
HTW Dresden baut Studienkooperationen mit der Mongolei aus
Neue Vereinbarungen mit zwei mongolischen Hochschulen schaffen die Grundlage für binationale Bachelorprogramme in Maschinenbau und Elektrotechnik. Mongolische Studierende können ihr Studium künftig an der HTW Dresden fortsetzen.
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD) baut ihre Zusammenarbeit mit mongolischen Hochschulen aus. Während des Staatsbesuchs des mongolischen Staatspräsidenten Ukhnaa Khurelsukh in Deutschland vom 19. bis 22. Oktober 2026 vereinbarte die HTWD eine vertiefte wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Nationaluniversität der Mongolei (NUM). Darüber hinaus unterzeichneten die HTWD und die Deutsch-Mongolische Hochschule für Rohstoffe und Technologie (German-Mongolian Institute for Resources and Technology, GMIT) konkrete Vereinbarungen für gemeinsame Studienprogramme.
Binationale Studienprogramme in Maschinenbau und Elektrotechnik
Die Kooperation mit dem GMIT sieht ein binationales Bachelorprogramm im Maschinenbau vor. Das Programm wurde vom Auslandsbeauftragten der Fakultät, Professor Gunther C. Stehr gemeinsam mit dem GMIT entwickelt. Mongolische Studierende absolvieren zunächst zwei Jahre ihres Studiums in der Mongolei und wechseln anschließend für weitere zwei Jahre an die HTWD. Ein zusätzliches Vorbereitungsjahr soll bei Bedarf helfen, die erforderlichen Deutschkenntnisse zu erwerben und sich auf das Studium und das Leben in Deutschland vorzubereiten.
Ein vergleichbares Programm ist für die Elektrotechnik geplant. Hier zeichnet Professorin Julia Engelbrecht verantwortlich. Die Studierenden verbringen nach zwei Studienjahren in der Mongolei weitere zweieinhalb Jahre an der HTWD. Die längere Studienzeit berücksichtigt das im Dresdner Bachelorstudiengang vorgesehene separate Praktikumssemester.
An beiden Programmen können jeweils bis zu 30 Studierende teilnehmen. Die Verträge treten ab sofort in Kraft. Erste Studierende aus der Mongolei werden voraussichtlich ab dem Wintersemester 2029/30 an der HTWD beginnen.
Nach ihrem Bachelorabschluss können die Absolventinnen und Absolventen bei entsprechender Eignung ein Masterstudium an der HTWD anschließen.
Langjährige Bildungsbeziehungen zwischen Sachsen und der Mongolei
Die Zusammenarbeit knüpft an eine lange Tradition des akademischen Austauschs zwischen Sachsen und der Mongolei an. Seit rund 100 Jahren bestehen Bildungsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Zahlreiche Mongolinnen und Mongolen haben in der ehemaligen DDR oder später in Deutschland studiert und arbeiten heute in verantwortlichen Positionen in Wirtschaft und Politik.
Der Staatsbesuch unterstreicht die Bedeutung dieser Beziehungen. Die neuen Vereinbarungen sollen die wissenschaftliche Zusammenarbeit vertiefen und den Studierendenaustausch zwischen den Hochschulen weiterentwickeln.


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