Möbel-Prototypen auf der Werkschau Design
HTWD/ Maja Matilde Martius
Die Prototypen wurden auf der Werkschau der Fakultät Design ausgestellt
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Neue Möbel für die Deutschen Werkstätten Hellerau

13 Studierende der Fakultät Design haben im Sommersemester 2026 Entwürfe für eine mögliche neue Möbelserie der Deutschen Werkstätten Hellerau entwickelt. Aus der Kooperation mit dem Traditionsunternehmen in Hellerau entstanden elf Konzepte.

Von der Unternehmensgeschichte zum Entwurf

Wie könnten Möbel der Deutschen Werkstätten heute aussehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich 13 Studierende der Fakultät Design der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) im vergangenen Sommersemester. Gemeinsam mit dem Unternehmen entwickelten sie Entwürfe für eine mögliche neue Möbelserie.

Am Anfang stand die Geschichte der Werkstätten. Die Studierenden recherchierten die Möbel und Einrichtungskonzepte der Deutschen Werkstätten und setzten sich mit deren gestalterischer Tradition auseinander. Bei einem Termin in Hellerau lernten sie das Unternehmen, seine Marke und seine Geschichte kennen. Weitere Impulse kamen aus einem Besuch im Kunstgewerbemuseum Pillnitz sowie aus Gesprächen mit Mitarbeitenden der Werkstätten.

Elf Ideen für Möbel von heute

Auf dieser Grundlage entwickelten die Studierenden eigene Entwürfe. Die Themen reichten von Sitzmöbeln und kleinen Tischen über Arbeitsplätze für zu Hause bis zu Containermöbeln und Regalsystemen. Insgesamt entstanden elf Ansätze für kleine Möbelserien.

„Es ging mir bei diesem Projekt explizit darum, dass die Studierenden nicht ins Blaue hinein entwerfen, sondern sich mit den Deutschen Werkstätten als fiktivem Auftraggeber und mit der Realisierungsmöglichkeit ihrer Entwürfe ernsthaft befassen,“ erläutert Professorin Karen Donndorf. Dabei ging es nicht nur um die Form. Die Entwürfe sollten sich an heutigen Anforderungen orientieren und als Serie funktionieren. 

Wie aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte ein eigenständiger Entwurf entsteht, zeigt der Entwurf H-Line von Maxi Konrad. In der Sitzmöbelserie aus Stuhl, Bank und Hocker greift die Designstudentin Gestaltungsprinzipien der Deutschen Werkstätten auf, wie Formreduktion, Materialechtheit und eine klare Sachform. Die Holzverbindungen bilden den Buchstaben H und verweisen damit auf Hellerau. 

Die Studentinnen Nele Richter und Nicola Schelz setzten sich in ihrem Entwurf eines hexagonalen Systems mit Themen wie Work-Life Balance und dem Homeoffice auseinander. 

Ausstellung auf der Werkschau und beim Sommerfest

Die Studierenden setzten ihre Konzepte mit erheblichem handwerklichem Aufwand um und konnten so überprüfen, wie ihre Ideen als Möbel funktionieren. Ihre Entwürfe und Modelle wurden im Juli auf der Werkschau der Fakultät Design präsentiert. Die Deutschen Werkstätten zeigten die Arbeiten der Studierenden auf ihrem Sommerfest in Hellerau.

Weitere Zusammenarbeit mit den Deutschen Werkstätten

Für die Deutschen Werkstätten hat sich die Zusammenarbeit gelohnt. „Es sind spannende Ideen und schöne Prototypen entstanden“, lautet das Fazit von Konstantin Kleinichen, Marketingleiter der Deutschen Werkstätten. Besonders beeindruckt habe ihn, wie engagiert sich die Studierenden mit dem Unternehmen und der Aufgabe auseinandergesetzt hätten. 

Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ist aus Sicht der Deutschen Werkstätten daher ausdrücklich gewünscht. 

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