
Naturnahe und klimafreundliche Schulhöfe
Studierende der HTWD präsentieren neue Ideen für den Schulhof des Gymnasiums Coswig
Schulhöfe sind weit mehr als reine Pausenflächen: Sie bieten Aufenthalts- und Bewegungsräume, fördern das soziale Miteinander und können durch naturnahe, klimaangepasste Gestaltung zu lebendigen Lern- und Erholungsräumen werden. Grüne Flächen, Schulgärten und beschattete Bereiche tragen nicht nur zur Reduzierung von Hitze bei, sondern machen auch natürliche Prozesse wie Regenwasserversickerung und Verdunstung erlebbar und vermitteln ein Bewusstsein für nachhaltiges Ressourcenmanagement.
Planung Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern
Im Wintersemester 25/26 haben Studierende der Hochschule für Wirtschaft und Technik Dresden (HTWD), im Studiengang Gartenbau, Studienrichtung Landschaftsbau, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Coswig Konzepte zur Weiterentwicklung des Schulhofes erarbeitet. Ziel war es, den Schulhof in einen klimafreundlichen, naturnahen und lebenswerten Raum zu verwandeln, der Biodiversität fördert, Erholungsflächen bietet und Bildungsprozesse gezielt nach draußen verlagert. Grundlage der Entwürfe bildeten Ortsbegehungen, Bestandsanalysen und Referenzbeispiele aus dem Raum Dresden. Die Schulgemeinschaft wurde aktiv eingebunden: 40 Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen nahmen an einem Workshop und an einer gemeinsamen Schulhofbegehung teil.
Umsetzung wird geprüft
Die 19 Studierenden der Vertiefungsrichtung Landschaftsbau erarbeiteten ihre Konzepte in sechs Gruppen, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Schulhofes wie den Schulgarten, naturnahe und klimafreundliche Außen- und Aufenthaltsräume umfassen. Die Ergebnisse des Projektes wurden in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Hier wurde gemeinsam mit dem Fachlehrer des Projekts „Grüne Schule und dem Klimaschutzmanager der Stadt Coswig, die Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit diskutiert. Perspektivisch sollen ausgewählte Ideen in einer weiteren Zusammenarbeit weitergeführt und für eine Umsetzung vorbereitet werden.
Das Projekt wurde von Projekt Schulhoftransformer unterstützt. Es zeigt, wie Bildung, Nachhaltigkeit und Stadtgrün miteinander verknüpft werden können. Gleichzeitig betont es die Bedeutung der aktiven Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, die nicht nur den Entwurfsprozess bereichern, sondern für die Studierenden einen wichtigen praxisnahen Lerneffekt darstellen. Weitere Informationen: https://schulhoftransformer.de/

