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TUD/ Sven Ellger
Strategietreffen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer sowie mit Vertreterinnen und Vertretern der Technischen Universitäten Dresden, Chemnitz und Freiberg sowie der HTWD
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Sächsische Wasserstoffunion: Wege zur klimaneutralen Industrie

Das Verbundprojekt „Hy²Cycle“ entwickelt Technologien für eine kreislauforientierte Wasserstoff-Wirtschaft in Sachsen. Die HTWD ist gemeinsam mit den Technischen Universitäten in Dresden, Chemnitz und Freiberg an dem Projekt beteiligt.

Am 7. Januar 2026 fand an der TU Dresden ein Strategietreffen zur Weiterentwicklung der Sächsischen Wasserstoffunion statt. Neben dem Ministerpräsidenten (MP) des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Technischen Universitäten in Dresden (TUD), Chemnitz (TUC) und Freiberg (TUBAF) sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) an dem Treffen teil.  

Im Vordergrund stand das kürzlich erfolgreich im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworbene Verbundprojekt „Hy²Cycle“, an dem die drei Universitäten sowie die HTWD beteiligt sind. Bei dem Verbundvorhaben handelt es sich um ein Leuchtturmprojekt der anwendungs- und kreislauforientierten Wasserstoff-Forschung, das im Rahmen der Sächsischen Wasserstoffunion realisiert wird. 

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen: „Wasserstoff ist und bleibt ein Energieträger der Zukunft und ein zentraler Baustein für die klimaneutrale Transformation. Die starke Zusammenarbeit in der Sächsischen Wasserstoffunion sichert technologischen Fortschritt, regionale Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit im europäischen und globalen Maßstab. Trotz aktuell hoher Energiepreise, knapper Verfügbarkeiten und anspruchsvoller europäischer Rahmenbedingungen setzen wir uns gemeinsam mit dem Bund konsequent dafür ein, dass die Wasserstoffstrategien ihre volle Wirkung entfalten.“

Ressourcenschonende Wasserstoff-Erzeugung – Beitrag zur Energiewende 

Hy²Cycle adressiert zentrale Zukunftsfragen der Energiewende: Entwickelt werden recyclingfähige Elektrolyseur- und Brennstoffzellenkomponenten, insbesondere für die alkalische Hochdruckelektrolyse. Dieses Verfahren macht die energieaufwendige Herstellung von Wasserstoff effizienter und spart damit Energie und Kosten. Ziel ist es, energieeffiziente, ressourcenschonende und wiederverwendbare Brennstoffzellen-Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu ermöglichen.

Teilprojekte an der HTWD sind die Entwicklung und Fertigung recyclingfähiger Druck-Alkali-Elektrolysezellen (DAE), die Digitalisierung der Prozesskette sowie eine skalierbare Bauteilherstellung und Montage. Beteiligt sind die Professuren Umform- und Trenntechnik (Prof. Dr. Matthias Jäckel), Fertigungsplanung und Montage (Prof. Dr. Uwe Kühsel) und Produktentwicklung/CAD (Prof. Dr. Wolf Georgi) der Fakultät Maschinenbau. 

Prof. Dr. Ingo Gestring, Rektor der HTWD: „Die HTW Dresden steht für Anwendung und Transfer. Hier bringen wir unsere besondere Expertise ein und entwickeln Technologien so weiter, dass regionale Unternehmen diese anwenden können.“

Nachhaltige Energie – Antrieb und Wertschöpfung von morgen

Darüber hinaus diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Universitäten und der HTWD gemeinsam mit dem MP weitere Beiträge zur Weiterentwicklung der Sächsischen Wasserstoffunion und den Aufbau einer wasserstoffbasierten Kreislaufwirtschaft in Sachsen. 

Hintergrund: Sächsische Wasserstoffunion

Die Sächsische Wasserstoffunion wurde 2022 von den drei sächsischen Technischen Universitäten TUD, TUD und TUBAF gegründet, um Kompetenzen in Forschung, Lehre und Transfer zu bündeln und Sachsen als international sichtbaren Wasserstoffstandort zu positionieren. Seitdem konnten zahlreiche Verbundprojekte eingeworben werden, die Grundlagen- und anwendungsnahe Forschung mit industriellem Transfer verbinden. Mit der Einwerbung und Umsetzung von „Hy²Cycle“ gehen die Partner gemeinsam mit der HTWD nun einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer kreislauforientierten, zukunftsfähigen Wasserstoff-Wirtschaft in Sachsen, die neben den wissenschaftlichen Akteuren auch diverse und regionale Partner aus der Wirtschaft und Industrie zusammenbringen wird.

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Kontakt

M.A. Constanze Elgleb

Pressesprecherin, Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit

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