Mobile Mischanlage zur Flüssigbodenherstellung
A. Bechert
Mobile Mischanlage zur Flüssigbodenherstellung vor der HTWD
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Flüssigboden-Tagung an der HTWD mit Teilnehmerrekord

151 Teilnehmende aus Baupraxis, Verwaltung und Wissenschaft kamen am 10. September zur 7. D.A.CH-Tagung Flüssigboden an die HTW Dresden. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, Praxisbeispiele und Forschung zum Einsatz von Flüssigboden im Bauwesen.

Eröffnet wurde die zweitägige Tagung vom Prorektor der HTW Dresden, Prof. Andreas Franze, und Joachim Kurth, Vorstandsvorsitzender der RAL Gütegemeinschaft Flüssigboden e. V. Die Veranstaltung wird alle zwei Jahre vom Lehrgebiet Wasserwesen der Fakultät Bauingenieurwesen ausgerichtet.

Flüssigboden als Alternative zur Deponierung von Bodenaushub

Angesichts abnehmender Deponie- und Transportkapazitäten sowie der Anforderungen der Ersatzbaustoffverordnung gewinnt die Wiederverwendung von Bodenaushub an Bedeutung. Flüssigboden ermöglicht dabei neue Einsatzmöglichkeiten, unter anderem im Kanal- und Rohrleitungsbau sowie bei der Verfüllung unterirdischer Hohlräume.
Auf der Tagung präsentierten Auftraggeberinnen und Auftraggeber aus Kommunen ihre Erfahrungen mit der Technologie. Ergänzend wurden aktuelle Untersuchungen zu geotechnischen Eigenschaften und Fragen des Umweltschutzes vorgestellt.
Ein besonderer Programmpunkt war die Verleihung des „RAL GZ 507 – Innovationspreis FB“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung erhielten Max Ammberger und Karl Märcz, Studenten der OTH Regensburg, für ihre Studienarbeit zur KI-gestützten Erstellung von Flüssigboden-Rezepturen.

Auch auf dem Campus wurde die Technologie sichtbar: Vor dem Zentralgebäude stellten Unternehmen ihre Mischanlagen aus und gaben Einblicke in die praktische Herstellung und Anwendung von Flüssigboden.

Forschung an der HTWD untersucht neue Einsatzmöglichkeiten

Auch in aktuellen Forschungsprojekten des Lehrgebiets Wasserwesen spielt Flüssigboden eine Rolle. In den Projekten GRUWAS und KLIWODA wird untersucht, wie sich die Technologie für den Bau von Löschwasserspeichern in Waldgebieten sowie für Filteranlagen zur Reinigung von Straßenabwasser nutzen lässt.
Bei beiden Anwendungen sollen Sohlen und Wandungen aus etwa 30 Zentimeter dicken Flüssigbodenwänden hergestellt werden. Ziel ist eine Wasserdurchlässigkeit von lediglich 1 · 10⁻⁹ m/s. Damit untersucht die HTWD, wie Flüssigboden für ressourcenschonende und anwendungsorientierte Lösungen im Bauwesen eingesetzt werden kann.

Weitere Dokumente/ Antragsformulare finden Sie hier: https://www.htw-dresden.de/news

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