Prof. Stefan Schramm
HTWD/ Peter Sebb
Prof. Stefan Schramm
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Professor der HTWD zum Präsidenten der internationalen Gesellschaft für Biolumineszenz und Chemilumineszenz gewählt

Prof. Dr. Stefan Schramm, Professor für Organische Chemie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD), wurde Ende Mai auf der internationalen Jahreskonferenz der International Society for Bioluminescence and Chemiluminescence (ISBC) in Thailand einstimmig zum nächsten Präsidenten der Fachgesellschaft gewählt. Seine zweijährige Amtszeit beginnt im Januar 2027. Mit der Wahl wird die langjährige Lumineszenz-Forschung von Stefan Schramm international anerkannt.

Schramm tritt damit an die Spitze einer Fachgesellschaft, die seit mehr als drei Jahrzehnten weltweit Forschende aus Wissenschaft und Industrie vernetzt. Im Mittelpunkt steht die Erforschung der Lichterzeugung aus chemischen und biologischen Prozessen – einem Feld, dessen Anwendungen von der medizinischen Diagnostik über die Bioelektronik bis zur Untersuchung leuchtender Lebewesen wie Glühwürmchen, Tiefseefische oder bestimmter Pilzarten reichen.

„Diese Wahl freut mich sehr. Ich verstehe sie auch als Anerkennung für die intensive Arbeit, die ich zusammen mit meiner Gruppe seit über einem Jahrzehnt zu Biolumineszenz und Chemilumineszenz leiste“, so Schramm. In seiner Arbeitsgruppe entwickelt das Team neue lumineszente Materialien und überträgt grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse in anwendungsnahe Sensorik. Aktuell beteiligt sich die Gruppe unter anderem am Forschungsverbund Biotronis zum Transfer biolumineszenter Reaktionen in die Biosensorik und Bioelektronik. Im Verbundvorhaben eMatInnoHub entstehen biolumineszente Sensoren zum Nachweis von Krankheitserregern. Grundlagenforschung zum Mechanismus der Biolumineszenz des marinen Leuchtkrebses Cypridina hilgendorfii betreibt das Team in Kooperation mit dem japanischen Forschungsinstitut AIST. Weitere Projekte sind in Vorbereitung oder Beantragung.

Als Präsident wird Schramm gemeinsam mit dem Council die Aktivitäten der internationalen Fachgesellschaft koordinieren, das Forschungsfeld gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit vertreten und die strategische Ausrichtung der ISBC gestalten. Im Mittelpunkt seiner zweijährigen Amtszeit stehen die Gewinnung neuer Mitglieder – insbesondere aus der nachwachsenden Forschergeneration –, der Ausbau der Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie sowie die Stärkung der Sichtbarkeit des Themas in der Öffentlichkeit. „Die Anwendungen biolumineszenter und chemilumineszenter Phänomene reichen von der medizinischen Diagnostik bis zu neuartigen Materialien für die Bioelektronik. Diese gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung sichtbar zu machen, ist mir gerade als Forscher an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften ein besonderes Anliegen“, so Schramm.

Für die HTW Dresden bedeutet die Wahl Schramms zum Präsidenten der ISBC eine zusätzliche internationale Bühne. Die Hochschule positioniert sich damit sichtbar in einem dynamischen Forschungsfeld an der Schnittstelle von Chemie, Biologie, Materialwissenschaften und Bioelektronik. Schramms Netzwerk und sein internationales Mandat eröffnen neue Möglichkeiten für Kooperationen, gemeinsame Forschungsanträge und den fachlichen Austausch mit Einrichtungen und Industriepartnern weltweit.

Über das Schramm Lab an der HTW Dresden

Der Arbeitskreis von Prof. Schramm an der HTW Dresden erforscht biolumineszente und chemilumineszente Phänomene und entwickelt neue lumineszente organische Materialien. Ein besonderer Fokus liegt auf der Übertragung dieser Grundlagenforschung in anwendungsnahe Sensorik für Biomedizin, Umweltanalytik und Bioelektronik. Die Gruppe arbeitet aktuell in mehreren drittmittelgeförderten Verbundprojekten und kooperiert international mit Einrichtungen in Japan, den Vereinigten Staaten und Europa.

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