Mattias Klingner beim Präsentieren der Assistenzsysteme im Patientenzimmer vor den Pflegekräften
Nora Havel
Erstellt von Nora Havel / Norman Schulze |

Pflegefachschülerinnen und -schüler besuchen Smart Co-Care Apartment der HTW Dresden

Wie können digitale Assistenzsysteme Pflegekräfte entlasten und Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen? Antworten darauf erhielten die angehenden Pflegefachkräfte der Pflegefachschule Leipzig bei ihrem Besuch im Smart Co-Care Apartment der HTW Dresden. Nach einer theoretischen Einführung zu Ambient Assisted Living im Unterricht konnten sie innovative Technologien direkt vor Ort erproben und deren Potenziale für die Pflegepraxis und das Wohnen im Alter entdecken.

Assistenzsysteme im Alltag erleben

Bei einer Führung durch das Living Lab wurden verschiedene Technologien vorgestellt, die Menschen im Alltag unterstützen können. Dazu zählen unter anderem vielfältige Möglichkeiten der barrierefreien Wohnraumgestaltung, intelligente Lichtsteuerungen mit automatischer Nachtbeleuchtung und individuell anpassbaren Lichtszenen, Sensorsysteme zur Sturzerkennung sowie zur Erfassung von Schlaf- und Wachrhythmen mittels sensorgestützem Bett. Anhand eines digitalen Bilderrahmens wurde außerdem gezeigt, wie persönliche Erinnerungen, Fotos und Nachrichten in den Alltag integriert werden können. Außerdem wurde der Roboter temi präsentiert, dessen Einsatzmöglichkeiten künftig auch in der Therapie von Demenz liegen sollen.

Einblicke in Forschung und Zukunft der Pflege

Neben diesen Anwendungen erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der HTW Dresden. Vorgestellt wurde unter anderem HILDE, ein haptisches Interface für lebendige digitale Erfahrungen, das die Kommunikation über Distanz um den Tastsinn erweitert und so neue Formen des sozialen Austauschs ermöglicht. Besonderes Interesse weckte zudem eine Augmented-Reality-Anwendung für Pflegekräfte, die anschauliche Visualisierungen von Sensordaten der Wohnung bietet und damit eine intuitive Interpretation der Informationen im Pflegealltag unterstützt.

Der Austausch verdeutlichte, wie digitale Assistenzsysteme Pflegekräfte entlasten und gleichzeitig die Selbstständigkeit von Menschen mit Unterstützungsbedarf fördern können. Zugleich erhielten die Forschenden wertvolle Einblicke in die Perspektive angehender Pflegefachkräfte und wichtige Impulse für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der vorgestellten Technologien. Das Smart Co-Care Apartment bietet hierfür eine praxisnahe Umgebung, in der aktuelle Forschungs- und Entwicklungsergebnisse erlebbar gemacht werden und unterschiedliche Zielgruppen Einblicke in die Möglichkeiten zukunftsfähiger Wohn- und Pflegekonzepte erhalten.

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M.Sc. Nora Havel

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Dipl.-Inf. (FH) Mathias Klingner

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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