
Agri-Photovoltaik: Landwirtschaft und Solarstrom gemeinsam denken
Wie lassen sich landwirtschaftliche Flächen gleichzeitig für den Pflanzenbau und die Erzeugung von Solarstrom nutzen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Agri-Photovoltaik Feldtag Sachsen 2026 am 10. September an der Agri-PV-Anlage der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) in Dresden-Pillnitz. Die HTWD und das Zentrum für angewandte Forschung und Technologie e. V. (ZAFT) hatten dazu Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Landwirtschaft, Energiewirtschaft und Praxis eingeladen.
Forschung direkt an der Anlage
Im Mittelpunkt standen aktuelle Forschungs- und Praxisfragen zur Agri-Photovoltaik. Direkt an der Anlage konnten sich die Teilnehmenden über Pflanzenbauversuche, die Bewirtschaftung der Flächen zwischen und unter den Modulreihen sowie Möglichkeiten zur Steigerung der Solarstromproduktion informieren.
Prof. Karl Wild und David Nitzow stellten Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Albedo+“ vor. Untersucht wird dabei, wie sich die Rückstrahlung von Boden und Pflanzen nutzen lässt, um die Stromproduktion von Agri-PV-Anlagen zu erhöhen. Dr. Guido Lux gab Einblicke in den Pflanzenbau unter Agri-PV-Bedingungen. Weitere Beiträge thematisierten Auswirkungen der Photovoltaik auf die Flächennutzung und das Mikroklima. Auch die praktische Pflege der Grünflächen unter den Modulreihen wurde anhand entsprechender Geräte demonstriert.
Praxisnahe Lösungen für die Energiewende
Der Feldtag machte Forschung unmittelbar am Anwendungsort erlebbar und bot Raum für den Austausch zwischen Wissenschaft, Landwirtschaft und Energiewirtschaft. Gerade bei der Agri-Photovoltaik müssen unterschiedliche Anforderungen zusammengebracht werden: Die Fläche soll weiterhin landwirtschaftlich nutzbar bleiben und zugleich zur Erzeugung erneuerbarer Energie beitragen.
Die Veranstaltung zeigte, welche Fragen bei der Weiterentwicklung von Agri-PV-Systemen eine Rolle spielen – vom Pflanzenbau und der Flächenpflege über die Stromproduktion bis hin zu Rückstrahlung und Mikroklima.

