Cäcilia Veliu bespricht mit Teilnehmerin den Entwurf des Schaltplans
Erstellt von Pia Bielitz |

Girls Day an der HTWD: Mädchen werden zu Wearable-Designerinnen und -Technikerinnen

Dresden, 25. April 2024: An der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden gab es heute einige spannende Angebote im Rahmen des Girls Day.

Die Arbeitsgruppe Smart Production Systems (SPS) hat einen Workshop vorbereitet, an dem 12 Mädchen im Alter von 11 bis 16 Jahren aus verschiedenen Schulen teilnahmen. Das Thema des Workshops lautete "DIY-Wearables: Werde zum Designer und Techniker deiner eigenen Mode!" 

In einer Welt, in der Wearables wie Fitnesstracker und Smartwatches allgegenwärtig sind, bot der Workshop eine einzigartige Gelegenheit für die Teilnehmerinnen, ihre eigenen kreativen Ideen umzusetzen. Unter der Anleitung von Experten hatten die Mädchen die Möglichkeit, ihre eigenen Wearables zu entwerfen und zu programmieren. 

Der Workshop wurde von den Mitarbeitenden der Arbeitsgruppe SPS, Cäcilia Veliu, Pia Bielitz und Robert Ringel betreut. Das Format wurde in Kooperation mit dem Transferprojekt Saxony5 umgesetzt. 

Die Grundidee des Workshops war es, einen Beutel zu nähen und diesen mit LEDs zu versehen. Die Teilnehmerinnen konnten dabei zum einen die Grundlagen des Nähens und den Umgang mit der Nähmaschine lernen. Zum anderen lernten sie aber auch, wie sie mit Hilfe von LEDs und einem Microcontroller ihre individuellen Stücke zu absoluten Highlights machen. Für die Innenseite des Beutels wurden außerdem zum Teil HTW-T-Shirts mit altem Logo vernäht, was dem Projekt zusätzlich Nachhaltigkeit verschaffte und den Mädchen live zeigte, wie cool Upcycling ist. So konnten die Mädchen ihre Kreativität entfalten und erste Erfahrungen im Bereich Programmierung sammeln. Mit Hilfe eines Python-Programms wurden z.B. die Leuchtdauer und  -reihenfolge der LEDs programmiert. Ziel war es, den Teilnehmerinnen zu zeigen, was mit der vermeintlich „trockenen Informatik“ für großartige Dinge entstehen können! 

Dabei haben wir gemeinsam gelernt, dass es gar nicht so einfach ist, ein passendes Design zu entwickeln und dieses mit der LED-Technologie zu verbinden. Leitfähiges Garn musste vernäht, der Micro-Controller und die LEDs an den richtigen Stellen festgenäht und dann mit dem Garn auch noch richtig angeschlossen werden. Eine zusätzliche Herausforderung war dabei alles so sauber zu vernähen, dass das leitfähige Garn sich nicht überkreuzt! War all diese Arbeit getan - kam der große Augenblick: Technik-Test mit Robert Ringel! Immer wieder konnte man ein begeistertes "Juchu! Es leuchtet!" hören!  
Es war großartig zu sehen, wie motiviert und engagiert die Teilnehmerinnen waren. Am Ende des Tages sind zwölf beeindruckende und individuelle Designs und Konzepte entstanden. 

Der Girls Day an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden bot den Mädchen nicht nur eine inspirierende Erfahrung, sondern auch die Möglichkeit, ihre Interessen im Bereich der Technik und des Designs weiter zu erkunden. Die Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung von Bildungsinitiativen, die Mädchen ermutigen, sich für MINT-Fächer zu interessieren und ihre Fähigkeiten in diesen Bereichen zu entwickeln. 

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