
Schülerprojektwoche der MANOS an der HTW Dresden (23.–27. Februar 2026)
Im Rahmen der wissenschaftlichen Projektwoche von Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden vom 23. bis 27. Februar 2026 haben Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassen an spannenden Projekten an der HTW Dresden teilgenommen.
Aus der Fakultät Informatik/Mathematik waren insgesamt fünf Projekte vertreten, die eindrucksvoll zeigten, wie vielfältig und praxisnah Mathematik und Informatik sein können.
Projektionsmethoden für Sternkarten
Die Schüler beschäftigten sich mit unterschiedlichen Projektionsarten zur Erzeugung von Sternkarten. Grundlage ihrer Arbeit war ein Datenbankkatalog astronomischer Himmelsobjekte, der zunächst aufbereitet und anschließend mithilfe verschiedener Projektionsverfahren in neue Sternkarten überführt wurde. Dabei gewannen die Teilnehmenden spannende Einblicke in astronomische Datenverarbeitung und mathematische Abbildungsprozesse.
Betreuer: Frank Henschel und Michael Meinhold
Dobble – Kombinatorik trifft Kartenspiel
Die Schüler der Klassenstufe 8 widmeten sich im Rahmen der Projektwoche dem bekannten Kartenspiel Dobble (auch bekannt als Spot it!).
Zunächst wurde die Spielidee kombinatorisch analysiert und abstrahiert, um für verschiedene Anzahlen möglicher Karten eigene Spielvarianten zu entwickeln. Besonders verblüffend war die Erkenntnis, dass sich das Spiel geometrisch durch Geraden und Punkte mit ihren Lagebeziehungen beschreiben lässt.
Auf Grundlage dieses geometrischen Modells konnten die Schüler mithilfe eines Python-Skripts eigene Kartenspiele mit unterschiedlichen Designs erzeugen – je nach Thema und Kreativität.
Betreuer: Prof. Marco Hamann
Roboter mit Köpfchen – Einstieg ins Robotik-Programmieren
Roboter sind längst keine Zukunftsmusik mehr – sie fahren, messen, reagieren und treffen Entscheidungen. In diesem Projekt lernten die Teilnehmenden, wie man einen Roboter so programmiert, dass er sich selbstständig im Raum orientieren kann.
Mit Sensoren, Motoren und logischem Denken brachten sie die Systeme dazu, Hindernisse zu erkennen, Wege zu planen und Aufgaben eigenständig zu lösen. Dabei wurde deutlich, wie eng Technik und Programmierung zusammenarbeiten – und dass präzises Denken ebenso wichtig ist wie Kreativität.
Betreuer: Prof. Mario Neugebauer, Alexander Wülfing und Paul Breit
Was deine Fitness-App über dich verrät – Mit Strava auf Spurensuche
Apps wie Strava zeichnen auf, wann und wo Menschen joggen oder Fahrrad fahren. Viele Nutzerinnen und Nutzer teilen ihre Strecken öffentlich – oft ohne zu bedenken, wie viele Informationen sich daraus ableiten lassen: etwa Wohnorte, Abwesenheitszeiten oder soziale Kontakte.
Im Projekt wurde gezeigt, wie sich mit OSINT (Open Source Intelligence), also der Analyse öffentlich zugänglicher Daten, solche Informationen sammeln und auswerten lassen. Die Schülerinnen und Schüler erkannten dabei eindrucksvoll, wie wichtig Datenschutz und ein bewusster Umgang mit digitalen Spuren sind.
Betreuer: Alexander Wülfing und Prof. Lukas Iffländer
Optimierung eines Gartengrundstücks mithilfe der dynamischen Geometrie
Eine historische mathematische Aufgabe aus dem Jahr 1742 wurde mit modernen Hilfsmitteln neu untersucht. Ursprünglich erschien sie als Liebesgedicht in der englischen Frauenzeitschrift Ladies’ Diary (No. 39, Question 226).
Im Zentrum steht ein Vater, der sein Gartengrundstück als größtmögliches Dreieck unter vorgegebenen Bedingungen beschreibt. Der junge Bewerber um die Hand seiner Tochter soll mithilfe seiner mathematischen Kenntnisse die Größe des Gartens sowie die Seitenlängen und Winkel des Dreiecks bestimmen.
Zunächst wurde der historische Text mithilfe von ChatGPT übersetzt, um inhaltliche Klarheit zu gewinnen. Anschließend erfolgte die Lösung mithilfe dynamischer Geometrie (ClassPad II), durch Tabellierung der Zielfunktion sowie ergänzend durch eine analytische Betrachtung. Dabei setzten sich die Teilnehmenden auch mit historischen Längen- und Flächenmaßen auseinander.
Betreuer: Prof. Ludwig Paditz (ehemaliger Hochschullehrer)
Mit ihrem Projekt sicherten sich die Schützlinge von Prof. Paditz in der Klassenstufe 8 den 3. Platz für ihr gelungenes Plakat – herzlichen Glückwunsch!
Wir gratulieren allen Gewinnerinnen und Gewinnern und bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten, Organisatoren und Betreuern für ihr großartiges Engagement.
Schon jetzt freuen wir uns auf die nächste Projektwoche im kommenden Jahr!
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