
KI trifft Natur: Neue Möglichkeiten und Grenzen von KI für das Biodiversitätsmonitoring
Wie kann Künstliche Intelligenz das Biodiversitätsmonitoring unterstützen – und wo liegen die Grenzen? Prof. Dr. Oliver Mothes von der Fakultät Informatik gab den Studierenden des Studiengangs Umweltmonitoring im Rahmen eines Vortrags am 21.04.2026 Einblicke in die neuen Möglichkeiten moderner KI-gestützter Verfahren.
KI als Werkzeug im Monitoring: Potenziale und Grenzen
Moderne Sensortechnologien erzeugen im Biodiversitätsmonitoring Datenmengen, die sich mit klassischen manuellen Methoden kaum noch vollständig auswerten lassen. Im Rahmen des Bachelor-Seminars (Vertretungsprofessor Dr. Jan-Uwe Schmidt) im Studiengang Umweltmonitoring gab Prof. Dr. Oliver Mothes von der Fakultät Informatik/Mathematik der HTW Dresden Einblicke, wie Künstliche Intelligenz (KI) hier einen wesentlichen Beitrag leisten kann, indem sie Analyseschritte automatisiert und Forschende bei der Auswertung entlastet. Anhand von Beispielen aus seiner früheren Arbeitsgruppe, der Computer Vision Group Jena, zeigte er, wie KI-Methoden auf Pflanzen- und Tierdaten angewendet werden können – von der automatisierten Bilderkennung bis zur Klassifikation von Artnachweisen.
Interdisziplinarität als Herausforderung
Neben den Möglichkeiten thematisierte Prof. Dr. Mothes auch die Hürden, die bei der Entwicklung und Anwendung solcher Systeme zu berücksichtigen sind: fachliche Anforderungen an die Datenqualität, methodische Einschränkungen bei der Übertragbarkeit von Modellen sowie die praktische Zusammenarbeit zwischen Informatik und Biologie. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Kommunikation zwischen den Disziplinen: Damit KI-Modelle zielgerichtet entwickelt werden können, brauchen Informatiker*innen möglichst detaillierte Informationen über die ökologischen Fragestellungen – einschließlich der Metadaten, die den Erhebungskontext beschreiben. Wertvolle Hinweise für die jungen und angehenden Umwelt-Fachleute von morgen!
Wir danken Prof. Dr. Mothes herzlich für den Austausch mit unseren Studierenden!




