Datenräume, KI und Manufacturing-X: Der 5. IIoT Innovation Brunch bringt Forschung und Industrie zusammen
Am 27. Februar 2026 hat die Professur für Informationsmanagement ihren 5. Industrial IoT Innovation Brunch an der HTW Dresden veranstaltet.
Die Veranstaltung, gefördert im Rahmen des Verbundvorhabens Saxony⁵, brachte mehr als 60 Partnerinnen und Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammen. Gemeinsam diskutierten wir aktuelle Entwicklungen rund um industrielle Datenökosysteme, Datenräume und Künstliche Intelligenz.
Ein besonderes Highlight war die Ankündigung eines neuen AAS Research Hub der IDTA durch die Professoren Dirk Reichelt, Leon Urbas und Matthias Bölke. Damit wird die Forschung rund um die Verwaltungsschale für Industrieanlagen, die sogenannte Asset Administration Shell (AAS), an unserer Hochschule weiter gestärkt und international vernetzt. Diese Technologie gilt als zentraler Baustein für die digitale Vernetzung von Maschinen und Anlagen in Industrie 4.0.
Perspektiven aus Politik und Forschung
In seinem Vortrag gab Peter Ittenbach vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie spannende Einblicke in zukünftige Fördermaßnahmen im Bereich industrieller Datenökosysteme sowie deren Bedeutung für industrielle Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Besonders im Fokus standen Datenräume und ihre Rolle für eine sichere und interoperable industrielle Datenwirtschaft.
Praxisimpulse aus der Industrie
Neben strategischen Perspektiven standen praxisnahe Impulse aus der Industrie im Mittelpunkt.
Haris Avgoustinos der EXPO21XX GmbH stellte vor, wie die Initiative Manufacturing-X die Digitalisierung über verschiedene Fertigungsindustrien hinweg vorantreibt. Zentrale Themen sind dabei Datenräume, Daten- und Prozessinteroperabilität, Cybersecurity, Compliance sowie neue datenbasierte Geschäftsmodelle.
Stefanie Hammer der algorismic GmbH zeigte anhand von Beispielen aus der Halbleiterindustrie, wie die Versorgungsinfrastruktur von Halbleiter-Fabs durch interoperable Schnittstellen, durchgängige Datenintegrationund offene Datenräume zu einem wichtigen Effizienztreiber für nachhaltige Produktion werden kann.
Einen weiteren Praxisimpuls gab Marian Klee von Brighter AI. Er stellte moderne Ansätze zur datenschutzkonformen Bild- und Videoanonymisierung vor, die neue Möglichkeiten für datenbasierte Analysen und KI-Anwendungen eröffnen.
Austausch und Demonstratoren aus Forschungsprojekten
Der Brunch bot zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Besonders die Präsentation verschiedener Demonstratoren aus aktuellen Forschungsprojekten, darunter OSHOP und SEMICONDUCTOR-X, stieß auf großes Interesse und führte zu intensiven Gesprächen über konkrete Anwendungsfälle und zukünftige Kooperationen.
Für uns als Professur für Informationsmanagement ist der IIoT Innovation Brunch ein wichtiges Format, um den Transfer zwischen Forschung und industrieller Praxis aktiv zu fördern. Wir freuen uns sehr über das große Interesse der Teilnehmenden sowie über die lebhaften Diskussionen und bedanken uns herzlich bei allen Referentinnen und Referenten, unseren Transferpartnern sowie allen Unterstützenden, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
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