
Lange Nacht der Wissenschaften an der HTW Dresden: Wo Neugier Wissen schafft
Trotz hochsommerlicher Temperaturen zog es am 26. Juni rund 1.300 Besucherinnen und Besucher auf den Campus der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTWD). Unter dem diesjährigen Motto „Wo Neugier Wissen schafft“ bot die Hochschule bei der Dresdner Langen Nacht der Wissenschaften von 17 bis 24 Uhr mehr als 60 Veranstaltungen, die Wissenschaft und Forschung erlebbar machten. In Laboren, Hörsälen und auf dem Campus konnten die Gäste experimentieren, ausprobieren und mit Forschenden, Lehrenden sowie Studierenden ins Gespräch kommen.
Eröffnung der Langen Nacht der Wissenschaften an der HTWD
Eröffnet wurde die Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften an der HTWD gemeinsam von der Prorektorin für Forschung, Nachhaltigkeit und Transfer, Professorin Kathrin Harre, dem Bürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Jan Pratzka, sowie dem Direktor des Hochfeld-Magnetlabors des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), Professor Joachim Wosnitza.
In ihrer Begrüßung betonte die Prorektorin die Bedeutung anwendungsorientierter Forschung:
„Forschung wirkt dort, wo sie angewendet wird. Dafür stehen wir als Hochschule für angewandte Wissenschaften. Es freut mich besonders zu sehen, wie viele Familien mit ihren Kindern die Lange Nacht der Wissenschaften besuchen. Wissenschaft zum Anfassen weckt Neugier und Begeisterung, insbesondere für die MINT-Fächer. Denn ohne Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden wir die großen Herausforderungen der Zukunft nicht lösen können.“
Acht Fakultäten zeigen Forschung zum Anfassen
Alle acht Fakultäten der HTWD beteiligten sich mit einem vielfältigen Programm und machten erlebbar, wie an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften Forschung und Lehre eng mit der Praxis verbunden sind. Die Besucherinnen und Besucher erhielten Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte, innovative Technologien und konkrete Anwendungen.
So erfuhren Interessierte im Labor Bauingenieurwesen, wie stabil Bahngleise sind und welche Faktoren ihre Sicherheit beeinflussen. Die Fakultät Landbau/Umwelt/Chemie zeigte, wie Mikro- und Nanoplastik in Lebensmitteln und Trinkwasser nachgewiesen und untersucht werden kann. Die Fakultät Maschinenbau stellte vor, wie Gebäude der Zukunft mit nachhaltigen Technologien wie Wasserstoff und Wärmepumpen nahezu klimaneutral mit Wärme und Energie versorgt werden können.
Mitmachen, ausprobieren, verstehen
Besonders gefragt waren die zahlreichen Mitmachangebote. Unter dem Motto „Stoffumwandlung von Nano bis Makro: die Welt der Verfahrenstechnik“ konnten Besucherinnen und Besucher an Demonstratoren erleben, wie Maschinen, Apparate und Anlagen zur Herstellung moderner Produkte funktionieren. In der Fakultät Elektrotechnik probierten sie selbst aus, was ein Mikrocontroller ist und wie er programmiert wird – etwa mit dem Calliope mini oder dem ESP32. Auch der Escape Room Chemie lud dazu ein, naturwissenschaftliche Rätsel mit Wissen und Teamgeist zu lösen.
Großes Interesse weckte außerdem „Minecraft meets Engineering“. Dabei wurde das beliebte Computerspiel zur digitalen Ingenieurwerkstatt: Spielerisch planten und bauten die Teilnehmenden Türme, Brücken oder Bahnstrecken und lernten dabei die Herausforderungen des Bauingenieurwesens kennen.
Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft
Auch in diesem Jahr begrüßte die HTWD Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) präsentierte seine Forschung in mehreren Räumen der HTWD und gab Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen. Auch Leybold Optics sowie der DiggiClub, das Network Energy Talents (NET) e. V. und die Deutsche Meeresstiftung beteiligten sich an der Langen Nacht der Wissenschaften.
Die Beiträge der Partner machten deutlich, wie eng die HTWD mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen in Dresden und darüber hinaus zusammenarbeitet. Gemeinsam präsentierten sie die Vielfalt der regionalen Forschungslandschaft und zeigten, wie Wissenschaft und Innovation durch Kooperationen vorangebracht werden.
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