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Ansicht des Dreiseithofes Pinkowitz
Zeidler
Für den Dreiseithof in Pinkowitz haben die Studierenden Ideen für die Gestaltung des Außengeländes entwickelt

Studentischer Ideenwettbewerb für den Dreiseithof Pinkowitz

Erstellt von Prof. Henning Günther |

Im Wintersemester 2023/24 haben Studierende des 7. Semesters im Studiengang Gartenbau ein Ideenkonzept für die Außenanlagen eines Dreiseithofes in Pinkowitz im Meißener Hochland entwickelt. Die drei besten Ideen wurden ausgezeichnet.

Der Dreiseithof wurde nach seiner landwirtschaftlichen Nutzung zu Wohnzwecken umgebaut. Die Eigentümergemeinschaft hat einen „Studentischen Ideenwettbewerb Pinkowitz“ ausgelobt, um Ideen für die weitere Hofgestaltung zu diskutieren. Neben Aufenthalts- und Kommunikationsbereichen für die Anwohner waren gestalterische und funktionale Anforderungen gefordert. Die Hofanlage steht unter Denkmalschutz, die Außenanlagen sollten durch ein integriertes Regenwasserkonzept mit heimischen und standortgerechten Pflanzen gestaltet und möglichst naturnah und pflegeextensiv unterhalten werden.

Die Siegerentwürfe

Den ersten Platz (450 EUR) haben Anna Mey, Isabelle Hartmann und Kira Preuße mit dem Beitrag „Dreiseithof Pinkowitz“ belegt. Die Jury hebt lobend hervor, dass die Idee eines Trockenflussbettes und die Gestaltung der neuen Aufenthaltsfläche mit Pergola sehr gut die gestalterischen und funktionalen Wünsche und Vorstellungen der Hofgemeinschaft trifft und sich gut in das denkmalpflegerische Ensemble der Hofanlage integrieren lässt (s. Entwurfsplan). Die Umsetzung und insbesondere die Pflege werden von der Jury als praxisnah und umsetzbar eingeschätzt.

Den zweiten Platz (350 EUR) belegen Margit Lange, Lara Priemer und Nadine Legere mit ihrem Beitrag „Drei Seiten – Ein Hof ländlich-gemeinschaftlich-vielfältig“. Bei diesem Beitrag lobt die Jury das gelungene Raum- und Nutzungskonzept als Aufenthalts- und Begegnungsraum der Anwohnenden, welches sowohl den Hof und darüber hinaus auch die Bezüge zum angrenzenden Regenbachtal mit einbezieht. Die Umsetzung durch die behutsame Integration von heimischen Gehölzen bis hin zur Gestaltung der Retentionsfläche als ganzjährig attraktive Blühwiese wird besonders gelobt.

Den dritten Platz (200 EUR) belegen Carolin Köster, Insa Carstens, Susanne Richter und Caroline Zeidler mit dem Beitrag „Historische Pfade, Grüne Zukunft: Ein Hof für Gemeinschaft und Vielfalt“. Die Jury würdigt in dem Beitrag die Gestaltung der Sitz- und Aufenthaltsfläche in Form eines überrankten Holzdecks zusammen mit der Pflanzenauswahl. Weiterhin wurde in dem Beitrag die Gestaltung der Wege hervorgehoben.

Ein Projekt, von dem sowohl die Studierenden als auch die Bewohner profitieren

An der Jury mitgewirkt haben Anke Mühlpfordt (Landschaftsarchitektin), Axel Keul (Verband Garten- und Landschaftsbau Sachsen) sowie Rotraud Argow, Martina Minten und Mirjam Philipp (für die Hofgemeinschaft Pinkowitz).

Dr. Henning Günther von der Professur Garten- und Landschaftsbau freut sich, dass das Konzept der praxisnahen Ausbildung für beide Seiten aufgeht: „Im Verlauf des Wettbewerbes hatten die Studierenden mehrmals die Möglichkeit den Hof kennenzulernen und im Gespräch vor Ort die Wünsche der Anwohner zu erfahren. Auf diese Weise konnten die Studierenden ihre Kompetenzen in der Gartengestaltung vertiefen und ihr späteres Berufsbild im Garten- und Landschaftsbau praxisnah erfahren. Seitens der Anwohner wurden die umsetzungsorientierten Ideen der Studierenden hervorgehoben und der Wunsch einer zukünftigen Umsetzung geäußert.“