KLIWODA - Klimawandel und angepasste Wasserbewirtschaftung im Weltkulturerbe Muskauer Park


Laufzeit
01.01.2026 - 31.12.2028
Projektbeschreibung
Der Klimawandel macht in Ostsachsen und der polnischen Grenzregion eine Anpassung der Wasserbewirtschaftung notwendig, sowohl durch technische Maßnahmen an der Infrastruktur als auch durch ein nachhaltiges Ressourcenmanagement und vorausschauende Notfallplanung. Ziel des Projekts KLIWODA ist die Entwicklung einer nachhaltigen, an klimatische Veränderungen angepassten Strategie zum Schutz lokaler unterirdischer Wasserressourcen unter besonderer Berücksichtigung der Katastrophenprävention und Katastrophenresilienz. Dies soll durch Untersuchungen zur langfristigen Entwicklung der Wasserbilanz, zur Bewertung von Maßnahmen zur Klimaanpassung wie Überflutungsvorsorge, Dürremanagement und Regenwasserinfiltration sowie die gezielte Nutzung von Prozessen in der ungesättigten Bodenzone für den Rückhalt von Schadstoffen bei der Infiltration von Niederschlagswasser erfolgen.
Für die Partnerstädte Bad Muskau und Łęknica (Landreis Görlitz bzw. Landkreis Żarski in der Woiwodschaft Lubuskie) an der Lausitzer Neiße sollen der Kenntnisstand zur Entwicklung der Wasserdargebote und der Risiken bei Extremwetterereignissen verbessert, die Grundwasserneubildung durch Infiltration von gereinigtem Niederschlagswasser von Verkehrsflächen erhöht und technische Lösungen entwickelt und mit Pilotanlagen demonstriert werden, mit denen Mikroplastik-Partikel sowie partikelgebundene und gelöste Schadstoffe zurückgehalten werden. Im Rahmen der Entwicklung eines Mikroplastik-Filters für Abläufe von Verkehrsflächen wird die Eignung von Abfällen aus der regionalen Keramikindustrie als recyclefähiges Filtermaterial getestet. Somit leistet KLIWODA auch einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft durch Ressourcenmanagement im Fördergebiet. Bei Starkniederschlägen soll die Regenrückhaltung nicht nur in der Fläche sondern auch bei den Anfallpunkten realisiert werden. Die Versickerungsanlagen mit Filtersystem müssen deshalb mit vorgeschalteten Regenrückhalteeinrichtungen ver-sehen werden.
Gesamtausgaben
3.098.628 Euro
EU-Förderung
2.478.902 Euro