
studienerfolg@saxHAW: Sächsische Hochschulen entwickeln gemeinsam neue Wege für mehr Studienerfolg
Die fünf staatlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen arbeiten im Verbundprojekt studienerfolg@saxHAW gemeinsam daran, den Studienerfolg ihrer Studierenden nachhaltig zu stärken. Ziel ist es, neue Maßnahmen zu entwickeln, zu erproben und hochschulübergreifend umzusetzen.
Das Projekt konzentriert sich auf folgende Handlungsfelder: die Stärkung von Frauen in MINT-Fächern, inklusive Studienbedingungen, soziale Integration internationaler Studierender, den Ausbau digitaler Lehrformate sowie die Förderung von Future Skills im Kontext nachhaltiger Entwicklung.
An der HTWD treiben fünf Dekanatsreferentinnen das Projekt fakultätsübergreifend voran. Sie koordinieren Maßnahmen, vernetzen Akteurinnen und Akteure innerhalb der Hochschule und entwickeln Ideen für Studium und Lehre.
Mehr Unterstützung für Studierende mit Beeinträchtigungen
Im Teilprojekt Inklusion führte die HTWD mit betroffenen Studierenden einen Ideenkreis durch. Dort benannten die Studierenden mit Beeinträchtigungen oder chronischen Erkrankungen ihre Herausforderungen im Studienalltag und entwickelten konkrete Lösungsideen. Ziel ist es, auf dieser Basis die Studienbedingungen an der HTWD langfristig inklusiver zu gestalten.
Kontakt: Micaela Frister – Fakultäten Bauingenieurwesen und Geoinformation
Nachhaltigkeit stärker in die Lehre integrieren
Auch im Bereich Nachhaltigkeit wurden neue Ansätze entwickelt. So werden die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDG) inzwischen in ausgewählten Studiengängen in der Hochschul-Moduldatenbank sichtbar. Lehrende können diese Inhalte eigenständig ergänzen.
Zusätzlich erprobte die Hochschule verschiedene Formate, zum Beispiel einen OPAL-Lernkurs, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei Studierenden und Lehrenden zu stärken. Perspektivisch sollen auch neue Selbstlernangebote Lehrende dabei unterstützen, Nachhaltigkeit stärker in ihre Lehrveranstaltungen zu integrieren.
Kontakt: Laura Göhler – Fakultät Landbau/ Umwelt/ Chemie
Vernetzung für Frauen in MINT
Um Studentinnen in MINT-Studiengängen gezielt zu unterstützen, wurden neue Veranstaltungsformate entwickelt, wie zum Beispiel das Austauschformat „talkINGwoman“. Sie fördern die Vernetzung zwischen Studentinnen, Lehrenden und Absolventinnen. Zwei weitere Formate sind bereits für das kommende Sommer- und Wintersemester geplant.
Kontakt: Cynthia Wagner – Fakultäten Maschinenbau und Elektrotechnik
Bessere Orientierung für internationale Studierende
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung internationaler Studierender. Neue bereichsübergreifende Beratungs- und Unterstützungsstrukturen erleichtern das Onboarding an der Hochschule. Gleichzeitig helfen sie dabei, kritische Studienphasen frühzeitig zu erkennen und Studierende gezielt zu begleiten.
Kontakt: Diana Kußauer – Fakultät: Wirtschaftswissenschaften
Digitale Lehre und KI im Studium
Im Bereich digitale Lehre setzt die HTWD verstärkt auf datenbasierte Analysen und neue Technologien. So entstanden Arbeiten zur Visualisierung von Studienerfolgsdaten in der Fakultät Informatik/Mathematik. Zudem organisierte die Hochschule einen Workshop zum Thema KI-gestütztes adaptives Lernen und Lehren mit Teilnehmenden aus Hochschule, Wirtschaft und Gesellschaft.
Auch neue digitale Infrastrukturen entstehen: Eine Alumni-Datenbank soll künftig Vernetzung, Mentoring und den Austausch zwischen Studierenden und Absolventinnen und Absolventen erleichtern. Die Einführung läuft derzeit an der Fakultät Informatik/ Mathematik.
Darüber hinaus testeten mehr als 100 Studierende im Sommersemester 2025 das KI-Tool „Academic Cloud“ im Modul Datenbanken. Weitere Fakultäten sollen das System ab 2026 ebenfalls erproben.
Kontakt: Irena Badalyan-Ruch – Fakultät Informatik/ Mathematik
Austausch zwischen sächsischen Hochschulen
Die beteiligten Hochschulen stehen im engen Austausch. In regelmäßigen Treffen tauschen sich die Projektpartner aus, analysieren Studienbedingungen und entwickeln gemeinsame Unterstützungsangebote für Studierende.
Die gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage, um erfolgreiche Maßnahmen langfristig in den Hochschulstrukturen zu verankern und so den Studienerfolg an den sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften nachhaltig zu stärken. Damit die begonnenen Maßnahmen weiter ausgebaut und nachhaltig in den Hochschulstrukturen verankert werden können, wird das Projekt um ein weiteres Jahr verlängert.

