällen anfallen. Die Mittel für den Fonds werden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und den Forschungsinnovationsfonds (FINF) der HTW Dresden finanziert. Weitere Informationen zur Antragstellung finden Sie auf der Seite zum Publikationsfonds.

Unter dem Projektnamen DEAL werden mit den größten kommerziellen Verlagen Wiley, Springer Nature, Elsevier deutschlandweite Lizenzen und faire Preismodelle für fast 700 deutsche akademische Einrichtungen, wie auch die HTW Dresden, verhandelt. Dabei stellen die großen Verlage das Geschäftsmodell um. Die Artikel werden nun über Veröffentlichungsgebühren statt über Abonnements der Zeitschriften finanziert. Unter DEAL veröffentlichte Artikel erscheinen Open Access und sind entgeltfrei im Internet zugänglich. Mit den Verlagen Wiley und Springer konnten positive Abschlüsse erzielt werden. Die Verhandlungen mit Elsevier sind noch nicht abgeschlossen. Weiter Informationen finden Sie auf der Seite Publizieren im Rahmen von DEAL.

Wichtige Förderorganisationen sind dazu übergegangen, die Open Access-Veröffentlichung von Ergebnissen aus geförderten Projekten zu empfehlen oder verpflichtend zu machen. Durch ihre Mittelzuweisungen unterstützen sie Open Access finanziell oder machen eine Förderung davon abhängig. Nicht zuletzt geht es ihnen darum, mit dem freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen einen Gegenwert zur öffentlichen Förderung von Forschung zu schaffen. Forschungsergebnisse, die mit öffentlichen Geldern entstanden sind, sollen möglichst zum Nutzen aller zur Verfügung stehen. Die Verpflichtungen zu Open Access finden ihre Grenzen in der Wissenschafts- und Publikationsfreiheit der Forschenden.

BMBF:

Das BMBF hat eine Open Access-Strategie für Deutschland entwickelt. Die Open Access-Klausel fordert dazu auf, Publikationen aus BMBF-geförderten Projekten entweder direkt Open Access zu publizieren (Goldener Weg) oder nach spätestens zwölf Monaten in ein geeignetes Repositorium einzustellen (Grüner Weg.) Zudem unterstützt das BMBF Open Access dadurch, dass im Rahmen der Projektförderung anfallende Kosten für die Publikation in einer Open Access-Zeitschrift mit den Projektmitteln beantragt werden können. Über eine flexible Nutzung der Projektpauschale können Publikationskosten als Teil der projektassoziierten indirekten Kosten auch über die Projektlaufzeit hinaus geltend gemacht werden. Veröffentlichungen aus abgeschlossenen BMBF-Projekten werden auch aus einem Post-Grant-Fund gefördert. Voraussetzung ist u.a., dass der Bewilligungszeitraum vor höchstens drei Jahren geendet hat (Datum der Antragstellung). Bis zu einer Höhe von 2.000 Euro je Publikation werden die Ausgaben vollumfänglich gefördert. Die Maximale Fördersumme pro Publikation beläuft sich auf 2.400 Euro. Auch Open-Access-Buchpublikationen können durch den BMBF-Post-Grant-Fund gefördert werden.

DFG:

Die DFG hat ihre Empfehlung für Open Access bislang nicht in eine verbindliche Richtlinie überführt. Anders als andere Forschungsförderer bindet die DFG Bewilligungen auch nicht an eine Open Access-Verpflichtung. Wissenschaftler*innen werden jedoch dazu angehalten, projektbezogene Publikationen im Open Access verfügbar zu machen. Mit Förderprogrammen wie "Elektronische Publikationen", "Wissenschaftliche Zeitschriften" oder "Open Access-Transformationsverträge" fördert die DFG Open Access dennoch mittelbar über Service- und Informationseinrichtungen, etwa durch die Schaffung lokaler Publikationsfonds für Open Access-Publikationen. Im aktuellen DFG-Förderprogramm "Infrastruktur für elektronische Publikationen und digitale Wissenschaftskommunikation" hat die DFG Open Access-Veröffentlichungen erstmals obligatorisch gemacht. Nicht zuletzt können Publikationsbeihilfen als Teilsumme der Projekt-Gesamtmittel bei der DFG beantragt und für Publikationen in Open-Access-Zeitschriften verwendet werden.

Europäisches Rahmenprogramm HORIZON 2020:

Eine Veröffentlichung im Rahmen des EU-Förderungsprogramms Horizon 2020 der Europäischen Kommission während der Projektzeit verpflichtet in jedem Fall zur Archivierung einer maschinenlesbaren elektronischen Kopie der akzeptierten Manuskriptversion auf einem Open Access-Repository. Unabhängig davon kann eine Erstveröffentlichung im Wege einer Open Access-Publikation (Goldener Weg) oder der Selbstarchivierung (Grüner Weg) erfolgen. Entstehende Publikationsgebühren bei der Veröffentlichung während der Laufzeit des Projekts werden erstattet. Obergrenzen für APCs werden nicht genannt.
Zu beachten ist, dass nach Ende des Projekts keine weiteren Open Access-Publikationen mehr aus dem Projektbudget finanziert werden können.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur nationalen und europäischen Drittmittelförderung gern an die Öffentliche Forschungsförderung.

Weitere Informationen...

auch zu rechtlichen Aspekten des Open-Access-Publizierens finden Sie auf unserer FAQ-Seite sowie auf dem deutschsprachigen Informationsportal. Gern können Sie uns bei Fragen auch persönlich kontaktieren.

Informationen und Dokumente


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