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Das Team von onFire digital
onFire digital

Von null auf hundert in zwei Jahren

Erstellt von Gründungsschmiede |

Ihr Firmenname ist Programm: 2018 ziehen onFire digital  in die HTW-Gründungsschmiede ein, nutzen Büros, Infrastruktur und erfahrene Berater, die sie durch den Gründungsprozess ihres Startups begleiten. Sie bauen ein Team auf und vergrößern sich schnell. Nun geht die Online Marketing Agentur für Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenwerbung (SEA) und Social Media den nächsten großen Schritt und bezieht mit acht Mann die ersten eigenen Büroräume am Wasaplatz. Mit den Gründern Steve Lohse, Jens Piesker und Steve Stockmeier blicken wir auf ihre Zeit an der Gründungsschmiede zurück, sprechen über interessante Projekte, Erkenntnisse und Stolpersteine bei der Unternehmensgründung und warum Beratung und ein gutes Netzwerk in der Anfangsphase so wichtig sind.

Ihr arbeitet erfolgreich im Bereich Online Marketing. Was genau macht ihr und an welchen Projekten arbeitet ihr am liebsten?

onFire: Kurz gesagt, wir machen Unternehmen im Netz sichtbar und sorgen dafür, dass sie erfolgreich aufgestellt sind. Unser Fokus liegt dabei auf der Analyse, Optimierung und dem Monitoring von Webseiten und Social Media Profilen. Unsere Zielgruppen sind vorwiegend Startups und junge Unternehmen. In Projekten für diese Kunden stecken wir am liebsten, denn wir finden es extrem spannend, ihre Entwicklung zu begleiten und mit ihnen gemeinsam zu wachsen. Über das Netzwerk der Gründungsschmiede haben wir Kontakte zu unseren ersten Kunden wie grünerdüngen, Senorics und die Zigarrenmanufaktur geknüpft, die wir bis heute betreuen. Auch mit Startups wieEuventure, die derzeit in der Gründungsschmiede sitzen, arbeiten wir erfolgreich zusammen.

Aller Anfang ist schwer. Ihr sagt selbst, dass zu Beginn eurer Gründerzeit nicht immer alles glatt lief. Was habt ihr gelernt und welche Fehler macht ihr mit Sicherheit nicht noch einmal?

onFire: Wir haben für die onFire digital UG den Handelsregistereintrag damals kurz vor Jahresende vollzogen und mussten für die letzten wenigen Tage des Jahres noch einen teuren Jahresabschluss erstellen. Der Zeitpunkt war einfach schlecht gewählt und hat uns unnötig viel Geld gekostet. Wir hätten uns hier sicher nochmal beraten lassen sollen.

Zu Beginn haben wir auch regelmäßig den organisatorischen Aufwand unterschätzt, den ein eigenes Unternehmen so mit sich bringt, zum Beispiel bei der Personalplanung für unsere Projekte. Da kam es schon mal vor, dass wir nicht genug Arbeitsplätze und Rechner für unsere Mitarbeiter hatten. Ein Großteil der Arbeitszeit geht regelmäßig auch für Dinge drauf, die eigentlich nichts mit der eigenen Kernkompetenz zu tun haben, wie Angebote schreiben, Projektmanagement, interne Abstimmung. Das hatten wir am Anfang unterschätzt.

Sehnt ihr auch manchmal nach eurem alten Leben als Angestellte zurück?

onFire: Definitiv nicht. Mit onFire konnten wir uns beruflich verwirklichen, können eigenverantwortlich arbeiten und eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Auf die Erfahrungen, die wir aus der guten Zusammenarbeit mit unseren Kunden ziehen, möchten wir nicht verzichten und wir sind stolz, dass wir aus eigener Kraft bereits schon so viel erreicht haben. Die Gründungsschmiede hat uns auf unserem Weg sehr unterstützt.

Gab es Scheidewege oder Wendepunkte auf eurem Weg?

onFire: Wir waren uns eigentlich immer sehr sicher, dass onFire der richtige Weg für uns ist. Deshalb gab es Wendepunkte als solche eigentlich nicht. Mulmig wurde uns dennoch hin und wieder, beispielsweise als der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur auslief und wir uns das erste Mal eigenes Gehalt gezahlt haben. Ab da wussten wir: Jetzt sind wir komplett für uns selbst verantwortlich.

Mit unserem neuen Büro gehen wir jetzt auf volles Risiko und müssen uns mit steigenden Fixkosten auseinandersetzen. Während die Tendenz durch Corona immer mehr zum Homeoffice geht, richten wir uns gerade komplett neu ein. Aber wir arbeiten hier mit Weitsicht. Mit onfirepersonal.de wollen wir uns mit der Vermittlung von digitalen Jobs ein zusätzliches Standbein aufbauen.

Habt ihr noch einen Tipp für junge Gründer?

onFire: Bestimmte Aufgaben sollte man grundsätzlich outsourcen und den Profis überlassen. Wir würden jedem raten, beispielsweise für die Buchhaltung und die Lohnabrechnung ein gutes Steuerbüro zu finden. Je mehr sich ein Dienstleister in der eigenen Branche auskennt, desto besser.

Wichtig ist auch, sich regelmäßig mit Experten, gestandenen Gründer:innen und Unternehmensberater:innen auszutauschen. Die Berater:innen in der Gründungsschmiede haben uns damals sehr geholfen und die Beratung ist komplett kostenfrei. Die Gründungsschmiede bieten darüber hinaus auch Büroräume, PCs und Internet, das Netzwerk von dresden|exists und sie helfen, Reichweite zu generieren, zum Beispiel über Veranstaltungen wie die KarriereStart.