
Bergamotte & Bienenfresser: Studienreise der HTWD an die Universitá Mediterranea di Reggio di Calabria
Vom 7. bis 13. Mai waren die Studierenden des Masterstudiengangs Landschaftsentwicklung in der Region Kalabrien in Italien auf Exkursion.
Wasserknappheit im Zuge des Klimawandels, eine fortschreitende Urbanisierung und Versiegelung der Landschaft und der Mangel an wirtschaftlichen Perspektiven. Was in Deutschland nach zukünftigen Szenarien klingt, ist im Süden Italiens längst Realität. Landwirte kämpfen um Wasser, um weiterhin regionale Produkte wie die für die Parfümherstellung begehrte Citrusfrucht Bergamotte anbieten zu können. Eine wilde Bautätigkeit in den vergangenen Jahrzehnten bestimmt das Landschaftsbild der Küstenregionen, während das Hinterland unter der Abwanderung vieler Menschen leidet.






Gemeinsame Exkursionen mit der italienischen Partnerhochschule der HTWD
Mit diesen Herausforderungen hat sich die HTWD zusammen mit ihrer Partnerhochschule Università Mediterranea di Reggio Calabria im Rahmen einer Studienreise des Maststudiengang Landschaftsentwicklung nach Kalabrien auseinandergesetzt. Im Modul Entwicklung Europäischer Kulturlandschaften präsentierten sich Studierende unterschiedliche Perspektiven auf die Anpassung an den Klimawandel: Von der Planung eines Biotopverbundsystems für trockenheitsliebende Arten wie den Bienenfresser in Sachsen bis zu Wiederbelebung verlassener Dörfer am Fuße des Aspromonte-Nationalparks in Italien.
Während gemeinsamer Feldexkursionen wurden unter anderem ein Agrotourismusprojekt für den Bergamotte-Anbau sowie eine Seeschildkrötenaufzuchtstation besucht. Auch die Jagd auf Greifvögel wie den Wespenbussard während des Vogelzuges, die mittlerweile durch das Engagement von Ehrenamtlichen effizient unterbunden wird, wurde thematisiert. Neben einem intensiven inhaltlichen Programm blieb viel Zeit für den fachlichen und persönlichen Austausch mit den Kollegen und Studierenden aus Italien.
Wahlpflichtmodul „Europäische Kulturlandschaften“
Die Veranstaltung Entwicklung Europäischer Kulturlandschaften wird jedes Jahr als englischsprachiges Modul in Kooperation mit einer Partnerhochschule der HWTD im Studiengang Landschaftsentwicklung angeboten. „Das Modul dient vor allem als niederschwelliges Angebot für Studierende, um den Hochschulbetrieb in anderen Ländern kennenzulernen und die eigene Perspektive zu erweitern“, sagt Professor Arne Cierjacks, der in diesem Jahr das Modul zusammen mit dem Landschaftsarchitekten und Lehrbeauftragten Christoph Hein organisiert hat.
Kontakt
Prof. Dr. rer. nat. habil. Arne Rüdiger Cierjacks
Dekan der Fakultät LUC
- P1 022 / S 430A
- +49 351 462 3640
