
Transfer, der Zukunft schafft: Saxony⁵ Jahrestreffen 2026 in Mittweida
Beim Jahrestreffen am 21. September 2026 an der Hochschule Mittweida kamen Mitarbeitende der fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften zusammen.
Dabei standen die bisherigen Erfolge, die Wirkung des Wissenstransfers und die Zukunft des Netzwerks über das Projektende 2027 hinaus im Mittelpunkt. Die beteiligten Hochschulen wollen die aufgebauten Strukturen und Kooperationen langfristig sichern. Das nächste Jahrestreffen findet 2027 an der HTW Dresden statt.
Vom Strukturaufbau zum starken Netzwerk
Professor Uwe Mahn, Prorektor für Forschung an der Hochschule Mittweida, und Professorin Kathrin Harre, Prorektorin für Forschung und Transfer sowie Projektleiterin von Saxony⁵, blickten zur Begrüßung auf die Entwicklung des Verbunds zurück. Transfer sei an den beteiligten Hochschulen inzwischen fest verankert. Zugleich habe die Zusammenarbeit die Sichtbarkeit der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) gestärkt. „Die sächsischen HAW sind heute sichtbarer. Und sie werden stärker als das wahrgenommen, was sie sind: ein zentraler Partner für Innovation, für Unternehmen und für die Entwicklung unseres Freistaates“, betonte Professorin Harre.
Auch Sophie Tietze, Projektgeschäftsführerin des Transferverbunds an der HTW Dresden, hob die Bedeutung der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit hervor. Aus dem anfänglichen Aufbau einzelner Transferstrukturen sei ein Netzwerk entstanden, das gemeinsame Interessen bündelt und zunehmend gemeinsam auftritt. Gemeinsame Projektanträge, eingeworbene Fördermittel und neue Kooperationen zeigten, welche Wirkung die Zusammenarbeit entfaltet. „Genau das ist für uns Saxony⁵: gemeinsam mehr Wirkung zu erzeugen, als jede Hochschule allein erzeugen könnte. Gemeinsam aufzutreten, gemeinsam zu denken und gemeinsam sichtbar zu werden“, fasste Tietze die Entwicklung des Verbunds zusammen.
Mit Blick auf das Projektende geht es nun darum, erfolgreiche Strukturen, Formate und Kooperationen langfristig zu erhalten.
Transfer in der Praxis: KI, Lasertechnik und Finanzierung
Wie sich Transfer konkret gestalten lässt, zeigten zwei Fachvorträge. Professor Christian Roschke stellte Ansätze der Hochschule Mittweida für KI-gestütztes Matching vor. Dabei untersucht sein Team, wie Transfergebende und potenzielle Transfernehmende mithilfe vorhandener Daten zusammengebracht werden können. Neben der rechnerischen Übereinstimmung sind vor allem eine zielgruppengerechte Ansprache und die verständliche Vermittlung des konkreten Nutzens entscheidend.
Michael Pfeifer präsentierte das Projekt „Laserbasierte Fertigung in Architektur und Bauwesen“, das die Hochschule Mittweida gemeinsam mit der HTWK Leipzig entwickelt hat. Es verbindet innovative Fertigungsverfahren mit Herausforderungen der Baubranche. Im Fokus standen unter anderem individuell gestaltete Freiformfassaden und die Kombination von metallischem 3D-Druck mit Holzbau. Die Ansätze eröffnen neue konstruktive Möglichkeiten und unterstützen einen ressourcenschonenden Materialeinsatz.
Ergänzend vermittelten zwei Workshops praktische Kompetenzen: Storytelling-Trainer Stefan Ganß zeigte, wie Forschende ihre Ergebnisse verständlich und überzeugend präsentieren können. Der futureSAX-Workshop „Fremdkapital“ gab Einblicke in die Finanzierung von Ausgründungen. Business Angel Uwe Seidel erläuterte, worauf es bei einem Pitch für Kapitalgebende ankommt.
Forschung erleben und Ausblick auf 2027
Bei den anschließenden Besichtigungen konnten die Teilnehmenden Forschung unmittelbar erleben. Im Living Lab „Motion Simulation & Softwareentwicklung“ erhielten sie Einblicke in aktuelle Arbeiten rund um Simulation und Softwareentwicklung und konnten den Fahrsimulator selbst ausprobieren. Am Laserinstitut Mittweida (LHM) zeigte Michael Pfeifer anhand konkreter Anwendungen, wie Lasertechnologien innovative Fertigungsprozesse ermöglichen.
Zum Abschluss wurde der Staffelstab an Sophie Tietze übergeben. Das Jahrestreffen 2027 an der HTW Dresden bildet zugleich den Abschluss der aktuellen Projektphase. Im Mittelpunkt steht dann auch die Frage, wie die erfolgreiche Zusammenarbeit der fünf sächsischen HAW über das Förderende hinaus fortgeführt werden kann.
Über Saxony⁵
Saxony⁵ ist der Transferverbund der fünf sächsischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Dresden, Leipzig, Mittweida, Zittau/Görlitz und Zwickau. Er wird im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert.
Kontakt
Prof. Dr. rer. nat. Kathrin Harre
Prorektorin Forschung, Nachhaltigkeit und Transfer
- Z 259
- +49 351 462 3250

M.A. Sophie Tietze
Teamleitung "Netzwerke" / Projektgeschäftsführung Saxony5
- U 245
- +49 351 462 3929




