
Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft
Am 11. Februar ist der Internationale Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Der Aktionstag bietet Anlass, die Situation von Frauen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTWD) in den Blick zu nehmen.
Der Frauenanteil in Studium, Forschung und Lehre ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Dennoch sind Frauen, insbesondere in den MINT-Fächern und in Führungspositionen, weiterhin unterrepräsentiert. Die Zahlen zeigen klar: Geschlechterparität ist an der HTWD noch nicht erreicht. Gleichzeitig engagiert sich die Hochschule gezielt für mehr Chancengleichheit und die nachhaltige Förderung weiblicher Talente in Wissenschaft und Forschung.
Frauen und Wissenschaft
Die Vereinten Nationen haben den Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft im Jahr 2015 eingeführt. Ziel ist es, die Bedeutung von Mädchen und Frauen in Naturwissenschaft, Technik und Forschung sichtbar zu machen.
Weltweit liegt der Anteil von Frauen in Forschung und Wissenschaft bei rund einem Drittel. In Deutschland ist er mit 29,4 Prozent noch niedriger. Besonders deutlich zeigt sich die Unterrepräsentanz im MINT-Bereich.
Frauen in der Wissenschaft an der HTWD
Der technische Schwerpunkt der Hochschule prägt die Frauenanteile auf allen wissenschaftlichen Karrierestufen. Der Anteil von Studentinnen liegt aktuell bei 32,3 Prozent. Zwischen den Fächern bestehen jedoch große Unterschiede. In den MINT-Studiengängen beträgt der Anteil von Studentinnen 25,1 Prozent.
Beim wissenschaftlichen Nachwuchs liegt der Frauenanteil bei 30,4 Prozent. Dazu zählen Doktorandinnen sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen einschließlich Postdocs.
Unter den 164 Professorinnen und Professoren sind 36 Frauen. Das entspricht einem Anteil von 22 Prozent. Auch in Leitungspositionen sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Sowohl unter den acht Dekaninnen und Dekanen als auch in der vierköpfigen Hochschulleitung ist jeweils nur eine Frau vertreten.
Die Entwicklung verdeutlicht das bekannte Phänomen der sogenannten Leaky Pipeline. Mit jeder höheren Karrierestufe sinkt der Frauenanteil.
Positive Entwicklung mit weiterem Handlungsbedarf
Trotz dieser Befunde zeigen die vergangenen zehn Jahre eine positive Entwicklung. Der Frauenanteil ist auf allen Karrierestufen kontinuierlich gestiegen. Unter den Studierenden um mehr als drei Prozent, beim wissenschaftlichen Nachwuchs um über fünf Prozent und bei den Professuren um vier Prozent.
Diese Entwicklung bestätigt, dass gezielte Maßnahmen Wirkung zeigen. Zugleich bleibt weiterer Handlungsbedarf bestehen.
Chancengleichheit
Die HTWD verfolgt das Ziel, chancengleiche Studien und Forschungsbedingungen zu schaffen. Langfristig strebt sie ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis unter Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie in Führungspositionen an.
Die Hochschule bietet fortlaufend Maßnahmen zur Gewinnung von Studienanfängerinnen und zur Unterstützung von Frauen auf allen Qualifikationsstufen an. Dazu zählt unter anderem das Professorinnenprogramm III. Ergänzend ist die HTWD Teil des Frauen-Netzwerks Women@DDc.
Aktuelle Angebote des Professorinnenprogramms III
Weitere Dokumente/ Antragsformulare finden Sie hier: https://www.htw-dresden.de/news
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